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33. SSW (33. Schwangerschaftswoche): Ist dein Baby groß genug?

In der 33. SSW wird es langsam wirklich ernst: Entwickelt sich das Baby gesund? Hier findest du alle Infos zur Baby-Entwicklung in der SSW 33, über mögliche Schwangerschaftsbeschwerden in der 33 Schwangerschaftswoche und, wie du dich richtig auf Notfälle vorbereitest.

33. SSW: Dein Baby ist so groß wie Weißkohl.
33. SSW: Dein Baby ist so groß wie Weißkohl.
© Shutterstock

Inhalt: 33. SSW (32 +0 – 32 +6 SSW)

33. SSW: Welcher Monat ist das?

In der SSW 33 hat du den 9. Schwangerschaftsmonat erreicht. Bis zu deinem Entbindungstermin (ET) sind es zu Beginn der 33. SSW noch 8 Wochen beziehungsweise 56 Tage. In dieser Schwangerschaftswoche spricht man auch von SSW 32 +0 bis 23 +6 SSW.

33. SSW: Größe und Gewicht

Dein Baby misst in der 33. Schwangerschaftswoche etwa 30 Zentimeter vom Scheitel bis zum Steiß beziehungsweise 44 Zentimeter vom Scheitel bis zur Ferse. Damit ist es in etwa so groß wie ein Weißkohl. Auch das Gewicht hat zugelegt. Dein Kind bringt mittlerweile schon um die 1.900 Gramm auf die Waage.

Mein Baby ist zu klein – muss ich mir Sorgen machen?

In der 33. SSW entwickeln sich Babys sehr unterschiedlich in Größe und Gewicht, oft ist das genetisch bedingt. Aber bei richtiger Datierung und korrekter Messung und unter Berücksichtigung der elterlichen Gene sind manche Babys dennoch zu klein.

Mögliche Gründe dafür:

  • Rauchen in der Schwangerschaft
  • Mehrlinge
  • ungenügende Aufnahme von Kalorien
  • eine schlechte Versorgung durch Nabelschnur oder Plazenta

Grundsätzlich sind Unterschiede in Größe und Gewicht aber nicht immer ein Grund zur Sorge. Lass dich im Zweifel von einem Arzt beraten.

33. SSW: Bauch

Dein Uterus reicht in dieser Woche schon dreizehn Zentimeter über den Bauchnabel. Dass dein Bauchumfang immer weiter zunimmt, bemerkst du mittlerweile schon sehr. Dein Bauch kann in der SSW 33 auch etwas härter und gespannter sein. Mögliche Beschwerden wie Juckreiz oder Spanngefühl kannst du mit Ölen, Cremes und Lotionen behandeln.

Gewichtszunahme in der 33. SSW

Du wiegst in der 33. Schwangerschaftswoche ca. zehn Kilo mehr als zu Beginn deiner Schwangerschaft. Im letzten Schwangerschaftsdrittel lässt deine wöchentliche Gewichtszunahme im Normalfall etwas nach. Zwischen 400 und 500 Gramm nimmst du pro Woche in etwas zu. Eine abweichende Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann durch dein Startgewicht, deine Größe oder andere Faktoren passieren.

Es kann sich hierbei aber auch um Anzeichen für Schwangerschaftsdiabetes, eine Gestose oder ein Ödem handeln. Solltest du ganz plötzlich und ohne eine veränderte Ernährung in der 33. SSW viel Gewicht zulegen, solltest du mit deinem Arzt darüber sprechen.

33. SSW: Brust

Es kann sein, dass in der SSW 33 deine Brüste deutlich größer werden und auch etwas spannen. Das liegt daran, dass dein Körper vielleicht schon Vormilch produziert. Ein gutes Zeichen: Den Körper bereitet sich auf die Versorgung deines Kindes vor.

33. SSW: Vorsorgeuntersuchungen

Ab der SSW 33 finden die Vorsorgeuntersuchungen bei deinem Arzt wahrscheinlich in einem engeren Rhythmus statt – etwa alle zwei Wochen werden du und dein Baby ausgiebig untersucht. In diesen Untersuchungen überprüft dein Arzt, ob dein Baby noch richtig von deiner Plazenta versorgt wird und, ob die Werte von dir und deinem Kind in Normalbereich sind.

Wie lang muss der Gebärmutterhals in der 33 SSW sein? Mit einem Ultraschall der Scheide wird in dieser Schwangerschaftswoche der Gebärmutterhals gemessen. Sollte er nämlich verkürzt sein, kann das eine drohende Frühgeburt anzeigen. Der Normalwert für eine Erstlingssschwangerschaft sollte nach der 32. SSW bei etwa 35 Millimetern liegen. Sollte dein Gebärmutterhals verkürzt sein, wird dir dein Arzt das aber genau erklären.

33. SSW Baby: Entwicklung

Was passiert in der 33. SSW? Verglichen mit den ersten Wochen nach der Befruchtung, wo sich geradezu explosionsartig neue Organe und Funktionen entwickelten, sind die letzten Schwangerschaftswochen geradezu gemächlich. Organe nehmen immer mehr von ihren Funktionen in Betrieb, wachsen und verbessern sich – aber in der 33. SSW gibt es keine erkennbar größeren Durchbrüche, wie es zu Beginn der Schwangerschaft war.

Dennoch sind jeder Tag und jede Woche wichtig für dein Baby, denn sein Körper funktioniert noch nicht ganz von allein.

33. SSW: Baby Skelett

In den vergangenen Schwangerschaftswochen haben sich die Knochen von deinem Kind immer weiter verhärtet – und das wird auch in der SSW 33 weiterhin passieren. Ausnahme dabei: die Schädelplatten. Die dürfen noch nicht vollständig verknöchern, da dein Baby sonst nicht durch den Geburtskanal kommen würde. Erst nach der Geburt schließen sich allmählich die Fontanellen des Babys.

Das Baby liegt in der Fötal-Stellung

Wo liegt das Kind in der 33. SSW? Der Platz im Bauch wird für dein Baby langsam eng. Deswegen turnt dein Baby jetzt etwas weniger im Bauch umher – es liegt jetzt oft in der Fötal-Stellung. Also mit herangezogenen Beinchen und verschränkten Armen. Trotzdem dehnt und streckt sich dein Kind immer wieder – von außen kannst du da vielleicht immer mal wieder einen Arm oder ein Bein erkennen.

33. SSW Sinne sind voll entwickelt

Mittlerweile sind alle Sinne von deinem Baby voll entwickelt. Doch in der 33. Schwangerschaftswoche benutzt dein Kind nicht alle seine Sinne. Es schmeckt das Fruchtwasser, sieht Helligkeit und Dunkelheit und hört deine Stimme – riechen tut dein Baby aber erst ab der Geburt. Das ist übrigens auch einer der Gründe, wieso Neugeborene oft stark auf Deos oder Parfums reagieren.

33. SSW: Beschwerden

Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft

Nachts kommst du nicht zur Ruhe und die Schlaflosigkeit bringt dich zur Verzweiflung? Das kann in der 33. SSW durch deinen großen Bauch oder erste Ängste vor der Geburt vorkommen. Sobald du im Mutterschutz bist, solltest du versuchen, tagsüber Schlaf nachzuholen. Hast du bereits ältere Geschwisterkinder, die versorgt werden müssen, dann frage Freunde und Familie um Hilfe. Sie können sicher gelegentlich die Kinder übernehmen, während du dich hinlegst. In unserem Artikel findest du außerdem hilfreiche Tipps gegen Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft.

33. SSW Durchfall

Dein Baby und die Gebärmutter drücken in der 33. Schwangerschaftswoche auf deinen Magen und Darm. Dabei kann es zu Durchfall, Blähungen, Verstopfung und anderen Magen-Darm-Problemen kommen.

Wassereinlagerungen in der SSW 33

In der 33. SSW stellst du vielleicht öfter Wassereinlagerungen fest. Die erkennst du an geschwollenen Armen, Beinen, Händen oder Füßen. Wenn du mit deinem Finger gegen die Delle drückst, bildet sie sich eher langsam zurück. Das Gute: Wassereinlagerungen in der 33. SSW sind meistens harmlos und vergehen von allein wieder. Wenn du trotzdem etwas tun willst, solltest du…

  • …viel trinken und wasserhaltige Lebensmittel wie Gurken essen.
  • …dich genug bewegen.
  • …dir genug Pausen gönnen und die Beine hochlegen.
  • …kaliumhaltige Lebensmittel wie Kartoffeln oder Bananen essen.

Vorsicht ist geboten, wenn die Wassereinlagerungen ganz plötzlich in den Händen oder im Gesicht auftreten – das kann ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Und die kann für dich und dein Kind gefährlich werden. Alle wichtigen Infos dazu findest du hier.

33. SSW: Schwindelgefühl und Übelkeit

In den letzten Schwangerschaftswochen transportiert dein Herz viel Blut durch deinen Körper – es muss ja nicht nur dich, sondern auch dein Baby versorgen. Dadurch kann es dazu kommen, dass dein Blutdruck jetzt etwas niedriger ist. Auch Übelkeit und Schwindel können dadurch entstehen. Lege dann einfach deine Beine hoch – das führt meist zur Besserung.

33. SSW Unterleibsschmerzen

In dieser Schwangerschaftswoche ist dein Bauch schon sehr rund – gewisse Unterleibsschmerzen sind deswegen kaum zu vermeiden. Sehr starke Unterleibsschmerzen solltest du aber immer von deinem Arzt abklären lassen. Wenn andere unnormale Symptomatiken wie blutiger Ausfluss zu den starken Schmerzen dazukommen, solltest du sofort einen Arzt kontaktieren.

Blutungen im letzten Trimester

In der Schwangerschaft sind Blutungen immer ernst zu nehmen und das gilt besonders für das letzte Schwangerschaftsdrittel. Die Ursache kann harmlos sein – zum Beispiel eine Zeichnungsblutung – aber es kann sich auch um Komplikationen handeln. Wenn du frisches Blut aus der Vagina entdeckst, rufe umgehend deinen Arzt an oder begib dich direkt ins Krankenhaus, um eine vorzeitige Plazentaablösung oder andere Komplikationen auszuschließen.

33. SSW: Senkwehen

Senkwehen treten eigentlich erst ab der 36. SSW auf – natürlich kannst du die Vorwehen aber auch schon vorher spüren. Vor allem, wenn es dein erstes Baby ist, spürst du vielleicht schon in der 33. SSW Senkwehen. Die Senkwehen treten jetzt noch sehr unregelmäßig auf und die Symptome werden durch Wärme und Entspannung besser.

Wenn du unsicher bist, ob es nicht doch Geburtswehen sind, kannst du bei deiner Hebamme nachfragen oder ins Krankenhaus fahren.

Übrigens: Wenn sich der Kopf deines Kindes ins Becken gesenkt hat, kannst du wahrscheinlich wieder freier atmen und auch Beschwerden wie Übelkeit lassen vielleicht nach.

33. SSW: Hämorrhoiden

Durch das hohe Gewicht, das jetzt auf dein Becken und damit auch auf deinen Darm drückt, kann es in der 33. Schwangerschaftswoche auch zu Hämorrhoiden kommen. Sprich in diesem Fall einfach mit deiner Hebamme darüber, sie weiß, was du dann tun solltest.

33. SSW Geburt: Wie stehen die Chancen?

Eine Sorge von Schwangeren: Kann man in der 33. SSW normal entbinden? Sollte dein Baby schon in der 33. SSW auf die Welt kommen, dann stehen die Überlebenschancen gut. Zwischen der 32. und 37. SSW gelten Babys als mäßig Frühgeborene. Die Überlebenschance wird hier auf rund 98 Prozent geschätzt.

33. SSW Zwillinge

Im Durchschnitt dauert eine Schwangerschaft bei Zwillingen etwa bis zur 37. Schwangerschaftswoche. Das bedeutet, wenn du Zwillinge (oder Mehrlinge) hast, rückt die Geburt jetzt sogar noch näher. Wenn beide Babys richtig liegen, kannst du auch Zwillinge ganz natürlich und ohne Komplikationen entbinden. Sollte es sich um eine Risikogeburt handeln, wird vielleicht ein Kaiserschnitt geplant.

Was kannst du sonst noch in der 33. SSW tun?

#1 Erstellung einer Notfall-Liste

Wenn die Geburt früher losgeht, als erwartet oder sonstige Komplikationen auftreten, solltest du unbedingt einen Notfall-Plan haben. Die SSW 33 eignet sich perfekt dafür – das kommt auf die Liste:

  • Telefonnummern von Frauenarzt, Hebamme, Entbindungsklinik, Krankenwagen und Notarzt
  • Wen kannst du anrufen, um dir schnell zu helfen zu lassen?
  • Telefonnummern deines Partners und eventuell von ein bis zwei Kollegen, falls du ihn nicht erreichen kannst.
  • Telefonnummer der Person, die bei Bedarf die Geschwisterkinder betreut, eventuell können dies auch Nachbarn sein, wenn jemand anders nicht schnell genug kommen kann.
  • Telefonnummer von Kindergarten und Schule, Sportverein und überall, wo sich jemand aufhält, der benachrichtig werden muss.
  • Hier findest du eine bundesweite Notrufnummernliste

Hänge die Liste gut sichtbar in der Nähe des Telefons auf. Gehe sie mit deinem Partner und eventuell größeren Kindern durch. Sprich mit deinen Kindern ab, wer sie im Notfall von Schule, Kindergarten oder anderen Orten abholen wird und hinterlege entsprechende Anweisungen auch in den Betreuungseinrichtungen.

Eine Kopie deines Notfallplans kommt in deine Handtasche – idealerweise zum Mutterpass.

#2 Vorbereitung auf den Mutterschutz

In wenigen Tagen beginnt vielleicht auch schon dein Mutterschutz – der mündet in der Regel nahtlos in die Elternzeit. Das bedeutet für dich: eine lange Berufspause. In der 33. SSW kannst du dich auf deinen Mutterschutz vorbereiten, aber auch schon den Wiedereinstieg im Kopf behalten.

Du kannst beispielsweise ein Dokument zur Übergabe schreiben – das kann dir dann auch beim Wiedereinstieg helfen. Vielleicht kannst du deine Vertretung auch selbst einarbeiten. Überlege dir auch, ob du bestimmten Kollegen deine Nummer oder E-Mail geben möchtest, um im Kontakt zu bleiben.

#3 Kliniktasche packen

In der 33. SSW darf deine Kliniktasche ruhig schon bereitstehen. Manchmal geht die Geburt schneller, als man eigentlich denken mag. In unserem Artikel zum Thema findest du eine Checkliste, damit du auch wirklich nichts vergisst.

Quellen