„Ich liebe es abends mit meiner Tochter zu spielen – Mama mag das nicht!“

„Ich liebe es abends mit meiner Tochter zu spielen – Mama mag das gar nicht!“

Tanzen, Gitarre spielen, herumtoben – unser Autor und Papa Markus Noldes hat viele tollen Ideen, wenn es um die Bespaßung seiner Tochter geht. Allerdings kommt das bei Mama nicht immer gut an. Das hat Konsequenzen…!

Vater trägt Baby in einem Tuch
Wenn Papa mit den Kindern tobt ist an Schlafen nicht mehr zu denken. © Unsplash / Ferenc Horvath

Endlich Feierabend! Obwohl ich von Zuhause aus arbeite, habe ich meist erst gegen frühen Abend wirklich Zeit für meine Tochter. Dann wird alles unternommen, um den kleinen Pinsel möglichst viel und laut zum Lachen zu bringen. Denn seit einigen Wochen wird nicht nur gelächelt, sondern auch immer häufiger laut gelacht. Und dafür würde ich alles tun:

Ihr Lachen ist einfach ansteckend!

Ein Garant: Wild tanzen und meine Haare durch die Luft wirbeln. Das geht hervorragend zu den Klängen von Ska-P und The Blues Brothers. Spätestens nach zehn Minuten habe ich dann mein tägliches Workout absolviert, während Madame lachend in ihrer Wippe sitzt.

Gitarre spielen beigeistert sie

Wildes Herumwackeln ist ebenfalls angesagt, wenn ich zur Gitarre greife. Ich beherrsche zwar nur ein paar Akkorde, aber das stört die kleine Maus zum Glück noch nicht. Nachdem ich etwas gesungen habe, darf meine Tochter dann selbst ran. Die greift schon voller Vorfreude in die Saiten und singt an manchen Tagen sogar mit. Dabei ist sie zuweilen so aufgeregt, dass sie am ganzen Körper zu zittern anfängt.

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Ein zappelndes Kind am Wickeltisch?

Natürlich habe ich noch viele weitere verrückte Ideen, aber irgendwann muss der Zwerg ja auch ins Bett. Das macht unter der Woche fast immer die Mama, da ich oftmals noch etwas Arbeit vor mir habe. Und die Mama ist von meinem Entertainmentprogramm nicht besonders begeistert. Denn das Resultat ist oft ein wild zappelndes Baby auf dem Wickeltisch, dass sich kaum bändigen lässt.

Jetzt dreh sie doch nicht so auf!

Selbst beim abendlichen Fläschchen und im Bett fällt es ihr schwer, ruhig zu werden. „Das hast du ja wieder toll hinbekommen!!“, hallt es dann aus dem Schlafzimmer. Was folgt ist eine, vielleicht nicht ganz aufrichtig gemeinte, Entschuldigung. Doch das hat meine Frau nun leider geblickt. „Wenn du sie das nächste Mal aufdrehst, darfst du sie auch ins Bett bringen“, flüstert sie mir „zärtlich“ ins Ohr, nachdem sie wieder 90 Minuten gebraucht hat, um das Kind zum Schlafen zu bringen.

Ich freue mich schon darauf, meine Kunden zu vertrösten, dass nun einige Aufträge länger brauchen. Denn auf das süße Lachen am Abend möchte ich nicht verzichten.