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Baby wurde auf falschen Flug gebucht – ohne Eltern von Rom nach Thailand

Ein Flugzeug im Himmel zwischen Wolken
Das Chaos im Flugverkehr bleibt: Überfüllte Flughäfen und überbuchte Flüge ärgern viele Passagiere
© Pexels / Pixabay

Rom: Die australische Airline Quantas buchte ein 13 Monate alte Baby auf einen anderen Flug als seine Eltern. Es sollte alleine von Rom nach Thailand fliegen. Die Airline sah darin kein Problem. Jetzt sitzt die Familie seit mehreren Tagen in Rom fest und wartet auf einen Rückflug.

Das Chaos im Flugverkehr bricht nicht ab: Baby soll alleine von Rom nach Thailand fliegen

Das australische Ehepaar Stephanie und Andrew Braham wollte nach seinem Europa-Urlaub mit der kleinen Tochter zurück nach Hause fliegen. Um die weite Strecke von Italien bis nach Australien zu überbrücken, hatten sie bereits neun Monate zuvor einen Flug von Rom nach Thailand gebucht. Dort wollte die Familie eine Nacht bleiben, um anschließend entspannt zurück in ihre Heimat zu fliegen.

Am Flughafen angekommen, erklärte ihnen das Personal am Checkin-Schalter, dass ihre Tochter nicht für diesen Flug im System aufgeführt sei. Es hätte Kommunikationsschwierigkeiten zwischen der Quantas Airline und ihrem Partner KLM gegeben.

Jedoch hatte die Airline das 13 Monate alte Baby auf einen anderen Flug nach Thailand gebucht – der 40 Minuten später startete als der ihrer Eltern. Nach diesem Schock begann für Stephanie und Andrew Braham eine Odyssee.

Auch auf dem Schoß der Eltern durfte das Mädchen nicht mitfliegen

Denn obwohl die Kleine während des Flugs auf dem Schoß der Eltern sitzen würde, konnte sie nicht zusätzlich auf den Flug gebucht werden. Denn der war bereits ausgebucht. Nach einer 90-minütigen Diskussion mit der KLM Airline, startete die Maschine ohne Familie Braham.

Den Abend und auch die ganze folgende Nacht verbrachten Stephanie und Andrew abwechselnd in der Warteschleife am Telefon mit dem Kundenservice von Quantas Airline in Australien. Ihnen wurde gesagt, dass die Airline keinen Fehler gemacht hatte und ihnen in der Angelegenheit nicht helfen könne, schließlich hätten alle drei Passagiere einen Rückflug gehabt.

Erst 12 Tage später gibt es einen Flug für alle drei

Nach ca. 20 langen Stunden in der Warteschleife und am Telefon sowie nach hitzigen Diskussionen, gab es endlich einen Flug für alle drei Mitglieder der Familie. Allerdings erst 12 Tage später. Mit viel Wut im Bauch und einer Rechnung von ca. 10.000 Euro für weitere Hotelnächte, Essen etc. kann die Familie nun morgen, am 26.07.2022 zurück nach Hause fliegen.

Ob die Airline die zusätzlichen Kosten für die ungewollte Staycation in Italien übernehmen wird, ist bisher nicht bestätigt. Quantas bot der Familie bisher eine Rückerstattung von 200 australischen Dollar pro Nacht an. Das sind umgerechnet ungefähr 135 Euro pro Nacht und decken die zusätzlich angefallenen Kosten der Familie bei weitem nicht.

Quellen

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