Kinderzahnpasta im Test: 5 bekannte Marken enthalten giftige Stoffe

Kind putzt sich die Zähne
5 Produkte fallen im Test durch
© Pexels/ RODNAE Productions

„Öko-Test“ hat 24 Kinderzahncremes untersucht. Das Fazit: In 5 Produkten steckt Titandioxid – ein Stoff, der in Lebensmitteln verboten ist, da vermutet wird, dass er die DNA schädigen kann. Die Testergebnisse im Überblick.

Zahnpasta für Kinder im Test: diese Produkte fallen durch

Im Test wurden 24 Kinderzahncremes für Kinder bis maximal sechs Jahren getestet – darunter sieben Naturprodukte und sieben Produkte ohne Fluorid. Viele bekannte Markten wie Elmex, Weleda, Signal und Odol-Med waren im Test vertreten.

Diese fünf Produkte sind in Test durchgefallen:

  • Odol-Med 3 Erste Zähne
  • Odol-Med 3 Milchzahn, Milde Minze
  • Blend-A-Med Blendi Gel, Erdbeergeschmack
  • Putzi Kinderzahngel
  • Today Dent Kids Milchzähne von Rewe/Penny

Vor allem die Inhaltsstoffe waren ein großer Kritikpunkt der Tester. In 5 der 24 getesteten Zahncremes wurde Titandioxid gefunden. Das bezeichnet Öko-Test als „unverantwortlich“.

Unverantwortlich: In fünf Zahncremes steckt Titandioxid

„In fünf Baby- und Kinderzahncremes steckt immer noch das in Lebensmitteln inzwischen verbotene Titandioxid, darunter sind große Marken“, schreibt Öko-Test.

: Titandioxid

Titandioxid ist ein weißer Farbstoff, der schon mehrere Jahre in der Kritik steht. Denn man könne nicht ausschließen, dass der Stoff das Erbgut schädigen kann.

Seit 2022 ist Titandioxid in Lebensmitteln verboten. Zahnpasta gilt jedoch als Kosmetikprodukt – Hersteller können den Stoff also weiterhin verwenden. Du erkennst ihn an der Bezeichnung CI 77891 auf der Verpackung.

Öko-Test rät von titandioxidhaltigen Produkten ab

Da Kinder beim Zähneputzen oft Teile der Zahnpasta schlucken, gelangt so auch Titandioxid in ihren Kreislauf. Genau deswegen rät Öko-Test ausdrücklich von der Nutzung der betroffenen Zahncremes ab.

In einem Produkt wurde Blei gefunden

In einem getesteten Produkt fanden die Tester außerdem das Schwermetall Blei. Besonders bei Kindern kann Blei das Gehirn schädigen.

Öko-Test erklärt dazu:

Natürlich ist Blei keine erlaubte Zutat für Kosmetik. Allerdings können andere erlaubte, natürliche Bestandteile mit Blei verunreinigt sein. Die Behörden tolerieren deshalb geringe Bleigehalte in Zahnpasta mit mineralischen Bestandteilen. Der gemessene Gehalt lag jedoch oberhalb dessen, was das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als technisch unvermeidbare Spuren ansieht.

Glimmer in Zahncremes: Dafür können Kinder ausgebeutet werden

Was den Testern auch aufgefallen ist: Drei der getesteten Zahncremes enthielten Mica (auch Glimmer genannt). Der Stoff bringt die Zahnpasta zum Glitzern.

Da die Lieferkette für diesen Stoff jedoch nicht klar ist und so Kinderarbeit und Ausbeutung von Kindern nicht ausgeschlossen werden kann, ist auch das ein Kritikpunkt.

Die Gewinner: 4 Produkte als Testsieger

Neben den Verlierern gibt es auch vier Produkte, welche die Note 1 bekamen. Darunter zum Beispiel „Bevola Naturals Kids Zahngel, Erdbeer-Himbeer-Geschmack“.

Alle Gewinner kannst du im Testbericht von Öko-Test nachlesen (kostenpflichtig).

Quellen