10. SSW: So kommst du durch die schwierige 10. Schwangerschaftswoche

10. SSW: So kommst du durch die schwierige 10. Schwangerschaftswoche

In der 10. SSW vollzieht dein Baby den Wechsel vom Embryo zum Fötus. Damit ist die 10. Schwangerschaftswoche für Mutter und Kind eine besondere Herausforderung: Lies hier, welche Beschwerden diese Woche auf dich zukommen, wie sich dein Kind entwickelt und wie du das Risiko einer Frühgeburt verringern kannst.

Nicht viel Zeit? Dann schau dir die wichtigsten Infos zur 10. SSW in der Videozusammenfassung an:

Das erwartet dich und dein Baby in der 10. SSW

Dein Körper in der 10. SSW

Zu Beginn der 10. Schwangerschaftswoche (9 +0 bis 9 +6 SSW) sind es noch 31 Wochen beziehungsweise 217 Tage bis zum Entbindungstermin (ET).

10. SSW: Bauch

Dein Uterus ist jetzt etwa größer als ein Tennisball und dein kleiner Bauch wird nun wahrscheinlich immer sichtbarer – zumindest für dich. Bauchbänder und Hosenerweiterungen können dir helfen, die Anschaffung von Umstandskleidung noch etwas hinauszuzögern. Doch bald wird dein Bauch immmer mehr wachsen – wenn du wissen willst, wie sich dein Bauch im Laufe der Schwangerschaft noch entwicklen wird, schau dir dieses süße Zeitraffer Video einer Mama an, die jeden Tag ein Foto von sich und ihrem Babybauch gemacht hat:

9 Monate in 1.000 Bildern: Wie wird mein Bauch aussehen?

Pränatale Untersuchung in der 10. SSW

Die erste Vorsorgeuntersuchung findet zwischen der 9. und 12. SSW statt. Neben der Ultraschall-Untersuchung wird dir dein Frauenarzt vielleicht weitere Untersuchungen anbieten, um Fehlbildungen und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Solche Untersuchungen durchführen zu lassen, ist eine sehr persönliche Entscheidung und muss von beiden Partnern gemeinsam getragen werden. Sprecht dabei nicht nur über die Untersuchungen selbst und deren Risiken und Kosten, sondern überlegt auch, welche Konsequenz ihr ziehen wollt, wenn schwere Fehlentwicklungen vorliegen. Wiegt dann Untersuchungsrisiken und Nutzen ab.

Bei Pränatalen Untersuchungen unterscheidet man zwischen invasiven und nicht-invasiven Verfahren. Zu den nicht-invasiven Untersuchungen zählt u.a. die Ultraschalluntersuchung. Von Invasiv (eindringend) spricht man z.B. bei der  Fruchtwasseruntersuchung.

10. SSW: Schwangerschaftsbeschwerden

In diesem frühen Stadium deiner Schwangerschaft musst du dich wahrscheinlich noch an einige der typischen Schwangerschaftsbeschwerden gewöhnen. Lies hier, welche Beschwerden in der 10. Schwangerschaftswoche ganz normal sind und bei welchen du lieber einen Arzt aufsuchen solltest:

10. SSW: Ziehen im Unterleib – Dehnung der Mutterbänder

Vielleicht fühlst du schon seit einiger Zeit oder auch erst jetzt in der 10. SSW ein Ziehen im Unterleib, das teilweise auch stechend schmerzen kann. Es fühlt sich vielleicht ein wenig an wie ein Regelschmerz, aber es handelt sich dabei für gewöhnlich um die Mutterbänder, die sich lockern und dehnen. Sie verlaufen von der Gebärmutter über das Becken bis hin zur Scheide und sind die Muskeln, die deine Gebärmutter stützen. Je mehr die Gebärmutter wächst, desto mehr werden die Mutterbänder gedehnt und dies kann Schmerzen verursachen. Viele Frauen spüren es erst ab Mitte der Schwangerschaft, manche aber auch schon deutlich früher. Sollten zu diesen Schmerzen aber auch Symptome wie Fieber, Ausfluss oder sogar Blutungen hinzu kommen, sind dies Hinweise auf andere Ursachen und du solltest unbedingt eine ärztliche Abklärung veranlassen.

Kurzatmigkeit während der Schwangerschaft

Dein Körper passt sich zwar um die 10. SSW so langsam an die Umstellung und das erhöhte Blutvolumen an, aber mit Kurzatmigkeit wirst du in den kommenden Schwangerschaftswochen noch etwas mehr zu kämpfen haben. Durch den wachsenden Bauch werden die Organe weiter nach oben geschoben und durch das Hormon Progesteron steigt das Atemvolumen und ein erhöhter Sauerstoffbedarf macht sich bemerkbar. Diese Kurzatmigkeit kann bei Erstgebärenden bis zur 35. SSW andauern, bis das Baby langsam nach unten ins Becken sinkt. Doch solange du nicht unter intensiver Atemnot, Brustschmerzen und starken Schwindelgefühl leidest, muss dir die Kurzatmigkeit beim Treppensteigen und Reden keine Sorgen bereiten. Solltest du dennoch unsicher sein, sprich mit deinem Arzt.

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Depressionen in der Schwangerschaft

Stimmungsschwankungen gehören zu einer Schwangerschaft dazu und werden von den Hormonen verursacht. Höhen und Tiefen wechseln sich ab und vielleicht fällt es dir in den ersten Wochen schwer, das kleine Wesen in dir als Person zu betrachten. Sollte allerdings das Gefühl der Traurigkeit oder auch Ablehnung mehr als zwei Wochen anhalten und keinerlei Freude in dir aufkommen, dann könnte das ein Hinweis auf eine Schwangerschaftsdepression sein. Wie du eine Schwangerschaftsdepression erkennnst, welche Ursachen sie haben kann und was du dagegen tun kannst, siehst du zusammengefasst im Video:

Schwangerschaftsdepression - Anzeichen, Ursachen und Hilfe

Wenn du eine Vorgeschichte mit Depressionen hast, dann solltest du deinen behandelnden Arzt aufsuchen und die medikamentöse Behandlung unbedingt weiterführen bzw. wieder aufnehmen. Wenn du erstmals depressive Gefühle hast, sprich unbedingt mit deinem Frauenarzt darüber, er wird dich an die richtigen Ärzte verweisen. Nimm eine Schwangerschaftsdepression unbedingt ernst und lass sie behandeln.

Schwangerschaftsübelkeit in der 10. SSW

Nachdem der hCG-Spiegel in der vergangenen Woche seinen Höchststand hatte und damit bei vielen Frauen auch die Schwangerschaftsübelkeit, reduziert er sich nun wieder. Es kann sein, dass du in den nächsten Wochen schon mal einen Tag erlebst, an dem dir NICHT übel ist und das wird dich vielleicht erschrecken. Wenn es dich verunsichert und du wissen musst, ob es deinem Baby auch wirklich gut geht, kontaktiere deinen Frauenarzt.

Wie groß ist mein Baby in der 10. SSW?

Diese Woche wächst dein Baby von circa drei auf vier Zentimeter. Ab jetzt können wir auch das Gewicht ermitteln (zuvor war es einfach zu klein dafür) und es wiegt jetzt etwa fünf Gramm. Somit hat es die Größe einer Erdbeere und das Gewicht eines Marienkäfers. Wenn du noch nicht bei deiner ersten Ultraschalluntersuchung warst, kannst du dir in diesem Video eines Ultraschalls in der 10. SSW schon mal einen kleinen, süßen Vorgeschmack holen, was dich erwarten könnte:

Ultraschall 10. SSW: Mein Krümelchen tanzt :-)

10. SSW: Aus Knorpeln werden Knochen

Etwas sehr Wichtiges fehlte noch im Körper deines Babys: Knochen! Bisher gab es nur Knorpel und diese Knorpel beginnen in der 10. SSW, zu härten und sich zu Knochen zu festigen. Kleine Knospen wachsen aus der Blase aufwärts in Richtung des Beckens und werden später die Nieren bilden.

Babyentwicklung in der 10. Schwangerschaftswoche

Auch wenn viele Organe in deinem Baby bereits vorhanden sind, so sind diese doch noch weit davon entfernt, fertig ausgebildet zu sein. Das Herz ist aber fast fertig entwicklet und auch andere Organe wie die Nieren, die Lunge und der Magen-Darm Trakt suchen sich allmählich ihre finale Position. Auch das Gesicht deines Kindes wird immer ausgeprägter: Nase und Lippen sind in der 10. SSW schon gut erkennbar. Seine Gliedmaße bekommen langsam die richtigen Proportionen und es kann jetzt sogar Knie und Ellbogen schon abwinkeln!

10. Schwangerschaftswoche: Mädchen oder Junge?

In der 10. SSW bewirken Hormone, dass sich die Keimdrüsen entweder in Eierstöcke oder in Hoden entwickeln. Dabei ist das Geschlecht jedoch bereits seit der Befruchtung festgelegt:

  • Spermien mit einem Y-Chromosom führen zu Jungen
  • Spermien mit einem X-Chromosom führen zu einem Mädchen

Je nachdem wer das Rennen gemacht hat, wird nun also das entsprechende Geschlecht gebildet. Es ist allerdings zu früh, um im Ultraschall schon sehen zu können, was es wird.

10. SSW: Risiko Fehlgeburt

Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt zwar ab der 12. SSW, trotzdem haben viele Frauen Angst, gerade wenn sie schon einen Früabort erleben mussten. Wenn dich das betrifft, findest du hier alle wichtigen Infos zum Thema Schwanger nach einer Fehlgeburt. Und das Wichtigste vorweg: Stress in der Schwangerschaft ist durch das dabei ausgeschüttete Hormon Cortisol auch für dein Baby eine Belastung. Versuche also, so weit es möglich ist, dich zu entspannen und Sorgen über eine möglichen Abgang zu verdrängen. Denke immer daran: Die allermeisten Kinder kommen gesund zur Welt! Um dein Kind bestmöglich zu schützen, sind aber vor allem folgende Dinge wichtig:

#1 Untersuchungstermine bei deinem Frauenarzt warnehmen

Dein Frauenarzt wird dich auf mögliche Krankheiten wie Chlamydien untersuchen und überprüfen, ob du keine Mangelerscheinungen oder andere Risikofaktoren hast. Dieses Wissen kann dir helfen, früh möglichen Komplikationen vorzubeugen.

#2 Anzeichen einer Frühgeburt erkennen

Leichte bis starke Blutungen in der Schwangerschaft können Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt sein. Wird diese Blutung von starken, menstruationsartigen Schmerzen begleitet, solltest du sofort einen Frauenarzt aufsuchen.

#3 Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Denke daran: Deine Nabelschnur versorgt dein Baby mit allen wichtigen Nährstoffen – sofern du diese zu dir nimmst. Im Umkehrschluss wird es ihm an allem mangeln, woran es dir mangelt. Diäten oder Fehlernährung mit Fast Food betreffen also nicht nur dich. Zwar kannst du sicher mal eine Currywurst mit Pommes essen, wenn du darauf Heißhunger hast, jedoch solltest du bei den anderen Mahlzeiten dann umso mehr darauf achten, dass du Vitamine und Mineralstoffe zu dir nimmst.

#4 Medikamente in der Schwangerschaft

Meide Medikamente, sofern dein Arzt kein grünes Licht gegeben hat. Aber denke auch daran, dass selbst natürliche Mittel nicht immer risikofrei sind. Viele Öle und Kräuter können sich negativ auf eine Schwangerschaft auswirken, dazu gehört zum Beispiel Basilikum.

Schwangerschaftskalender

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