Frau besiegt Eierstock-Krebs und nutzt ihre letzte Chance auf ein leibliches Baby

Schwangere Frau mit Ultraschallbild ihres Babys
Symbolbild: Gegen alle Erwartungen wurde Stacey per künstlicher Befruchtung schwanger
© Bigstock / andron19821982

Die Engländerin Stacey Broadmeadow verlor ihre Eierstöcke durch eine seltene Krebserkrankung. Für eine künstliche Befruchtung blieb ihr schließlich nur noch eine allerletzte Eizelle übrig – und gegen alle Widerstände gelang das Wunder: Sie bekam ihr „Wunderbaby“ Harry.

Krebs machte normale Schwangerschaft unmöglich

Wenn Stacey Broadmeadow von ihrem kleinen Sohn Harry als ein „Wunder-Baby“ spricht, meint sie das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn dass sie ihr Baby im Arm halt kann, ist ein medizinisches Wunder. Es war ihre letzte Chance, ein leibliches Kind zu bekommen – und es hat geklappt.

Die 38-Jährige aus Stockport nahe Manchester erkrankte vor über fünf Jahren an einer sehr seltenen Form von Krebs, der unter anderem ihre Eierstöcke stark beeinträchtigte: Pseudomyxoma peritonei, kurz PNP. Zuvor hatte Broadmeadow Schmerzen im Blinddarmbereich und Schmierblutungen zwischen den Perioden bemerkt. Ihr Arzt verwies sie an ein renommiertes Krebs-Zentrum in Manchester zur Behandlung. Dort sagte man ihr, dass sie womöglich ihre Eierstöcke verlieren würde.

Achtstündige Operation – doch sie besiegte den Krebs

Ihr innigster Wunsch schien mit der Schock-Diagnose vom Tisch. Gegenüber „Sky News UK“ erzählt Stacey: „Ich dachte einfach nur: ‚OK, das war’s. Ich werde niemals eine Mutter sein. Ich werde nie den Traum erleben können, den ich immer erleben wollte.‘“ Sie sei „absolut am Boden zerstört gewesen“.

Doch zum Glück schritt der Krebs nur langsam voran. Die 38-Jährige musste zwei Operationen über sich ergehen lassen, von denen die zweite über acht Stunden dauerte. Dazwischen konnte Broadmeadow sich eine Rest-Chance auf eine Schwangerschaft sichern.

Stacey ließ sich Eizellen entnehmen

„Ich hatte das große Glück, dass man mir zwischen zwei Operationen Eizellen entnehmen konnte“, erzählt sie. „Ich erhielt 17 Eizellen, wofür ich sehr, sehr dankbar bin.“

Nachdem sich Stacey Broadmeadow von der schwierigen Operation erholt hatte, begann sie mit dem Prozess der künstlichen Befruchtung. Von den 17 entnommenen Eizellen, die zwischenzeitlich eingefroren waren, stellten sich nur acht als brauchbar heraus. Und von diesen konnten lediglich zwei befruchtet werden.

Ihr blieb am Ende eine allerletzte Chance auf ein Baby

Für Stacey bedeutete dies: sie hatte zwei Embryos. Zwei allerletzte Gelegenheiten, schwanger zu werden.

Leider endete der erste Versuch in einer Fehlgeburt. Gegenüber „Sky News“ erinnert sie sich: „Ich dachte damals, der Traum wäre vorbei, und ich würde nie ein Baby haben. Aber dann dachte ich auch: ‚Na gut, ich habe eine letzte Chance, also versuche ich es‘.“

Es klappt: Stacey bringt ein gesundes Baby zur Welt

Nach Ansicht der Ärzte war der letzte verbliebene Embryo weniger brauchbar als der erste, aber sie versuchten es trotzdem. Doch dann geschah das Wunder: Gegen alle Erwartungen wurde Stacey schwanger und brachte im November 2022 ihren Sohn Harry zur Welt.

„Er ist ein absolutes Wunder“, schwärmt sie. „Jedes Mal, wenn ich ihn ansehe, denke ich einfach nur daran, wie viel Glück ich habe.“

Harry ist inzwischen schon ein halbes Jahr alt und seine Mutter ist trotz aller Widrigkeiten gesund und krebsfrei. Das Leben hat Stacey Broadmeadow einiges abverlangt – doch sie hat das Beste daraus gemacht und genießt jede Sekunde mit ihrem kleinen Wunderbaby.

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