Zwillinge, die auf Ziegen starren: Ein Papa geht in den Zoo

Zwillinge, die auf Ziegen starren: Ein Papa geht mit seinen Jungs in den Zoo

Im Urlaub wollten unser Autor Thomas Breves und seine Freundin ihren Zwillingen etwas ganz besonderes bieten: Wilde Tierwelten, die die Kinder zum Staunen bringen sollten. Die tatsächlichen Höhepunkte fielen allerdings ganz anders aus, als die beiden sich das vorgestellt hatten…

Junge streichelt eine Ziege in einem Zoo
Elefanten, Zebras, Löwen? Für Thomas Breves Jungs waren die Ziegen der wahre Star im Zoo. © Bigstock / Nata Zhekova

Kinder wollen etwas erleben. Das zumindest denke ich mir immer wieder, wenn ich sehe, wie unsere Jungs auf Entdeckungstour gehen, mit ihren neuen Laufrädern üben oder den Weg auf die Rutsche im Garten eben nicht über die kleine Plastiktreppe versuchen. So lag es dann auch in unserem Kurzurlaub nahe, dass wir einen Ausflug machen. Der Erlebnis-Zoo in Hannover war das erklärte Ziel von meiner Freundin und mir. Elefanten, Löwen, Eisbären – wenn das nicht für große Augen und offene Kindermünder sorgt, was denn dann bitte schön?

Staunen bei Zebras? Nö! Die einheimischen Enten sind viiiel spannender…

Nachdem wir den Eingang hinter uns gelassen hatten, schipperten wir mit einer kleinen Bootstour über das Wasser, vorbei an Zebras, Giraffen und Nilpferden. Toll – für meine Freundin und mich. Die Jungs interessierten sich eher für die einheimischen Enten, die gemächlich am Boot vorbei paddelten oder im Nest brütend müde ein Auge öffneten. Egal, sie blieben wider Erwarten ruhig sitzen und genossen sichtlich das Treiben. Ein guter Einstieg.

Doch der eigentliche Höhepunkt: Ziegen!

Der Weg führte uns weiter und schon nach wenigen Metern sollten wir zum ersten Höhepunkt für die Zwillinge kommen: Ziegen. Die kennen sie nämlich schon aus anderen kleinen Tierparks. Ziegen kann man streicheln und füttern – super! Im Nachhinein betrachtet hätte das für die beiden schon fast gereicht. Wir hätten nur immer weiter Tierfutter kaufen müssen. Ziegen sind unersättlich und daran hatten die Jungs sichtlich Freude.

Video-Empfehlung

Selbst der Tumult, der bei den Paarhufern ausbricht, wenn sie sehen, dass jemand mit einem Päckchen Futter das Streichelgehege betritt, schockte die beiden nicht. Inmitten der wilden Horde reckten sich uns immer wieder ein paar kleine Hände entgegen, die Tierfutter forderten. Nach gefühlten zwei Stunden Ziegenfüttern und -streicheln konnten wir die beiden doch irgendwie loseisen. Vielleicht war es auch die Aussicht auf Eiscreme. Bestechung funktioniert auch schon bei Zweijährigen.

Ziegenfüttern macht müde. Und während die Jungs langsam im Croozer einnickten, hatten auch Mama und Papa endlich wieder Gelegenheit, in Ruhe die Anlagen im Zoo zu genießen. Wir sind dann etwas essen gegangen. Das in Ruhe tun zu können, ist eine Wohltat.

Elefanten MÜSSEN doch begeistern – doch es war etwas anderes, das faszinierte…

Pünktlich bei den Eisbären waren die Jungs wieder am Start. Zweiter Höhepunkt, ganz klar. Da war er dann auch: der offene Mund. Meine Freundin und ich gaben uns ein zufriedenes High-Five: Plan aufgegangen. Die Elefanten allerdings – und auf die hätte ich einiges gesetzt! – waren gänzlich uninteressant. Denn am Dschungelpalast der Rüsseltiere gab es etwas viel Spannenderes: Mehrere Brunnen!! Und da war es um die Jungs und die trockenen Klamotten geschehen…

Fazit: Noch reichen wohl Wasser und Ziegen aus, um einen kompletten Tag zum Erlebnis werden zu lassen. Aber der Zoo wird uns wiedersehen. Und dann werden die anderen Tiere bestimmt nicht nur Mama und Papa begeistern.