„Darf ich das googeln, Papa?“: Unser Nachwuchs und das Internet

„Darf ich das googeln, Papa?“: Unser Nachwuchs und das Internet

Ab einem gewissen Alter kann man seine Kinder nicht mehr vom Internet fernhalten. Wie das im Hause Kirschbaum aussieht und warum seine Kinder das Internet verwenden dürfen, erzählt Papa Markus.

Kind spielt an einem Tablet
Ab einem gewissen Alter kann man seine Kinder nicht mehr von der Technik fernhalten - aber wie lehrt man den richtigen Umgang mit den neuen Medien? © Unsplash / Annie Spratt

Unreflektierter Umgang mit neuen Medien ist out!

Kennt ihr diesen schrecklichen Anblick von Kleinstkindern im Buggy mit dem Smartphone in der Hand? Zum Schweigen gebracht mit fragwürdigen Youtube-Videos? Beim Shoppen, im Supermarkt oder im Restaurant – man begegnet ihnen überall! Ein recht unheimlicher und zudem fragwürdiger Anblick, wie ich finde. Uns war immer klar, dass wir sowas für unsere Kinder nicht wollen.

Was ist mit „sowas“ gemeint? Nun ja, ein unreflektierter Umgang mit neuen Medien und technischem Schnickschnack, würde ich sagen. Kinder, die mit fünf Jahren auf der Konsole zocken, mit sieben Jahren ihr eigenes Smartphone besitzen und sich mit zehn Jahren ohne Filter im WWW herumtreiben. Ich gebe gerne zu, dass ich in dieser Beziehung ausgesprochen oldschool unterwegs bin.

Smartphone, Internet und Co? Alles zu seiner Zeit…

Aber natürlich wäre es blauäugig, anzunehmen, dass unser Nachwuchs immun gegen jede Technik ist. Schließlich sehen sie Mama und Papa am Laptop tippen und das Internet ist für sie ebenso keine unbekannte Sache aus einer völlig fremden Welt.

Meine Devise dabei: Alles zu seiner Zeit! Und der richtige Zeitpunkt ist frühestens dann gekommen, wenn das Kind danach fragt. Zumindest ist das meine Meinung! Und ich persönlich glaube ja nicht, dass die vor dem Smartphone geparkten Babys danach gefragt haben…

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Computer für Kinder? Kein Buch mit sieben Siegeln…

Als unser damals Sechsjähriger also zum ersten Mal reges Interesse am Textverarbeitungsprogramm von Mama und Papa gezeigt hat, habe ich es ihm erklärt. Und ich muss zugeben: Ich bin beeindruckt, wie gut und selbstverständlich sich Kinder in der komplexen Welt der Technik zurechtfinden. Mein Zwerg war innerhalb kürzester Zeit Profi des Schreibprogramms – und nutzt es für die tollsten Sachen, wie zum Beispiel um eigene Geschichten abzutippen und sie zu speichern. Richtig Spaß macht ihm das – und solche kreativen Entwicklungen wollen wir natürlich födern!

Kinder und Internet: Fluch und Segen zugleich!

Auch das Internet ist natürlich kein Geheimnis. Vor allem Youtube und Google sind den Kindern spätestens nach Schuleintritt ein Begriff. Und schlecht sind die beiden Seiten nicht, immerhin findet man dort kleine nette Videosequenzen und Antworten auf die vielen Kinderfragen, die Mama und Papa irgendwann nicht mehr aus dem Stegreif beantworten können.

Darf ich das gooooogeln…????

Trotzdem lässt mich ein frohgemutes: „Papaaa? Darf ich das schnell googeln?“ aus dem Mund meines gerade Achtjährigen nicht ganz kalt. Großartig natürlich, dass es diese Möglichkeit gibt, sich Wissen anzueignen. In meiner eigenen Kindheit musste man dazu noch dicke Lexika wälzen. Fortschritt ist durchaus etwas Tolles. Fein also, dass pfiffige und wissbegierige Kinder davon profitieren können.

Aber wir Erwachsenen sind uns eben auch der Schattenseiten des WWW bewusst. Jener Internetseiten nämlich, die alles andere als kindgerecht sind und den Nachwuchs rückwirkend sogar traumatisieren können.

Surfen im Netz? Nur mit Mama und Papa gemeinsam

Deshalb ist bei uns zuhause klar: Internet ja, aber nur mit Mama oder Papa gemeinsam! Das klappt bisher noch ganz gut. Dabei vermitteln wir dem Großen (die Kleine interessiert es noch kaum) nebenbei, dass nicht alles „gut“ ist, was im Netz zu finden ist und dass es hier zu differenzieren gilt. Wie im echten Leben eben auch…