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Babyboom in Deutschland? Geburten seit 2017 erstmals wieder gestiegen

Symbolbild: Geburtenanstieg in Deutschland
Vor allem die westlichen Bundesländer legten zu.
© Pexels / Nataliya Vaitkevich

Die Corona-Pandemie hat sich also doch auf die Geburtenziffer ausgewirkt. Die neusten Zahlen zeigen: 2021 wurden deutlich mehr Babys geboren als noch im Jahr zuvor.

22000 Babys mehr

Mit 795 492 Neugeborenen im Jahr 2021 ist die Geburtenziffer in Deutschland das erste Mal seit 2017 wieder gestiegen. Es waren nämlich rund 22 000 Babys mehr geboren als im ersten Corona-Jahr 2020, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

2020 brachte eine Frau im Durchschnitt 1,53 Kinder zur Welt. Für 2021 ist dieser Durchschnitt auf 1,58 Kinder je Frau angestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt sei dieser Anstieg auf die “relativ stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt in Verbindung mit der besonderen Situation während der Corona-Pandemie zum Zeitpunkt der Zeugung” zurückzuführen.

Lockdown-Langeweile oder Optimismus?

Für die ersten Monate des Jahres war dieser Trend zunächst nicht abzusehen. Lediglich im März wurden rund 3700 Babys mehr geboren. Mehr zum Mini-Babyboom liest du hier.

Aber besonders das erste und vierte Quartal 2021 machten den Geburtenanstieg aus. Ob also eine Art Corona-Langeweile oder Optimismus und Aussichten auf ein Ende der Pandemie zum Geburtenanstieg beigetragen haben, ist nicht sicher.

Wie der Spiegel berichtet, handelte es sich bei den Neugeborenen vor allem um weitere Kinder bereits verheirateter Eltern, die den Lockdown für die weitere Familienplanung genutzt haben.

Vor allem die westlichen Bundesländer legten in Sachen Familienzuwachs dazu. Am deutlichsten war der Anstieg in Baden-Württemberg mit einem Geburten-Plus von 5 %, gefolgt von Bayern und Hessen mit jeweils 4 % Zuwachs.

Quellen

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