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15. SSW: Bauch wird langsam sichtbar

Herzlich Willkommen in der 15.SSW. Jetzt sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch 26 Wochen bzw. 182 Tage, man spricht von SSW 14 +0. Höchste Zeit sich schon mal nach Hebammen, Vorbereitungskursen und Klinken bzw. Geburtshäusern umzusehen.

Schwangerschaftswoche 15

15. SSW: Bauch wächst

Wie groß ist der Bauch in der 15. SSW? Dein Babybauch wird langsam, aber sicher sichtbar. Der Fundusstand ist nun circa 8 Zentimeter unter dem Bauchnabel zu ertasten. Manche Frauen spüren diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bereits sogenannte „Braxton-Hicks-Kontraktionen“. Spürst du in der 15.SSW ein Ziehen im Bauch? Mit diesen Übungswehen „trainiert“ deine Gebärmutter und bereitet sich schon jetzt auf die Wehen bei der Geburt vor. Dabei zieht sich die Gebärmutter zusammen und der Bauch wird hart. Er entspannt sich kurz danach wieder, dann wird auch dein Bauch wieder weicher. Besonders nach körperlichen Aktivitäten und nach dem Sex sind solche Kontraktionen vermehrt zu spüren.

Mehr zu diesem Thema hier: Übungswehen: Ab wann und was tun gegen den harten Bauch?

Wichtig: Stärkere Kontraktionen mit Schmerzen, sollten durch deinen Frauenarzt abgeklärt werden.

Kann man in der 15 Woche schon was spüren?

Sehr empfindsame Frauen oder Mehrfachmütter spüren schon in der 15. Schwangerschaftswoche die ersten Kindsbewegungen. Wirklich eindeutige Tritte merkst du aber erst später. Erstgebärende tippen daher meistens eher darauf, dass sie gerade einen nervösen Magen oder Blähungen haben.

Wie sich dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist dein Baby in der 15.SSW?

Seit der vergangenen Woche ist dein Baby schon wieder ein gutes Stück gewachsen. Es ist nun rund 8,5 Zentimeter groß und etwa 45 Gramm schwer – so groß wie eine Zitrone und so schwer wie eine halbe Tafel Schokolade.

Was passiert in der 15. Schwangerschaftswoche?

In der 15. SSW ist das Herz vollständig entwickelt. Auch die Gesichtsmuskeln haben sich gebildet und es trainiert sie fleißig mit Grimassen. Die Gehörknöchelchen des Innenohrs sind ebenfalls ausgebildet. Dein Baby kann zwar jetzt noch nicht im eigentlichen Sinne hören, aber reagiert schon auf deine Stimme. Fange also gerne schon an, mit deinem Ungeborenen zu sprechen.

Hornhaut, Linse und Iris sind nun vollständig entwickelt und immer mehr Organe nehmen ihre Tätigkeit auf. So beginnt die Bauchspeicheldrüse langsam damit Insulin und die Leber Gallenflüssigkeit zu produzieren. Aus deinem Blut kann es jetzt Aminosäuren herstellen, die beim Aufbau seiner Muskeln und Organen helfen.

15. SSW: Geschlecht schon erkennbar?

Zwar kann man prinzipiell schon erkennen ob es ein Junge oder Mädchen wird, die wenigsten Paare dürfen aber jetzt schon eine Geschlechterprognose bekommen.

Warum? Nicht alle Kinder sind sehr zeigefreudig und drehen sich im entscheidenden Moment weg. Es kann natürlich auch sein, dass sich dein Arzt relativ sicher ist – und das Geheimnis trotzdem für sich behält.  Wenn aus dem vorhergesagten Mädchen nämlich bei der nächsten Untersuchung doch noch ein Junge wird, ist die Verwirrung groß. In den meisten Fällen erfahren die Eltern erst ab der 16. SSW das Geschlecht ihres Kindes. Du musst also nicht mehr allzu lange warten.

Übrigens: Die Nub-Theorie soll Aufschluss auf das Geschlecht geben können.

15. SSW: Schwangerschaftsbeschwerden

Die Wohlfühlphase deiner Schwangerschaft ist in vollem Gange. Trotzdem ist nicht alles rosarot. Diese Schwangerschaftsbeschwerden können auftreten:

  • Erste Milchproduktion
    Bei manchen Schwangeren beginnen die Brüste schon früh mit der Milchproduktion. Keine Sorge, es sind nur geringe Mengen wässriger Flüssigkeit, die vielleicht gelegentlich an den Brustwarzen austreten. Wenn du sicher sein möchtest, dass nichts durch deine Kleidung dringt, lege Stilleinlagen in deinen BH.
  • Wassereinlagerungen
    Durch die Hormonumstellung weiten sich die Blutgefäße und können die hohe Blutmenge schlechter transportieren. Die Gefäße werden durchlässiger und Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe an. Hände, Füße und Knöchel können nun anschwellen.

Was du gegen geschwollene Füße tun kannst, erfährst du hier: Tipps gegen geschwollene Füße & dicke Beine in der Schwangerschaft

Die gute Nachricht: Auch kleine Fältchen im Gesicht werden durch erste Wassereinlagerungen geglättet. Dadurch wirken Frauen in der 15. SSW oft gesund und entspannt.

  • Hallo Schwangerschaftsdemenz!
    Wo ist mein Schlüssel? Was wollte ich nochmal einkaufen? Die hormonellen Veränderungen, insbesondere der Anstieg des Östrogenspiegels im Blut, können ab jetzt ebenfalls dazu führen, dass du häufiger Sachen vergisst – die sogenannte Schwangerschaftsdemenz.

Mehr dazu hier: Schwangerschaftsdemenz: Mythos oder Realität?

Vorsorgeuntersuchungen in der 15. Schwangerschaftswoche

In dieser oder einer der beiden nächsten SSW ist der geeignete Zeitpunkt für die Amniozentese. Die Fruchtwasseruntersuchung ist die Standardmethode, um den Chromosomensatz des Ungeborenen zu bestimmen. Diese Untersuchung ist optionaler Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge und keine Routineuntersuchungen. Sie wird gemacht, wenn der Verdacht auf eine Erbkrankheit oder sonstige Abweichungen im Erbgut des Kindes besteht (wie etwa bei Trisomie 21 = Down-Syndrom). Auch über kindliche Fehlbildungen und Infektionen kann die Fruchtwasseruntersuchung Auskunft geben.

Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Ratgeberartikel: Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese): Für wen ist sie sinnvoll?

Wichtig: Die Fruchtwasseruntersuchung zählt nicht zu den Kassenleistungen, es sei denn es handelt sich um eine Risikoschwangerschaft und der Arzt sieht die Amniozentese als notwendig an.

15. SSW: Vorbereitungen und To-Dos

Vorbereitungskurs

Falls du dich noch nicht umgeschaut hast: Es wird jetzt Zeit einen Geburtsvorbereitungskurs zu finden. Die Kurse beginnen im sechsten oder siebten Monat. Es gibt oft Wartelisten oder es dauert, bis man die richtige Hebamme für sich gefunden hat.

Nachsorgehebamme suchen und buchen

Suche dir jetzt schon eine Nachsorgehebamme für die Zeit im Wochenbett. Besonders in Großstädten ist es schwierig später eine Hebamme zu finden.

Klinik oder Geburtshaus

Es ist eigentlich nie zu früh, sich nach einem passenden Geburtsort umzusehen. Sofern du keine Hausgeburt planst, kannst du zwischen Krankenhaus (ambulante Entbindung oder stationäre Aufnahme) und Geburtshaus wählen. Der Unterschied liegt darin, dass ein Krankenhaus mit Ärzten, Kreißsaal, Operationssaal, Notfallmedizin und evtl. einer Kinderklinik ausgestattet ist. Ein Geburtshaus wird in der Regel von Hebammen geführt und verfügt nur über einen Kreißsaal und begrenzte Möglichkeiten für den Notfall.

Während im Krankenhaus die dort herrschende Routine mit Schichten und medizinischen oder organisatorischen Gegebenheiten die Geburt beeinflussen können, ist die Betreuung in einem Geburtshaus oft individueller, persönlicher und selbstbestimmter.

Mutterschutz besprechen

Wenn du dies noch nicht getan hast, solltest du nun möglichst bald mit deinem Arbeitgeber über deinen Mutterschutz sprechen.

Sport gegen Wassereinlagerungen

Grundsätzlich sind die meisten Sportarten für Schwangere geeignet, wenn sie in normalem Maß betrieben werden. Natürlich solltest du das Verletzungsrisiko minimieren und dich nicht so sehr verausgaben, wie du es vielleicht vor der Schwangerschaft getan hast. Schwimmen, Aquafitness Gymnastik, Pilates oder Schwangerschaftsyoga eignen sich hervorragend für werdende Mütter.

Wichtig: Höre auf deinen Körper. Wenn die Luft zum Atmen knapp wird, ist es Zeit, eine Pause zu machen oder das Training ganz zu beenden.

Quellen