Bookmark

Krieg in der Ukraine: Wie kann ich Kindern und Familien helfen?

Mädchen hält Herz mit Ukraine-Flagge
Wie kann ich helfen?
© Bigstock/ Danivet

Die Situation in der Ukraine belastet uns alle sehr – tagtäglich sehen wir bedrückende Bilder. Du willst nicht tatenlos zuschauen: Das kannst du tun, um betroffenen Familien und Kindern zu helfen.

In den frühen Morgenstunden des 24. Februars 2022 griff Russland die Ukraine an – ein Krieg beginnt. Millionen von Menschen, darunter mehr als 7,5 Millionen Kinder, benötigen Hilfe. Sie leben mit der ständigen Angst vor Angriffen, müssen ihre Häuser, ihre Heimat verlassen und sind auf der Flucht. Sie brauchen Verpflegung, Hilfstransporte, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung.

Doch wie können wir von hieraus helfen?

Hilfswerke unterstützen und Spenden

Schon kurze Zeit nach dem Beginn des Ukraine-Konflikts wurden Hilfsorganisationen wie die Caritas, Unicef oder die Malteser aktiv. Sie helfen betroffenen und geflüchteten Familien und Kindern. Diese Organisationen sind auf Geldspenden angewiesen!

Wichtig: Nur an vertrauenswürdige Organisationen spenden

Manche Menschen nutzen die Hilfsbereitschaft anderer in Ausnahmesituationen gerne aus. Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs gibt es viele verschiedene Organisationen und Personen, die Spenden sammeln. Damit du aber sichergehen kannst, dass deine Spende auch wirklich bei den Personen ankommt, die du unterstützen willst, solltest du nur an vertrauenswürdige Organisationen spenden.

Hierzu gehören zum Beispiel offizielle Hilfswerke. Lies dir am besten genau die Homepage der Organisation durch, bevor du spendest. Kommt dir etwas komisch vor, dann such dir lieber eine andere.

Spenden: Was? Wo? Wie?

Es gibt aktuell viele verschiedene Spendenorganisationen – einige davon helfen speziell Familien und Kindern in Not. Hier ein Überblick für dich:

UNICEF

UNICEF hat in mehreren Nachbarländern sogenannte „Blue Dot“-Anlaufstellen eingerichtet.

„Geflüchtete Familien erhalten dort Unterstützung und Informationen. Kinder können sich erholen und spielen. Geschulte Mitarbeiter*innen helfen ihnen, die Erlebnisse zu verarbeiten.“

Du kannst hier auf unterschiedliche Weise durch eine Spende helfen:

  • Klassische Geldspende – spende einen Betrag deiner Wahl an UNICEF
  • Hilfsgüter Spenden – hier kannst du dir ein Hilfsgut aussuchen (zum Beispiel ein Babybett oder Schulutensilien) und für dieses Hilfsgut bezahlen. Es wird dann in deinem Namen an Kinder in Not geschickt.
  • Patenschaft übernehmen – bei einer Patenschaft spendest du regelmäßig (monatlich) einen von dir gewählten Beitrag und unterstützt so Kinder in Not.

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00
BIC: BFSWDE33XXX

Ausführliche Informationen findest du auch auf der Webseite von UNICEF unter https://www.unicef.de/start/

SOS-Kinderdörfer

Die humanitäre Hilfe der SOS-Kinderdörfer beinhaltet unter anderem:

  • medizinische Versorgung
  • Transport in sichere Gebiete
  • Verpflegung, Hygieneartikel, Decken
  • psychologische Hilfen
  • Unterbringung in Unterkünften

Die SOS-Kinderdörfer kannst du durch eine Spende (einmalig oder monatlich) unterstützen – hier geht es zur Spendenseite.

Spendenkonto:

IBAN: DE81 4306 0967 2222 2000 05 (GLS Gemeinschaftsbank)
Stichwort: „Humanitäre Hilfe Ukraine“

„Schon 45 Euro versorgen ein Baby einen Monat lang mit Windeln.“

Informieren kannst du dich auch auf der Webseite der SOS-Kinderdörfer unter https://www.sos-kinderdoerfer.de/

Caritas

Mitarbeiter und Freiwillige bei der Caritas kümmern sich Tag und Nacht um Menschen aus der Ukraine. Durch eine Spende kannst du sie unterstützen.

Es gibt mehrere Optionen, wie du an die Caritas spenden kannst:

  • Klassische Geldspende – spende einmalig oder regelmäßig einen selbstgewählten Beitrag.
  • Hilfspakete – hier kannst du auswählen, wofür deine Spende genutzt werden soll. Zum Beispiel für geflüchtete Familien mit Babys oder, damit Kinder in der Ukraine einen sicheren Raum zum Spielen haben.

Spendenkonto:

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

Informiere dich auch auf der Webseite der Caritas unter https://www.caritas.de/startseite

Sternsinger

Kennst du sie noch: die Sternsinger? Jedes Jahr ziehen Millionen Kinder durch die Straßen und sammeln Spenden für Hilfsprojekte. Auch wenn die „Sternsinger-Saison“ quasi vorbei ist, helfen Sternsinger-Partner geflüchteten Familien. Sie bieten unter anderem Übernachtungsmöglichkeiten, medizinische Hilfe und psychologische Hilfe.

Besonders der Partner „Optima Fine“, eine karitative Organisation der Diözese Chişinău, unterstützt Familien in Not:

„[Der Partner bietet] besonders Schwangeren und Müttern mit ihren Kindern sowie besonders bedürftigen und traumatisierten Flüchtlingsfamilien eine dauerhafte und sichere Unterkunft und schenkt ihnen Geborgenheit.“

Durch eine Spende (einmalig oder regelmäßig) kannst du hier direkt helfen. Hier geht es zur Spendenseite.

Spendenkonto:

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ e.V.
IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31
BIC: GENODED1PAX
Pax-Bank eG

Mehr Informationen findest du auch auf der Webseite der Sternsinger e.V. unter https://www.sternsinger.de/

Andere Spendenorganisationen

Es gibt natürlich noch viele weitere Spendenorganisationen:

Kann ich Sachspenden abgeben?

Geflüchtete Familien und Kinder brauchen doch sicherlich auch Kleidung – und vielleicht hast du ja sogar noch Klamotten deiner Kinder, die ihnen sowieso nicht mehr passen. Warum diese also nicht spenden?

Tatsächlich nehmen die meisten Hilfswerke wie Caritas oder UNICEF keine Sachspenden an (oder nur in Ausnahmefällen). Natürlich lohnt es sich aber, bei lokalen Anlaufstellen nachzufragen, ob es hier Bedarf gibt und vor allem für was: Hygieneartikel, nützliche Ausstattung wie Rucksäcke, Schlafsäcke, Decken, Kinderwägen & Co werden häufig dringender gebraucht als Kleidung.

Eine Caritas-Stelle in deiner Nähe findest du zum Beispiel hier.

Falls keine Sachspenden gebraucht werden, kannst du alte Klamotten oder Spielzeug natürlich auch persönlich verkaufen und die Einnahmen dann spenden.

Helfen ohne Geld

Nicht jeder hat genug Geld zum Spenden – du kannst aber auch helfen, ganz ohne Geld.

Zeige Solidarität

Helfen kannst du, indem du Solidarität zeigst und ein Zeichen für die Menschen aus der Ukraine setzt. Zum Beispiel durch Posts auf den sozialen Medien. Das mag sich vielleicht nach nicht viel anhören, es hilft Betroffenen aber viel. Das Wissen, dass sie die Unterstützung von so vielen Menschen haben, kann in dieser traumatischen Zeit sehr aufbauend sein.

Auch die Teilnahme an Veranstaltungen oder Protesten ist eine Option.

Teile Information

Außerdem kannst du Informationen mit deinen Freunden und deiner Familie teilen: Achte hier natürlich darauf, dass die Informationen von einer vertrauenswürdigen Quelle kommen! Auch Spendenlinks kannst du immer teilen.

Spende Zeit

Du kannst gemeinnützige Organisationen auch mit deiner Zeit unterstützen. Frag bei den Organisationen vor Ort nach, ob freiwillige Helfer benötigt werden: Du kannst zum Beispiel helfen, Sachspenden zu sortieren.

Vermittle eine Unterkunft

Täglich kommen neue Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg nach Deutschland. Nur die wenigsten haben Verwandtschaft, bei der sie übernachten können. Hast du den Platz, kannst du selbst ein Zimmer anbieten oder du kannst dabei helfen, eine Unterkunft zu vermitteln.

Du kannst dich zum Beispiel bei #Unterkunft Ukraine registrieren. Die Plattform vermittelt Privatunterkünfte an Menschen auf der Flucht. Dort findest du im FAQ-Bereich auch wichtige rechtliche Informationen dazu.

Starte eine Spendenaktion

Wenn du selbst nichts spenden kannst, kannst du andere zum Spenden anregen. Starte deine eigene Spendenaktion und hilf so aus. Wenn du in der nächsten Zeit Geburtstag hast, kannst du zum Beispiel direkt über Facebook eine Geburtstags-Spendenaktion für ein Hilfsprojekt starten.

Auch über viele Hilfsorganisationen kannst du eine eigene Spendenaktion starten. Hier zum Beispiel bei UNICEF: https://www.unicef.de/spenden/spendenaktionen/kategorien

Sorge dich um andere

Die Bilder aus der Ukraine bedrücken uns alle – hast du Freunde oder Bekannte aus der Ukraine? Sprich mit ihnen und biete ihnen ein offenes Ohr an – das allein ist oft schon Hilfe genug.

Natürlich sind auch Menschen ohne direkten Bezug zur Ukraine durch die Bilder besorgt. Merkst du, dass ein Bekannter sehr bedrückt ist, solltest du diesen natürlich auch ansprechen und ihm helfen.

 

Top