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Huggy Wuggy: Erste Kitas verbieten das Grusel-Plüschtier

Die Plüschfigur Huggy Wuggy erobert aktuell Soziale Medien und Kinderzimmer. Der Hype um das Grusel-Plüschtier ist durchaus umstritten. Erste Kitas verbieten das Spielzeug.

Neuer Trend unter Kindern ist eine Horrorfigur

Was früher die Diddl-Maus war, später Prinzessin Lillifee oder die Paw Patrol, ist jetzt ein kleines, blaues Plüschmonster namens Huggy Wuggy: Der letzte Schrei in Kindergärten und Grundschulen. Das Wortspiel oben lässt sich hier tatsächlich ernst nehmen, denn auch wenn das Kuschelspielzeug auf den ersten Blick harmlos daherkommt, kann es auf manche Kinder verstörend wirken und Angst einflößen.

Die Spielfigur mit ihren schlaksigen, langen Armen und Beinen sowie dem breiten Mund mit den vielen Zähnen ist ursprünglich die Hauptfigur des Survival-Horror-Games “Poppy Playtime”.

Über Videos zu dem Computerspiel hat das Huggy Wuggy Monster schnell seinen Weg auf Sozialen Medien wie Instagram, TikTok oder Facebook gefunden.

Als Plüschtier gibt es das Monster inzwischen vielerorts zu kaufen: Die Supermarktkette Kaufland hat es zum Beispiel in ihrem Sortiment, auch auf Jahrmärkten hängen die Huggy Wuggys zuhauf auf Verkaufsständen oder sind Preise an Losbunden & Co. Bei Amazon lassen sie sich sowieso finden.

Huggy Wuggy als offizieller Merchandise von Ploppy Playtime

© MOB Games/ Playtime Co.

Eltern und Erzieher:innen warnen vor dem Spielzeug

Unter Erzieher:innen und Eltern ist der Trend durchaus umstritten. So wurde die Gruselfigur in einigen Kindertagesstätten bereits verboten. Eine Kita in Niedersachsen begründet ihre Entscheidung in einer offiziellen Mitteilung an die Eltern wie folgt: “Aktuell, sind wir (…) hier im Kindergarten äußerst besorgt und in großer Alarmbereitschaft! Wir beobachten (auf der Basis dieser Videos) eine massive Häufung von gewalttätigem Verhalten und gewaltverherrlichenden Aussagen von Kindern, die zeigen, dass sie (unkontrollierten) Zugang zu diesen gefährlichen Medieninhalten haben.”

Auch in Elternforen und -gruppen wird vor der Huggy Wuggy-Puppe, aber insbesondere vor dem Computerspiel gewarnt. Mama-Blogger wie Laura Niemeyer nutzen ihre Reichweite auf Instagram ebenfalls, um über den Trend aufzuklären:

 

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Worum geht es in dem Computerspiel “Poppy Playtime”?

Vorweg: Das Computerspiel “Poppy Playtime” wurde für Erwachsene konzipiert. Es geht darum, sich vor dem Huggy Wuggy und seiner tödlichen Umarmung in Sicherheit zu bringen. Auch wenn in dem Spiel keine explizite Gewalt oder Blut gezeigt wird, setzt es auf eine düstere Gesamtstimmung und bewusste Schreck-Szenen – es soll sich gegruselt werden. Wer möchte kann sich auf der offiziellen YouTube des Spiels selbst einen Eindruck davon machen. 

Eine offizielle Altersfreigabe hat das Spiel nicht. Für Kindergartenkinder und auch Grundschüler ist es definitiv nicht geeignet! Die Bilder der Puppe mit den großen Reißzähnen können laut Medienpädagogen Angstzustände bei Kindern auslösen.

Wer sichergehen möchte, dass sein Kind nicht via Sozialer Medien in Kontakt mit Huggy Wuggy und dem Computerspiel bekommt, achtet auf die Altersfreigabe sämtlicher Apps und Spiele. Unter 13 Jahren sind die wenigsten zugelassen. Mehr Informationen darüber findest du auf der Seite des Medienzentrum Offenbach.

Quellen

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