Mutter stillt ihr Baby in der Wildwasserbahn: Foto spaltet die Meinungen

Wildwasserfahrt im Freizeitpark
Auf einer ähnlich wilden Fahrt in Disney World hat eine Mutter seelenruhig ihr Kind gestillt
© Bigstock / VIAVAL

Ist sie einfach nur pragmatisch? Oder eine vermeintliche “Super-Mama”, die Aufmerksamkeit um jeden Preis will? Die Meinungen zur Aktion von Meredith Barnyak gehen jedenfalls auseinander. Seit ein Foto der jungen Mutter aufgetaucht ist, wie sie ihre kleine Tochter mitten in Disney World stillt – auf einem Fahrgeschäft.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die zweifache Mutter Meredith wurde dabei fotografiert, wie sie mitten in Disney World ihre Tochter stillt – während einer wilden Fahrt
  • Das Foto ging im Internet viral, dabei erntete Meredith viel Kritik für ihre Aktion
  • Die Mutter verteidigt sich: Entgegen der gängigen Meinung sei es keine wilde Achterbahn gewesen, sondern eine gemütliche Bootstour

Sie stillt ihr Baby mitten auf der wilden Fahrt

Wilde Fahrgeschäfte ausprobieren mit kleinen Kindern: je nach Sichtweise ist das für Eltern ein großes Vergnügen oder ein zweifelhaftes. Jedenfalls macht es den Kleinen in der Regel großen Spaß. Es sei denn, sie sind noch im Babyalter und nuckeln während der Fahrt an Mamas Brust.

Meredith Barnyak unternahm kürzlich mit ihrer Familie einen Ausflug nach Disney World in Florida. Beim Trip in den berühmten Freizeitpark waren alle dabei: ihr Mann Jeremy, der dreijährige Sohn Graham, die ein Jahr alte Poppy und die Großeltern. Auch das Fahrgeschäft “Frozen Ever” stand dabei auf dem Programm. Und mitten in der wilden Fahrt geschah es.

“Sie zog an meinem Shirt und ich dachte: ‘Na gut, es ist dunkel genug. Wir sind alle Menschen. Wir werden alle mehr Spaß auf dieser Fahrt haben und du wirst zufriedener sein, wenn du satt bist.”

So erzählte es die Mutter dem US-Nachrichtenportal “Today”. Sie selbst ist der Meinung, dass Frauen ihre Kinder überall und jederzeit stillen dürfen – und sollen.

: Wie lange sollten Mütter stillen?

Action-Kamera macht ein Foto von Meredith beim Stillen

Womit Meredith nicht gerechnet hat: Als Poppy gerade Muttermilch an ihrer Brust trank, ging die automatische Action-Kamera in dem Fahrgeschäft los. Üblicherweise macht sie Fotos von jubelnden oder erschrockenen Passagieren – diesmal war auf dem Schnappschuss eine lachende Mutter zu sehen, der ein kleines Kind an der offen sichtbaren Brust hängt.

Meredith holte sich das Foto und schickte es an ihre Cousine Jo Goddard, die bei Instagram einen Lifestyle-Kanal betreibt. Diese postete das Foto mit dem stolzen Kommentar: “Meine Cousine Meredith war eine absolute MOM auf dem Disney-Fahrgeschäft”.

Fast 10.000 Likes, aber viel Kritik für das virale Foto

Das Foto ging schnell durch die Decke und wurde mittlerweile fast 10.000 Mal gelikt. Wie das bei solchen Themen im Netz halt ist, gab es neben vielen begeisterten Kommentaren auch eine stattliche Anzahl entsetzter bis verärgerter Wortmeldungen.

“Ich habe nichts dagegen, in der Öffentlichkeit ein Baby zu stillen”, schreibt eine Userin etwa. “Aber manche Leute, wie deine Cousine, wollen einfach nur im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen! Und übrigens, ein Baby auf die Achterbahn im Freizeitpark mitzunehmen…”

“Willst du Aufmerksamkeit und Anerkennung dafür?”

Ein anderer haute in die selbe Kerbe und fragte: “Willst du Aufmerksamkeit und Anerkennung dafür? Als ob es eine Art Superhelden-Moment wäre? […] Die Schreie nach Aufmerksamkeit werden immer schlimmer…”

Auf dem Foto war zunächst nicht ersichtlich, um welche Art Fahrgeschäft es sich handelte. Viele Kommentarschreiber gingen daher davon aus, dass es sich um eine Achterbahn handelte.

Andere Leute hängten sich eher daran auf, dass die übrigen Fahrgäste auf dem Erinnerungsfoto nun für immer Merediths Brust mit dem Baby dran zu sehen kriegen. Und immer wieder kam das Thema auf: Wie kann man ein so kleines Kind mit in ein Fahrgeschäft nehmen?

Natürlich verteidigten auch viele Userinnen und User die Mutter und schreiben etwa vom “besten Still-Foto aller Zeiten”, das in ein Museum gehöre. Doch Meredith wollte den Vorwurf, dass sie ihr Baby in Gefahr gebracht habe, dann doch nicht auf sich sitzen lassen.

Keine wilde Achterbahn, sondern gemütliche Bootstour

Gegenüber “Today” erklärt sie, dass es keineswegs eine gefährliche Achterbahn war, auf der sie da gefahren sind – es habe sich um eine eher gemächliche Bootsfahrt gehandelt.

“Es gibt da keine Sitzgurte. Es ist eine sehr nette, entspannte Fahrt, bis auf den einen dunklen Abschnitt, wo es in die Tiefe geht. Und genau da ist dieses Foto gemacht worden.”

Auch Disney World schreibt auf seiner Website, dass die Wasserbahn “Frozen Ever After” ein Fahrgeschäft für alle Altersklassen und Größen ist.

Quellen