„3 Sätze, die ich als Papa nie sagen wollte!“

„3 Sätze, die ich als Papa nie sagen wollte!“

Im finstersten Winkel der Erinnerung liegen sie begraben: Jene Sätze, die einem in der Kindheit die Zornes- beziehungsweise Schamesröte (je nachdem) ins Gesicht getrieben haben und von denen man sich geschworen hat, dass die eigenen Kinder sie NIEMALS zu hören bekommen. Hier erzählt unser Autor Markus Kirschbaum, bei welchen Sätzen er sich doch erwischt hat…

Vater trägt Sohn auf den Schultern
"Ich werde der coolste Vater der Welt!" Tja, und dann hört man sich die selben Sätze wie die eigenen Eltern schreien... © Bigstock / IndigoLT

#1: „Nicht so hoch, du tust dir noch weh!“

Wer kann sich nicht daran erinnern? Als Räuberhauptmann kletterte man in die höchsten Wipfel des Geheimquartiers, da erklang von unten eine bange Stimme: „Nicht so hoch, Bub! Du tust dir noch weh!“ Ich habe mir damals geschworen: Niemals würde ich meine eigenen Räuberhauptmänner derart bloßstellen, das war beschlossene Sache!

 

Tja, und dann bekam ich meine beiden Augensterne… Und was brüllte ich ihnen letztens quer über den Spielplatz zu, als sie gerade in gefühlten 30 Metern Höhe am Klettergerüst waghalsige Kunststücke vollführten, als wären sie Katzen mit nicht weniger als sieben Leben im Gepäck? JA, GENAU! (Und ich schäme mich dafür nur ein bisschen!)

#2: „Bub, zieh deine Strumpfhose an!“

An einen Satz aus meiner eigenen Kindheit mit mehr Schamesröten-Potential kann ich mich überhaupt nicht erinnern! Es gibt nur zwei Jungs, die sich ohne Spott und Schande in Strumpfhosen blicken lassen dürfen: Superman und Robin Hood! Kam meine (eigentlich ja heißgeliebte) Mama mit den unförmigen, kratzigen Dingern angewackelt, war ich eine Staubwolke! NIEMALS würde ich meinem Buben der Zukunft in solch lächerlichen Dinger stecken, da war ich sicher.

Und was streckte ich dem Wirbelwind vor kurzem entgegen, als die Temperatur unter Null fiel? Bingo! Seufz … (Wobei man zu meiner Ehrenrettung sagen muss, dass die samtweichen Strumpfhosen von heute kein Vergleich zu damals sind!)

 

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#3 „Ich meine es doch nur gut!“

Erinnert ihr euch? Eure Eltern haben bedeutsame Träume wie Seifenblasen platzen lassen, euer Leben lag in Trümmern und dann kam er, der zentnerschwere Satz: „Ich meine es doch nur gut!“ (Wenn DAS gut ist, was ist dann schlecht??) Also meine Sprösslinge würden diesen Satz bestimmt niemals zu hören bekommen, das stand fest!

 

Und was kam zuletzt, in einem unbedachten Moment, über meine Lippen? Ähm ja, genau … (Es ging darum, dass stundenlanges Fernsehen tatsächlich nicht so gut ist. Und das habe ich ja wohl wirklich einfach nur gut gemeint!)

Tja, so ist das wohl mit den guten Vorsätzen…

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