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Kinder mit falschem Impfstoff geimpft: Verfahren eingestellt

Frau impft einen Jungen
Weil sie Kinder mit einem falschen Impfstoff geimpft hat, wurde sie angeklagt.
© Unsplash/ CDC

In einem Impfzentrum in Nordrhein-Westfalen hat eine Mitarbeiterin drei Kinder fälschlicherweise mit einem noch nicht zugelassenen Impfstoff geimpft. Nach der Zahlung einer Geldstrafe von 300 Euro wurde das Verfahren jetzt eingestellt.

Impfstoff verwechselt: Kinder bekommen falsche Corona-Impfung

Im Dezember 2021 hatte eine Mitarbeiterin im Attendorfer Impfzentrum die Corona-Impfstoffe verwechselt, als sie drei Kinder geimpft hat. Statt des für Kinder bereits zugelassenen BioNTech-Vakzines bekamen die drei Kinder das Serum von Moderna verimpft.

Zu einer solchen Verwechslung hätte es nicht kommen dürfen. Die Impfstoffe wurden laut dem Impfzentrum in verschiedenen Körben gelagert, die farblich markiert waren. Trotzdem griff die Mitarbeiterin zum falschen Korb und impfte dreimal mit dem falschen Impfstoff.

Das bemerkte die Frau dann selbst – sie meldete ihren eigenen Fehler sofort.

Moderna noch nicht für die Altersgruppen zugelassen

Zum Zeitpunkt der Impfung waren die Kinder sieben, zehn und elf Jahre alt. Für diese Altersgruppe war damals nur der Impfstoff von BioNTech zugelassen. Mit Moderna dürfen Kinder zwischen sechs und elf Jahren offiziell erst seit Anfang März 2022 geimpft werden.

Eltern stellen Anzeige: Körperverletzung

Zwei Elternpaare stellten Anzeige für fahrlässige Körperverletzung gegen die Mitarbeiterin. Jetzt wurde das Verfahren eingestellt: 300 Euro Strafe muss die Frau wegen der Körperverletzung zahlen.

Wie der WDR berichtet, solle es sich laut der Staatsanwaltschaft Siegen eher um eine „symbolische Strafe“ handeln. Denn die Frau leide nach wie vor sehr unter ihrem Fehler. Außerdem habe keines der Kinder einen Schaden davongetragen.

 

Mit Inhalten der dpa

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