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Deutsche Wandergruppe gerettet: Bergwacht verlangt 18.000 Euro

Notarzt-Hubschrauber in Österreich im Einsatz
Mehrere Hubschrauber waren im Einsatz, um die Wandergruppe zu retten
© Unsplash / Niklas Bischop

Vor wenigen Wochen musste eine Gruppe deutscher Schüler und Lehrkräfte von der österreichischen Bergwacht gerettet werden. Was eigentlich als entspannte Wanderung gedacht war, entpuppte sich als viel zu anspruchsvoll für die Jugendlichen und ihre Betreuer. Nun kommt auf die Schule offenbar eine gesalzene Rechnung für den Rettungseinsatz zu.

Horror-Trip statt „entspannter Feierabendrunde“

Der Fall sorgte Anfang Juni für großes Aufsehen: Die Vorarlberger Bergwacht musste insgesamt 107 Schüler und Lehrkräfte einer Schule aus dem Raum Ludwigshafen retten.

Die Gruppe hatte eine Wanderroute gewählt, die im Internet als „entspannte Feierabendrunde“ im Kleinwalsertal beschrieben worden war – die sich aber in Wahrheit als sehr anspruchsvoll herausstellte. Zudem hatten mehrere Regenfälle das schmale Grat in ein äußerst gefährliches Terrain verwandelt.

Bergwacht stellt fünfstellige Summe in Rechnung

Der aufwändige Rettungseinsatz, bei dem unter anderem 70 Schüler von Hubschraubern mit Seilen geborgen werden mussten, hat auch finanzielle Folgen. Wie nun bekannt wurde, wird die Vorarlberger Bergrettung etwa 18.000 Euro in Rechnung stellen. Dies bestätigte ein Bergwacht-Sprecher der Nachrichtenagentur APA.

Zu Buche schlagen unter anderem drei Flugstunden des Polizei-Rettungshubschraubers, eineinhalb Flugstunden eines Notarzt-Helikopters und natürlich der Einsatz der Rettungskräfte am Boden.

Die Rechnung soll zunächst an die Schule in Maxdorf bei Ludwigshafen gehen. Dort wird dann intern geklärt, wer dafür aufkommt. Laut Bayerischem Rundfunk hat die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig eine mögliche finanzielle Beteiligung des Landes in Aussicht gestellt.

Für die Lehrkräfte ist die Sache damit aber womöglich noch immer nicht ausgestanden: Die Staatsanwaltschaft in Feldkirch prüft aktuell, ob ihnen Fahrlässigkeit oder sogar grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Zwei der insgesamt 99 Schüler im Alter von 12 bis 14 Jahren hatten sich bei der waghalsigen Wanderung verletzt.

Quellen

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