Ein Papa regt sich auf: „Väter, legt endlich eure Handys weg!“

Ein Papa regt sich auf: „Väter, legt endlich eure Handys weg!“

Was machen viele Väter im Urlaub? Viel zu viel am Handy rumspielen, findet unser Autor und Papa von drei Kindern. Er hat eine klare Botschaft an andere Väter…

Vater schaut auf sein Handy während er sein Baby hält
"Papas, Finger weg vom Handy!" Unser Autor kann Smartphone-Daddies nicht verstehen. © Bigstock / Fizkes

Maulende Kinder und angekaute Brezn – Urlaub ist nicht einfach

Im Urlaub trifft man ja oft eine ganz ähnliche Schicht/Klientel wie man selbst. Zumindest ist das in unserem Familienhotel so, in das wir seit Jahren fahren. Das Hotel soll unerwähnt bleiben, es tut nichts zur Sache. Auf der Fahrt dorthin machen wir, wenn es der Schlafrhythmus der Familie erlaubt, immer Rast an der selben Autobahnraststätte. Dort spielen sich die üblichen Szenen ab, die man als Eltern nur zu gut kennt: Mama und Papa knabbern an den mitgebrachten Butterbroten/Stullen/Brotzeiten, je nach regionaler Herkunft. Die Kinder quengeln, weil sie a) zu müde zum Spielen sind, b) eine Cola wollen oder c) überhaupt nicht zur Toilette müssen. Busladungen von Rentnern machen das Essenkaufen noch mehr zum Geduldsspiel.

Freu dich nicht über WLAN sondern über deine Familie!

Und dann gibt es noch die Probleme in den Kleinfamilien, deren Nachwuchs erst ein paar Monate alt ist. #firstchildproblems nenne ich sie. Die Fahrt scheint sich nicht so wirklich von den Fahrten zu unterscheiden, als Mann und Frau noch ein kinderloses Paar waren. Ja, Mini-Van statt Cabrio, klar. Der Nachwuchs brabbelt vielleicht und kleckert, aber er meckert noch nicht. Währenddessen hat Papa die ganze Zeit das Smartphone in der Hand.

Das Kind hat noch keine großen Ansprüche außer Essen, Verdauen und Schlafen. Da kann man doch mal geistig abwesend sein, findest du. Du denkst: Endlich WLAN, nicht mehr nur auf Roaming verlassen, verstehe ich schon. Aber ist das in diesem Moment das Wichtigste, was man tun kann als Papa? Bist du nicht schon abwesend genug vom Familienleben?

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Hand aufs Handy

Vielleicht kannst du ja das Baby füttern, wenigstens in diesen zwei schönsten Wochen im Jahr? Oder wickeln gehen? Oder deiner Frau sagen, dass sie die Reise toll geplant hat? Und dass du dich auch freust?

Die letzten Mails aus dem Büro sind sicher ungeheuer wichtig, und die Status-Updates deiner Freunde auch. Die Jungs sind am See, angeln, zischen ein, zwei Bier, und du hockst hier, wo die Mitte deines Lebens sein sollte. Dann schieb jetzt mal deinen Hinter hier herüber und stelle dich deinem Leben. Sonst lebt es sich ohne dich. Oder soll auf deinem Grabstein stehen: „Er war selten da und den Unterhalt mussten wir auch einklagen“?