Hochgiftig und schlecht verarbeitet: Barbie und Co. fallen im Puppen-Test durch

Barbie-Puppen im Spielzeug-Laden
3 Modelle hat es besonders hart getroffen.
© Bigstock / 8th. Creator

Von bedenklichen Schadstoffen bis zu lebensgefährlichen Sicherheitsmängeln beim Zubehör: Das Öko-Test-Ergebnis für Spiel- und Baby-Puppen fällt vernichtend aus.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Von 20 getesteten Puppen sind nur 8 Modelle empfehlenswert.
  • Drei Püppchen fallen komplett durch, unter anderem wegen giftiger Schadstoffe.
  • Zu den Verlierern gehören auch große Marken wie Barbie.

Vorsicht bei Puppen unter dem Weihnachtsbaum

Puppen zählen zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken, aber nicht jede kann auch unbedenklich verschenkt werden. Pünktlich zur Adventszeit hat Öko-Test 20 Puppen getestet – mit verheerendem Ergebnis. Nur acht Produkte konnten überzeugen und gelten als empfehlenswert. Drei Puppen fielen sogar mit einem „ungenügend“ durch. Darunter auch eine Barbie.

Hochgiftig und krebserregend: Diese Puppen fielen im Test durch

Getestet wurden sowohl reine Stoffpuppen, die sogar als geeignet für Babys beworben werden und die klassischen Kunststoff-Modelle. In beiden Kategorien wurden Produkte gefunden, die nicht in Kinderhände geraten sollten.

Das sind die großen Öko-Test-Verlierer, die mit der Testnote „ungenügend“ durchgefallen sind:

  • My First Barbie Malibu
  • Baby Sweetheart zum Baden
  • Heless Puppe Lili

Giftige Puppenkleidung

Bei diesen Modellen wurden hochgiftige Gehalte an löslichem Antimon gefunden. Besonders die Kleidung der Puppen ist belastet, denn Antimon wird für die Produktion von Polyester benutzt. Das Fatale: Antimon-Bestandteile können sich daraus lösen und beim Spielen über die Haut oder Atemluft von den Kindern aufgenommen werden.

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Malibu-Barbie potenziell krebserregend

In der „My First Barbie Malibu“ wurde zudem die Verbindung Naphthalin nachgewiesen. Diese steht laut Europäischer Chemikalienagentur im Verdacht, krebserregend zu sein. Zudem kann es zu Reizungen der Augen und Haut kommen. „[…] in Kinderspielzeug hat sie in unseren Augen nichts verloren“, schreibt Öko-Test zu dem Ergebnis.

Erstickungs-Risiko: Puppen-Zubehör weist Sicherheitsmängel auf

Das Zubehör kann ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellen, insbesondere bei Kunststoffpuppen. Im Test zeigte sich, dass der mitgelieferte Schnuller der Puppe „Baby Sweetheart zum Baden“ lebensgefährlich sein kann. Diese löste sich und wurde als verschluckbares Kleinteil eingestuft. Bei kleinen Kindern könnte das im schlimmsten Fall zu Erstickung führen.

Öko-Test hat daher den Fokus auf diese Kriterien gelegt:

  • Gibt es lösliche Kleinteile, die verschluckt werden könnten?
  • Könnten die Nähte sich öffnen und die Kinder beim Spielen an das Füllmaterial gelangen?
  • Wie leicht gelangen Kinder an die Etiketten?
  • Sind die Puppen leicht entflammbar?
  • Treten bei Kontakt mit Speichel und Schweiß Farbstoffe aus?

Welche potenziell gefährlichen Spielzeuge eine Kinderärztin am liebsten verbieten würde, erklärt sie hier.

Quellen