Wenn du denkst, schlimmer geht nicht mehr, kommt es schlimmer!

Murphy im Familienalltag: Wenn du denkst, schlimmer geht nicht mehr, kommt es schlimmer!

Der amerikanische Ingenieur Edward Murphy soll gesagt haben: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Unser Autor und Papa Markus Kirschbaum musste herausfinden: Im Familienalltag schlägt Murphy mitunter erbarmungslos zu. Wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, darf man sicher sein: Schlimmer geht immer! Hier erzählt er von seinen drei größten Desastern:

Kleines Kind steht im Wald
Schlimmer geht immer - mit Kindern ist Chaos einfach immer vorprogrammiert! © Unsplash / c-ma

# 1: So ein bisschen verschütteter Saft ist gar nicht weiter schlimm

Man nehme: Zwei Kinder, großen Hunger sowie große Ungeduld und gehe mit allen zusammen in ein Restaurant. Die Getränke werden serviert, man ist voller Vorfreude auf die nahende Mahlzeit, da passiert es: Kinderellenbogen vs. Saftglas! Das Glas zieht den Kürzeren und sein beträchtlicher Inhalt ergießt sich in Form eines großen Apfelsaftsees am Tisch. Wer nun denkt, das sei schon schlimmer, der kennt unsere Tochter nicht.

Die nämlich ist vor Schreck vom Sessel gepurzelt und hat sich dabei fatalerweise am Tischtuch festgeklammert. Das Ergebnis: noch mehr verschütteter Saft, tieffliegendes Besteck, zerbrochenes Glas und hysterisch kreischendes Kind. Zum Glück hat außer dem Glas niemand gröbere Verletzungen davongetragen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Restaurant-Mitarbeiter heilfroh waren, als wir wieder abgerauscht sind!

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# 2: Das bisschen Husten …

Wenn ich gerade überhaupt keine Zeit habe, um mit einem kranken Kind zuhause zu bleiben, kann ich mir sicher sein, dass nachts verräterisches Husten aus dem Kinderzimmer dringt. Zuletzt war Sohnemann der virenschleudernde arme Tropf. Ich rede mir also ganz fest ein, dass das nur ein bisschen Husten ist, der sich bis spätestens morgen früh längst verzogen haben wird. Und selbst wenn nicht: Hustet und schnupft nicht ohnehin jedes zweite Kind den Großteil des Jahres in Kindergarten und Schule herum? Da fällt unser Knirps wahrscheinlich gar nicht weiter auf … In dem Moment höre ich es von oben verdächtig krächzen, würgen und platschen, dicht gefolgt von einem schwachen: „Papaaa?“ Flott geht’s also im Laufschritt ins Kinderzimmer, wo sich alles Übel der Welt in Form eines Kindes, das mit glasigen Augen in seinem Erbrochenen sitzt, offenbart. Wer von euch denkt also, Husten wäre schlimm? Falsch! Magen-Darm-Infekt ist ungleich schlimmer! Vor allem, wenn sich der pflegende Papa in Folge ebenfalls ansteckt…

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# 3: Wenn’s mal wieder länger dauert …

Welcher Elternteil kennt das nicht? Beim Aufstehen wird getrödelt, beim Anziehen wird getrödelt, beim Frühstücken wird getrödelt, beim Zähne putzen… Ja, also eigentlich wird immer getrödelt! Weil Kinder eben alles haben, nur keinen Stress. Den haben und machen bloß Eltern! Und weil das eben so ist, wie es ist, wird dann auch noch beim Schuhe anziehen getrödelt.

Und am Weg in den Kindergarten/ in die Schule sowieso! Ganz, ganz dringend muss beim Verabschieden außerdem noch etwas erzählt werden. Oder es sind dicke Krokodilstränen zu trocknen („Papa, ich werde dich heute sooo vermissen! Wirklich! Ganz arg!“). Schlussendlich sind dann noch die Hausschuhe wie vom Erdboden verschluckt. Oder aber ich muss noch gaaanz dringend etwas unterschreiben und 3,50 Euro abgezählt parat haben, weil die heute abzugeben sind. Und ich?

Wenn ich mich dann endlich aus den Klauen der Kinder befreit habe und zur Bushaltestelle um die Ecke flitze, fährt mir der Bus (der nur alle verdammten fünfzehn Minuten kommt) vor der Nase davon. Tja: Willkommen in meinem Alltag! Und: Hallo, Mr. Murphy…!