Keine Panik: Affenpocken für Kinder weniger ansteckend als Corona

Junge und Mädchen schaukeln gemeinsam auf Reifenschaukel
Trotz Affenpockenvirus im Umlauf: Eltern und Kinder dürfen unbeschwert bleiben
© Unsplash Kelly Sikkema

Fieber, Kopfweh und Hautausschlag: Das sind die Symptome der Affenpocken, die seit einigen Wochen Schlagzeilen machen. Für Kinder und Jugendliche ist diese Krankheit jedoch weniger ansteckend als erwartet. Das Virus verbreitet sich laut Fachärzten nur durch engen Körperkontakt — eine Pandemie ist nicht zu erwarten.

Eltern müssen sich nicht um ihre Kinder sorgen

Eine Horror-Vorstellung für Eltern: Das Kind hat am ganzen Körper juckende Bläschen, zudem Fieber und Kopfschmerzen. Doch auch wenn das Affenpocken-Virus gerade wieder an verschiedenen Stellen in Europa ausbricht, ist die Krankheit weniger ansteckend als gedacht – besonders für Kinder.

Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnte sogar in der Osnabrücker Zeitung vor zu viel “Panikmache” rund um die Affenpocken. Das Virus, das ursprünglich aus Zentral- und Westafrika kommt, wird nur durch engen Körperkontakt bzw. Körperflüssigkeiten oder Krusten weitergegeben. BVKJ-Präsident Thomas Fischer ist sich sicher:

„Kinder gehören definitiv nicht zu denjenigen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. “

Laut Lauterbach keine Pandemie

Gerade weil sich Affenpocken nicht wie Corona durch Tröpfcheninfektion verbreiten, versichert Bundesminister für Gesundheit Karl Lauterbach am Rande des deutschen Ärztetags in Bremen: „Was wir mit den Affenpocken gerade erleben, ist nicht der Beginn einer neuen Pandemie.“ Weiter sagt er, dass das Virus seit Jahrzehnten in der Medizin bekannt ist und man daher weiß, wie es zu bekämpfen ist.

Erstmals in Großbritannien aufgetaucht

Anfang Mai 2022 war in Großbritannien zum ersten Mal von einem Affenpocken-Fall berichtet worden, mittlerweile gibt es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mehr als 250 bestätigte Fälle, Tendenz steigend. In Deutschland sind bisher Menschen in den Bundesländern Berlin, Bayern, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg betroffen.

Wer sich infiziert hat, sollte sich in Isolation bzw. Quarantäne begeben, bis die Krusten auf den Pusteln abgefallen sind.

 

 

Mit Inhalten von dpa