Warum sich viele Väter im ersten Jahr nach der Geburt nutzlos fühlen

Warum sich viele Väter im ersten Jahr nach der Geburt nutzlos fühlen

Zwar haben Väter neun Monate Zeit, sich auf die Geburt ihres Kindes vorzubereiten. Doch oft fühlen sie sich, wenn das Baby dann wirklich auf der Welt ist, von der Situation überfordert und irgendwie nutzlos. Aber warum ist das so?

Ein Vater geht mit seinem Kind spazieren.
Die Bindung zwischen Vater und Kind wird früh geprägt.

Auch Väter plagen Selbstzweifel. Bin ich ein guter Vater? Mache ich alles richtig? Es gibt viel, was man falsch machen kann, das stimmt, aber keine Sorge: Kein Mann, der zum ersten Mal Vater geworden ist, hat von Anfang an alles richtiggemacht. Da kann man noch so viele Ratgeber lesen, man wird am Anfang trotzdem Fehler machen, aber auch aus ihnen lernen.

 

Wenn die Hormone verrücktspielen

Darby Saxbe, Psychologie-Professorin an der University of Southern California sagt, dass es völlig normal sei, dass Männer im ersten Jahr überfordert seien. Sie begründet es mit dem Testosteron-Einbruch kurz nach der Geburt, der bei Männern dazu führt, dass sie emotional instabil werden. Schwankungen des Testosteronspiegels seien im Laufe des Lebens vollkommen normal. Saxbe untersuchte den Zusammenhang zwischen den hormonellen Schwankungen, die auch mit Depressionen in Verbindung gebracht werden, und deren Auswirkungen auf Beziehung und Elternzeit. Sie fand heraus, dass nicht nur Frauen an postnatalen Depressionen erkranken können, auch Männer sind davon betroffen. Sie sind mit ihrer Rolle als Vater überfordert und fühlen sich nicht in der Lage, ihre Frau richtig unterstützen zu können.

Was sind die Aufgaben als Vater?

Natürlich sind Väter nicht in der Lage ihrem Kind die Brust zu geben, aber es gibt viele andere Aufgaben, die ein Vater übernehmen kann, um die Vater-Kind Bindung zu stärken. Windeln wechseln, die Flasche geben und füttern sind nur einige davon. Väter sollten ihren Partnerinnen das Gefühl geben, mit der Pflege ihres Kindes nicht allein zu sein. So helfen sie nicht nur ihrer Partnerin, sondern auch sich selbst aus der Spirale der Nutzlosigkeit heraus und können ihrem Alltag wieder einen Sinn geben.

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Tipps für das erste Jahr als Papa

  • Auch als Vater Elternzeit nehmen. Die ersten vier Wochen als Familie zusammen zu Hause bleiben. So kann das Kind von Anfang an eine enge Bindung zu beiden Elternteilen aufbauen.
  • Unterstütze deine Frau so gut es geht, das tut auch eurer Partnerschaft gut.
  • Zeit für den Partner nehmen. Lasst trotz Kind die Beziehung nicht zu kurz kommen.
  • Inniger Körperkontakt mit dem Baby fördert eine gute Vater-Kind Bindung.
  • Gelassen bleiben. Fehler sind dazu da um gemacht zu werden.

Und glaubt uns, auch wenn ihr nicht alle Tipps befolgt, die in vielen Ratgebern stehen ist das nicht all zu schlimm. Ihr macht das bestimmt alles Richtig.

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