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Tragödie im Flugzeug: Mutter stirbt auf Langstreckenflug vor Augen ihrer Kinder

Flugzeug am Himmel
Während eines Flugs von Hongkong nach Großbritannien spielte sich an Bord eine Tragödie ab
© Unsplash / Maurits Bausenhart

Nach 15 Jahren in Hongkong wollte eine vierköpfige britische Familie in der Heimat neu anfangen. Doch der Flug nach Großbritannien wurde zum Albtraum – da ihn die Mutter nicht überlebte. Und das schlimmste: Die beiden Kinder und ihr Vater mussten das Drama stundenlang aus nächster Nähe ansehen.

Frau schlief im Flugzeug ein und wachte nicht mehr auf

Es ist wohl die schlimmste Situation, die man sich vorstellen kann: Stundenlang mit einer Toten im selben Flugzeug sitzen zu müssen. Noch grauenhafter wird die Vorstellung, wenn die Tote die eigene Mutter ist.

Helen Rhodes war am 5. August mit ihren beiden Kindern Nathan und Emma und ihrem Ehemann Simon unterwegs von Hongkong nach England. Die Familie hatte nach 15 Jahren ihre Zelte in der ehemaligen britischen Kolonie abgebrochen und wollte in der Heimat neu durchstarten.

Doch Helen Rhodes kam nie in Großbritannien an: sie schlief im Flieger ein und wachte nicht mehr auf. Nach einigen Stunden unterwegs fiel auf, dass sie nicht mehr ansprechbar war. Alle Versuche, sie wiederzubeleben, schlugen fehl.

Kinder und Ehemann müssen stundenlang neben Toter ausharren

Bis zum Zwischenstopp in Frankfurt mussten Simon Rhodes und die beiden Kinder nun noch acht Stunden neben der Verstorbenen ausharren. Helens Leichnam musste aus bürokratischen Gründen und wegen der Formalitäten in Deutschland bleiben, während der Rest der Familie ohne sie weiter nach Großbritannien reiste.

Jayne Jeje, eine Freundin der Familie, hat auf der Webseite GoFundMe eine Spendenkampagne für die Rhodes ins Leben gerufen. Dort berichtet sie auch, wie Simon, Nathan und Emma die unfassbare Tragödie über den Wolken erlebt haben.

So hätten sie die grausame Situation bis zur Zwischenlandung in Frankfurt genutzt, um ihrer Mutter und Ehefrau „alles zu sagen, was sie ihr noch sagen wollten.“ Dennoch sei die Situation natürlich traumatisch gewesen und die verbliebenen Familienmitglieder seien „am Boden zerstört“. Woran Helen genau gestorben ist, ist nicht bekannt.

Spendenkampagne für Familie sehr erfolgreich

„Helen war eine hingebungsvolle Ehefrau und Mutter. Sie war der Kitt, der ihre Familie zusammen hielt“, schreibt Jayne Jeje. Nach 15 Jahren in Hongkong, wo sie unter anderem als Hebamme arbeitete, sei sie sei sehr aufgeregt und voller Vorfreude über den Umzug nach Großbritannien gewesen. Nicht zuletzt, weil sie seit Beginn der Corona-Pandemie ihre Familie und ihre betagten Eltern nicht mehr gesehen hatte.

„Traurigerweise kam es nicht mehr zu dem Wiedersehen“, heißt es bei GoFundMe. Die angepeilte Spendensumme von 20.000 Pfund, die Simon und den beiden Kindern zu Gute kommen soll, war bereits nach kurzer Zeit übertroffen.

Quellen

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