„Papa, da ist ein Monster unter meinem Bett!“ - Geisterjagd um Mitternacht

„Papa, da ist ein Monster unter meinem Bett!“ – Geisterjagd um Mitternacht

„Geisterjagd um Mitternacht“ ist kein Horrorfilm, der demnächst in den Kinos anläuft, sondern eine Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen. Aus dem Leben unseres Autors Markus Kirschbaums genau genommen. Die Protagonisten neben dem ewig müden Papa? Seine beiden monstergeplagten Sprösslinge!

Kind hat Angst
"Papa, da ist ein Geist in meinem Schrank!" Als Vater ist man auch Geisterjäger und Monstervernichter. © Bigstock / Lopolo

Ein langer Tag geht zu Ende …

Eventuell kennt ihr das ja auch: Ein anstrengender Tag geht zu Ende, ihr habt euer Bestes gegeben, um die Brut zu versorgen, seid eurer Lohnarbeit nachgegangen, habt den Haushalt geschmissen, ein wenig von dem verlebt, das man „Freizeit“ nennt und gerade seid ihr neben eurer Frau ins Bett gesunken. Ihr gleitet also rüber ins Traumland, denn morgen läutet wieder zeitig der Wecker. Sehr zeitig! So weit, so normal …

Wenn monstergeplagter Nachwuchs auf der Matte steht

Dann plötzlich: Die Dielen knarren, die Tür zum Schlafzimmer quietscht, jemand flüstert! Ein Einbrecher? Ein Bösewicht? Ein betrunkener Nachbar, der sich in der Tür geirrt hat? Mitnichten! Mit einer Wahrscheinlichkeit von satten 100 Prozent stehen Sohn oder Tochter (manchmal auch beide zusammen) bei uns auf der Matte und bibbern: „Da ist ein Monster im Kinderzimmer!“

5 Situationen, die nur schlaflose Mamas und Papas kennen

Am liebsten würde ich dann murmeln: „Monster gibt’s nicht!“, mich umdrehen und weiterschlafen. Leider entspricht das nicht unserem Erziehungskonzept, das da besagt: Ängste werden ernst genommen! Jederzeit! Immer! Auch um Mitternacht! Also was tun?

Klappe die 276te: Monsterjagd um Mitternacht

Also heißt es Zähne zusammenbeißen, aus dem Bett springen (schlaftrunken aus dem Bett taumeln trifft es eher, wenn wir bei den Tatsachen bleiben wollen), Kind(er) schnappen und todesmutig flüstern: „Also das schauen wir uns genauer an! Die können sich warm anziehen, diese Mistdinger!“

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Mit einer extra für diesen Zweck angeschafften „Geister-Monster-Zombie-Aufspür-Taschenlampe“ geht es also dielenknarrend ins Kinderzimmer rüber. Das bunte Licht der Monsterschreck-Lampe leuchtet unter die Betten, unter die Bettdecken, in den Kleiderschrank, in Spielzeugkisten, und hinter den Vorhang. Jedes mögliche Versteck wird doppelt und dreifach durchleuchtet. Manchmal müssen gar Regale verschoben und Kuscheltiere gefilzt werden. Immerhin könnte sich so ein Monsterlein ja wirklich ÜBERALL verstecken.

Die Luft ist rein …

Irgendwann fällt der alles entscheidende Satz: „Die Luft ist rein! Kein Monster zu sehen! Wir haben sie vertrieben, bestimmt haben sie vor Angst längst das Weite gesucht!“ Zufrieden krabbeln die Kinder dann in ihre monsterfreien Betten und auch ich lege mich endlich zur wohlverdienten Ruhe. Ein paar Stunden Schlaf bleiben mir dann noch, bis der Wecker klingelt. Besser als nichts!

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