37. SSW (37. Schwangerschaftswoche): Alle Infos zum schweren Endspurt

37. SSW: Noch 28 Tage bis zum Entbindungstermin

In der 37. SSW wird es langsam ernst und vielen Frauen schwirren tausend Fragen im Kopf herum: Wie fühlen sich richtige Wehen an? Wie wird die Geburt verlaufen? Wie geht es meinem Kind gerade? Zu Beginn der 37. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 4 Wochen bzw. 28 Tage, man spricht von SSW 36 +0. Lies hier, was dich diese Woche erwartet, wie sich dein Baby entwickelt und worauf du besonders achten musst, damit dieser Endspurt für dein Baby und dich so angenehm wie möglich verläuft.

37. SSW: Dein Baby ist so groß wie Mangoldblätter
In der 37. SSW wird es langsam ernst: Dein Kind ist jetzt schon so groß wie Mangoldblätter. ©Shutterstock

Dein Körper in der 37. SSW

Dein Bauch in der 37. Schwangerschaftswoche

Zwischen 16 und 17 Zentimeter liegen nun zwischen deinem Bauchnabel und dem oberen Ende des Uterus. Bei manchen Frauen fängt ab der 37. SSW der Bauch langsam an, durch das Gewicht deines Babys abzusinken und steht nicht mehr so hart nach vorne. Kein Zweifel: Bald geht es los!

Juckreiz am Bauch

Die Haut am Bauch ist gerade in der 37. Schwangerschaftswoche so gespannt wie nie, was oft zu unangenehmen Juckreiz am Babybauch führen kann. Hier hilft nur: Cremen, cremen, cremen. Feuchtigkeitslotions und Öle helfen, die angespannte Haut zu beruhigen.

Schwangerschaftsbeschwerden in der 37. SSW

Rückenschmerzen

Deine Gewichtszulage könnte jetzt irgendwo zwischen zwölf und 16 Kilogramm liegen. Kein Wunder, dass in der 37. SSW viele Frauen über Rückenschmerzen klagen. Versuche deinen Rücken so oft wie möglich zu entlasten. Warme Tücher können zusätzlich für Entspannung sorgen.

Übelkeit

Da ist sie ja schon wieder! In der 37. SSW erleben viele Frauen oft die Rückkehr der verhassten Übelkeit früherer SSWs. Medikamente sind jetzt aber absolut tabu! Versuche, möglichst viel Wasser zu trinken und Lebensmittel mit viel Vitamin B6 und B12 zu dir zu nehmen, zum Beispiel Bananen, Paprika, Ei oder Käse.

Schwangerschaftsstreifen

Leider bekommen manche Frauen ganz am Ende der Schwangerschaft doch noch Schwangerschaftsstreifen. Pflege die Haut dort gut, frage in der Apotheke nach Narbensalbe und versuche damit, die Hautrisse abzumildern.

Schmerzen im Unterleib

Du spürst vielleicht in dieser Woche vermehrt ein Ziehen im Unterleib. Das ist kein Grund zur Sorge, das heißt noch nicht, dass dein Baby schon auf dem Weg ist. Aber woran erkenne ich das? Schau dir im Video die eindeutigsten Anzeichen an, dass die Geburt losgeht:

Video-Empfehlung

Baby-Entwicklung in der 37. SSW

Babygröße in der 37. Schwangerschaftswoche

Dein Baby misst jetzte etwa 35 Zentimeter vom Scheitel bis zum Steiß beziehungsweise 48 Zentimeter vom Scheitel bis zur Ferse. Damit ist es in Etwa so groß wie die Blätter eines Mangolds. In der 37. Schwangerschaftswoche wiegen die meisten Babys stolze 2.800 Gramm – keine Frage, du leistest in den letzten Wochen wirklich Schwerstarbeit.

Körperentwicklung: Lunge, Fettanteil, Magen-Darm

In der 37. SSW hat dein Baby circa acht Prozent Fett angesetzt und es sollen etwa 15 Prozent bis zur Geburt werden. Es trainiert seine Lunge, indem es Fruchtwasser ein und aus atmet, als wäre es Luft. Die Lanugo-Behaarung ist weitgehend ausgefallen und durch kleine Härchen ersetzt worden. Sein Magen-Darm-Trakt produziert Mekonium, das aus Fruchtwasser, abgestorbenen Zellen, Gallenfarbstoff und abgestoßenen Lanugo-Haaren besteht. In den ersten zwei Tagen nach der Geburt wird dein Baby das dunkel bis grünliche Mekonium (auch „Kindspech“ genannt) über den Darm ausstoßen.

Dein Baby ist jetzt fertig entwickelt und könnte theoretisch geboren werden, doch jeder Tag mehr im Bauch, gibt ihm Zeit für weitere Verknüpfungen im Gehirn und für noch etwas mehr Körperfett. Außerdem erhält es jetzt wichtige Abwehrstoffe aus deinem Körper, die es in den ersten Tagen nach der Geburt schützen sollen.

5 Anzeichen, dass es bald mit der Geburt losgeht

Mama in der 37. SSW

Ernährung in der 37. Schwangerschaftswoche

Besonders jetzt ist es wichtig, ausgewogen und gesund zu essen. Über deine Ernährung erhalten dein Körper und Babys Körper die notwendigen Stoffe und die nötige Energie für eine Geburt. Denn egal wie kurz oder lang die Geburt dauern wird, sie wird in jedem Fall für beide Körper anstrengend und kräftezehrend.

Formulare vorbereiten

Die Anträge für Kindergeld, Elterngeld und eventuelle weitere Leistungen solltest du dir schon vor der Geburt holen und so weit ausfüllen, wie es möglich ist. Mit dem Baby auf dem Arm und mit wenig Schlaf, wirst du kaum Ruhe haben, dich mit Zettelkram auseinanderzusetzen, geschweige denn die erforderlichen Nachweise zusammenzutragen. Erledige das jetzt und du wirst später froh darüber sein! Um eine Idee zu haben, wie viel Elterngeld Euch zusteht, lass dies den Elterngeld-Rechner ermitteln.

Wie erlebt Papa die 37. SSW? Hier geht’s zum Väter-Kalender: Sein Schwangerschaftskalender in der 37. SSW

Angst vor einem Kaiserschnitt

Wird die Geburt glatt verlaufen oder wird es einen Kaiserschnitt geben? Niemand weiß es, aber die Angst vor einem Kaiserschnitt ist bei vielen Frauen groß. Vielleicht hilft es dir, zu wissen, was dabei passiert:

  • Die Schwangere wird im Bett aus dem Kreißsaal in den OP verschoben.
  • Ein Anästhesist legt eine PDA, sofern noch keine vorhanden ist.
  • Ein Tuch, das dir die Sicht zum Unterleib versperrt, wird etwa auf Höhe deiner Brust aufgehängt – das ist sicher auch besser so!
  • Dein Partner hat sich in der Zwischenzeit in der OP-Schleuse sterile OP-Kleidung anziehen können, und sieht darin sicher merkwürdig aus.
  • Jemand rasiert den Schambereich und desinfiziert deinen Bauch, vielleicht fühlt sich das kalt an.
  • Du bekommst vielleicht einen Zugang für Infusionen in die Vene gelegt und wirst an ein paar Geräte angeschlossen, die deine Vitalzeichen überwachen.
  • Den Schnitt spürst du nicht, er wird sehr weit unten an deinem Bauch ausgeführt, später ist er unter Schamhaar und der Unterhose versteckt.
  • Wenn das Baby aus dem Bauch geholt wird, spürst du vielleicht ein vermindertes Druckgefühl am Bauch und schon wenig später wird dir dein Baby gereicht.
  • Wenn es deinem Baby gut geht, dann könnt ihr nun kuscheln und euch freuen, während das OP-Team den Schnitt schließt. Geht es dem Baby nicht so gut, wird es vielleicht medizinisch kurz versorgt  oder verlegt. Du kannst deinen Partner mit dem Baby schicken, wenn du dich dann ruhiger fühlst. Vertraue darauf, dass diese Situation nur vorübergehend und zum Wohl eures Kindes ist.
  • Was am Ende am wichtigsten ist: Dem Baby geht es gut, dir geht es gut!