Zum ersten Mal Papa: Meine vielen kleinen "ersten Male"

Zum ersten Mal Papa: Meine vielen kleinen „ersten Male“

Der Nachwuchs stellt das Leben völlig auf den Kopf und plötzlich ist nichts mehr so wie es früher einmal war. Stattdessen gibt es unzählige Momente, die zelebriert, erwartet, befürchtet und ob ihrer Einmaligkeit erinnert werden möchten. Papa Markus Kirschbaum plaudert aus dem Nähkästchen und lässt an seinen ganz persönlichen „ersten Male als Papa“ teilhaben.

VAter und Tochter sitzen auf einem Steg
Die Magie der "ersten Male" ist für Eltern immer ein ganz besonderer Moment. Daran ändert sich auch nicht, wenn die Kinder größer werden. © Unsplash / Caleb Jones

Das erste Mal wickeln

Unter uns gesagt: Wie das bei wahrscheinlich vielen Vätern der Fall ist, war meine größte Sorge vor Ankunft des ersten Sprösslings: Wie zum Geier werde ich das mit dem Wickeln auf die Reihe bekommen? Und dann lag er da, der kleine Zwerg, und das erste Windelwechseln war fällig! Da stand ich nun, die Windel in der Linken, die Feuchttücher in der Rechten und das wickelbedürftige Würmchen direkt vor mir. Also Augen zu, tief Luft geholt und …

… Was soll ich sagen? Es war einfacher als erwartet und gar nicht so eklig wie befürchtet (Ok, manches Mal schon…!!). Bereits am zweiten Tag war die Sache mit der Windel Routine. Dass die Wickelzeiten bei uns Vergangenheit sind, betrübt mich aber dennoch nicht!

Der erste Schritt

Sobald die Knirpse durch die Gegend düsen und überall drauf und dran sind (vor allem dort, wo sie nicht sollen), kann man sich kaum mehr vorstellen, dass das jemals anders war. Doch welcher Elternteil erinnert sich nicht an den so herbeigesehnten ersten Schritt? Wenn sich die kleinen Räuber unbeholfen vom Vierfüßler in den halbwegs sicheren Stand manövrieren und vorsichtig die ersten Wackelschrittchen wagen, ist man so stolz auf sie, als hätten sie gerade einen Marathon absolviert. Eines ist also absolut klar: Der erste Schritt der kleinen Großen bleibt Mama und Papa auf ewig im Gedächtnis!

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Die erste schlimme Verletzung

Hand in Hand mit dem Mobilwerden unseres Nachwuchses, hielten sie Einzug im Hause Kirschbaum: gröbere Verletzungen! Ich weiß es noch ganz genau: Als Sohnemann das erste Mal mit einer bösen Schürfwunde vor mir stand, ist mir vor Schreck das Herz in die Hose gerutscht. Literweise Blut schien über sein sonst so makelloses Bein zu laufen.

Ich dachte, er würde wahrscheinlich eine Transfusion brauchen, zumindest aber einen Krankenwagen – tatsächlich brauchte er nur ein wenig Desinfektionsspray und ein Pflaster. Heute – viele, viele Verletzungen und so manchen Besuch in der Unfallambulanz später – sehe ich aufgeschlagenen Knien und blauen Flecken übrigens deutlich gelassener entgegen!

Der erste Schultag

Gerade gestern noch hielt ich ihn nach seiner Geburt staunend im Arm, nun stand er da und grinste in die Kamera (drei Zahnlücken inklusive). Seine prall gefüllte Schultüte hielt er fest umklammert. Wo bitte waren die vergangenen sechs Jahre hin? Als der kleine Abc-Schütze kein bisschen schüchtern hinter der Tür zum Klassenzimmer verschwand, platzte ich fast vor Stolz. Und schon heute freue ich mich auf den ersten Schultag meiner Tochter im Herbst!