4 völlig verrückte Situationen, die mir wirklich so passiert sind!

Papa-Diskriminierung: „4 völlig verrückte Situationen, die mir wirklich so passiert sind!“

Unser Autor Markus Kirschbaum kann es kaum glauben: Immer erntet er erstaunte Blicke, wenn er tut, was doch eigentlich völlig normal sein sollte – sich um seine Kinder kümmern! Hier erzählt er von den vier verrücktesten Situationen, die ihm dabei passiert sind…

Vater sitzt mit Tochter auf dem Boden
"Wo ist denn ihre Frau?" Viele trauen Papa nicht zu, alleine auf die Kinder aufpassen zu können. Unser Autor erzählt, was ihm schon alles passiert ist. © Bigstock / Evgeny Atamanenko

Ein Mann, der ALLEINE auf Kinder aufpasst?!!

Scheint so, als hätte es sich fest in den Köpfen der Gesellschaft eingebrannt: Kinderaufzucht = Frauensache! Vor allem, als mein Sohn und meine Tochter noch Frischlinge waren, fielen diese Blicke – je nach Situation – gerne argwöhnisch, besorgt, belustigt oder gar entsetzt aus. Ein Mann? Mit zwei so kleinen Kindern? MUTTERseelenallein? Da stimmt doch etwas nicht! Und wenn den Blicken Worte folgten, wurde es oftmals so richtig skurril! Hier meine Top 4 der irrwitzigsten Situationen aus diesen Jahren:

# 1 Aber deine Frau ist doch in Karenz?!

Ich saß mit Freunden in gemütlicher Runde zusammen, plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen (also aus dem Alltag mit einem kleinen Zwerg und einem noch viel kleineren) und berichtete dabei, was man halt alles so anstellt, mit dem lieben Nachwuchs. Es folgen verwirrte Blicke, begleitet von einem verwunderten: „Aber deine Frau ist doch in Karenz (Anmerkung der Redaktion: Elternzeit)?!“ Ach ja, ich vergaß: Solange meine Frau in Karenz ist, halte ich besser Abstand von unseren Kindern. Sicher ist sicher! Nicht, dass sie mich hinterher noch erkennen!

# 2 Na, Sie sind aber ein braver Mann!

Man(n) nehme: Ein Kleinkind, einen Fast-noch-Säugling und einen Einkaufswagen und manövriere alles zusammen halbwegs geschickt durch einen Supermarkt. Was wollen wir wetten, älteren Damen klappt bei diesem Anblick die Kinnlade runter? Auf jeden Fall lassen sich die Situationen, in denen mir wildfremde Omas attestiert haben, wie brav ich doch sei, garantiert an mehr als zwei Händen abzählen! Meiner Frau hat in ähnlicher Konstellation übrigens niemals jemand versichert, wie brav sie ist. Irgendwas macht sie falsch, fürchte ich …

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# 3 Und deine Frau erlaubt das?

Was braucht es für eine gute Zeit? Super Wetter, einen tollen Spielplatz und Wasser! Viel Wasser! Meine zwei nassen, mit Sand panierten Kinder flitzten fröhlich durch die Gegend. Zugegeben, ein wenig unansehnlich vielleicht, aber glücklich. Das ist es doch, was zählt, oder? Nichts und niemand trübte die feuchtfröhliche Stimmung. Bis diese überaus schick gekleidete Mama naserümpfend bemerkte: „Und deine Frau erlaubt das?“. Für einen Moment war ich sprachlos. Dann habe ich aber die Stimme gesenkt und ihr verschwörerisch zugeflüstert: „Erzähl’s nicht weiter, aber wir haben sie gar nicht gefragt!“

#4 Also mein Mann hätte das nicht gemacht!

Wir waren gerade im Park, da musste eine frische Windel her. Und das schnell! Töchterlein liegt also im Gras und ich tausche alt gegen neu, als zwei Damen des Weges kommen. In dem Zusammenhang fällt der bedeutungsschwere Satz: „Also mein Mann hätte sowas nie gemacht!“ Und bis heute frag ich mich: Hätte der besagte Mann sein Kind denn tatsächlich im eigenen Dreck liegen lassen?