Erste Hitzewelle 2023: Lebenswichtige Tipps für Babys und Kinder

Thermometer mit über 30 Grad
Mancherorts klettert das Thermometer auf deutlich über 30 Grad
© Unsplash / Markus Winkler

Diese Woche wird es heiß in Deutschland. Vielerorts klettern die Werte auf teils deutlich über 30° C. Aber wie schlimm wird die erste Hitzewelle des Jahres wirklich? Und was müssen Eltern mit kleinen Kindern beachten, wenn das Thermometer immer höher steigt? Wir haben den Deutschen Wetterdienst gefragt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für die Woche vom 19. Juli hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Hitzewarnung herausgegeben.
  • Temperaturen von bis zu 37 Grad werden erwartet, bevor es zum Wochenende wieder etwas abkühlt.
  • Besonders für kleine Kinder und Babys gibt der DWD daher wichtige Tipps zum Umgang mit der ersten Hitzewelle 2023.

Hitzewelle über Deutschland: Temperaturen weit über 30 Grad erwartet

Für diese Woche warnt der Deutsche Wetterdienst vor der ersten Hitzewelle in Deutschland für dieses Jahr. Eine Hitzewarnung wird dann gegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag über 32 Grad liegt. Mancherorts werden sogar 37 Grad erwartet.

: Gut informiert

Wo es besonders heiß wird, das kannst du beim Deutschen Wetterdienst täglich nachschauen: Die Warnkarten zeigen dir an, wo es zu einer starken Hitzebelastung kommen kann.

Ganz so extrem wie die schwere Hitzewelle in Spanien im April 2023, mit Temperaturen über 40 Grad, wird es bei uns also noch nicht. Dennoch gilt: Besonders für alte und kranke Menschen, aber auch für kleine Kinder kann die Hitze zur großen Belastung werden.

5 wichtige Hitze-Tipps für Babys und Kinder

Für kleine Kinder ist die andauernde Hitzewelle besonders gefährlich. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erklärt, schwitzen Kinder weniger als Erwachsene und geben dadurch weniger Wärme ab. Gleichzeitig erzeugen sie bei körperlichen Aktivitäten wie dem Toben auf dem Spielplatz mehr Wärme. So kann der Körper der Kinder bei extremer Hitze die eigene Temperatur nicht mehr ausreichend absenken.

Daher sollten sich Eltern mit Kindern laut DWD-Pressesprecher Friedrich „nicht zu lange in der Sonne aufhalten – und wenn dann natürlich nur mit ausreichendem Sonnenschutz. Außerdem ist darauf zu achten, dass Kinder genügend trinken!“

#1 (Mittags-)Sonne meiden

Die UV-Belastung ist meist um die Mittagszeit am höchsten, etwa zwischen 11 und 15 Uhr. In dieser Zeit solltest du mit deinem Baby oder Kind also lieber nicht nach draußen gehen. Stattdessen lieber etwas Entspanntes im gekühlten Kinderzimmer spielen.

Am Nachmittag ist dann zwar die UV-Strahlung wieder etwas niedriger, dafür werden bis 17 Uhr meist die Höchsttemperaturen des Tages erreicht. Wer es dennoch in der heißen Wohnung nicht mehr aushalten kann, sollte mit den Kindern nicht unbedingt in die Sonne. Sucht euch stattdessen lieber einen schattigen Platz im Park oder macht einen Spaziergang durch klimatisierte Gebäude – wie zum Beispiel ein Einkaufszentrum.

Am besten eignen sich die Morgenstunden zum ausgiebigen Toben auf dem Spielplatz, noch bevor es so richtig heiß wird. Mit deinem Baby kannst du ebenfalls am besten früh am Morgen oder am Abend spazieren gehen, wenn es wieder etwas abgekühlt hat.

: Entspannt durch die Hitze

#2 Ausreichender Sonnenschutz

Im Sommer ist eine Kopfbedeckung für Kinder draußen Pflicht. Auch lange Kleidung, am besten mit UV-Schutz ist ebenfalls zu empfehlen. Genauso müssen Kinder jeden Morgen eingecremt und über den Tag verteilt immer wieder nachgecremt werden. Zum Spielen im Garten lohnt sich außerdem ein schattenspendendes Sonnensegel oder ein Sonnenschirm.

#3 Trinken, trinken, trinken

Während einer Hitzewelle sollten Eltern noch strenger darauf achten, dass Kinder ausreichend trinken. Hier haben wir einen Richtwert für dich, wie viel Flüssigkeit Kinder in welchem Alter brauchen.

Für Kinder, die sich damit schwertun ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, kann selbstgemachtes Wassereis aus Fruchtsäften eine simple Alternative sein. Außerdem findest du hier ein paar spielerische Ideen, dein Kind zum Wassertrinken zu animieren.

Aber Vorsicht: Säuglinge unter 6 Monaten sollten auch an heißen Tagen kein Wasser zusätzlich zur Muttermilch oder Milchnahrung trinken. Das kann zu einer Wasservergiftung führen.

: nicht nur bei Hitze wichtig

#4 Auto und Kinderwagen werden schnell zur Hitzefalle

Auch wichtig: Auf gar keinen Fall sollten Eltern ihre Kinder im Auto in der Sonne lassen. Selbst bei leicht geöffneten Fenstern werden Autos binnen Minuten zur tödlichen Hitzefalle.

Und auch in Kinderwägen kann es schnell zu einer gefährlichen Überhitzung kommen, wenn Eltern ihr Baby mit einem Tuch vor der Sonne schützen wollen. Denn dieses hält die Sonne nicht ab, sondern sorgt im Gegenteil für einen Hitzestau. Ein Experiment zeigt, wie schnell lebensbedrohliche Temperaturen im abgedeckten Kinderwagen erreicht werden.

#5 Für sanfte Abkühlung sorgen

Besonders Babys und kleine Kinder sollten auch bei großer Hitze nicht in kaltem Wasser spielen. Stattdessen kannst du die Kleinen zum Beispiel mit einem lauwarmen Waschlappen abtupfen. Die Verdunstung des Wassers auf der Haut kühlt auf sanfte Weise. Auch bei Planschbecken und Kinderpools solltest du darauf achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist.

Wie lange hält die Hitzewelle in Deutschland an?

Wie lange die Hitzewelle über Deutschland schwebt, ist noch nicht eindeutig – mindestens aber bis zum Donnerstag. Bis dahin ist durch die schwüle Luft auch vermehrt mit starkem Gewitter zu rechnen.

Quellen