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41. SSW: Was tun, wenn der ET überschritten ist?

In der 41. SSW fragst du dich wahrscheinlich, ob du dir langsam Sorgen machen musst, wenn du keine Geburtsanzeichen feststellst. Aber du bist nicht allein: immer wieder gibt es Frauen, die bis zum Entbindungstermin (ET) und sogar darüber hinaus schwanger bleiben. Alle wichtigen Infos zu dieser Schwangerschaftswoche, sowie Tipps zum Wehen fördern in der SSW 41 findest du hier.

In der 41. SSW wird das Warten langsam zur Qual
In der 41. SSW wird das Warten langsam zur Qual
© Bigstock/ mountainbrothers

Inhalt: 41. SSW (40 +0 – 40 +6 SSW)

Zu Beginn der 41. SSW hast du den Entbindungstermin überschritten. Theoretisch ist die Schwangerschaft nämlich nach der 40. SSW vorbei. Die 41. Schwangerschaftswoche wird auch als SSW 40 +0 bis 40 +6 SSW bezeichnet – ab jetzt spricht man von einer Terminüberschreitung.

Dein Baby hat seine Geburtsgröße von etwa 50 bis 55 Zentimetern und sein Geburtsgewicht zwischen 3.400 bis 4.500 Gramm schon letzte Woche erreicht. Diese Woche nimmt dein Kind nur minimal an Gewicht und noch weniger an Größe zu.

41. SSW: So geht es deinem Baby jetzt

Schon seit gut vier Wochen hat dein Baby den Status „Frühchen“ hinter sich gelassen. Nun gilt es eher als ein kleiner Trödler, denn es hat sich nicht an den Geburtstermin gehalten. Das ist für dein Baby zwar normalerweise kein Problem, dennoch ist es für dich sehr anstrengend, auf die Geburt zu warten.

Dein Baby fühlt sich auch in der 41. SSW noch sehr wohl im Bauch und liebt es, die Wärme und Geborgenheit zu spüren. Vermutlich wird es sich noch ein paar Reserven anlegen und etwas Kraft für die anstehende Geburt sammeln.

41. SSW: Geburtsanzeichen & Schwangerschaftsbeschwerden

Deine Gebärmutter drückt in der SSW 41 gewaltig auf deinen Magen. Deswegen sind in der 41. SSW Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen und Bauchschmerzen auch normale Schwangerschaftsbeschwerden. Übelkeit und Appetitlosigkeit können ebenfalls so ausgelöst werden.

Es kann sich hierbei aber auch um erste Geburtsanzeichen handeln. Ein weiteres gutes Geburtsanzeichen in der 41. SSW: Harter Bauch.

41. SSW: Ausfluss

In dieser Schwangerschaftswoche handelt es sich bei Ausfluss wohl um den Schleimpfropf. Wenn dieser sich ablöst, ist das ein gutes Geburtsanzeichen. Dann öffnet sich der Muttermund langsam für die Geburt.

41. SSW: starke Kindsbewegungen

Wenn in der 41. SSW das Baby sehr aktiv ist, bereitet es sich wohl auf die kommende Geburt vor. Aber auch, wenn nur jetzt nur wenige Kindsbewegungen spürst, ist das kein Grund zur Sorge.

41.SSW: Kopfschmerzen

An Kopfschmerzen und Müdigkeit hast du dich in der 41. Schwangerschaftswoche wahrscheinlich schon gewöhnt.  Flüssigkeitsmangel, Stress und psychische Belastung sowie die falsche Ernährung können zu Kopfschmerzen in der Schwangerschaft führen.

Wehen in der SSW 41

Mittlerweile kannst du den Wehenbeginn vielleicht schon gar nicht mehr erwarten. Wie du Geburtswehen erkennst, weißt du jetzt wahrscheinlich schon ganz genau. Wenn du dein Wissen trotzdem nochmal auffrischen willst, findest du alle wichtigen Infos in unserem Artikel zum Thema Wehen.

41. SSW und noch keine Wehen – ist das besorgniserregend?

Sorgen musst du dir grundsätzlich keine machen, wenn sich in der 41.SSW keine Wehen zeigen. Die Geburt findet dann statt, wenn es für dich und dein Kind sicher ist. Vielleicht braucht dein Baby noch ein paar Tage, um genug Kraft für die Geburt zu sammeln. Stress, Sorgen oder ein Infekt können auch die Geburt bis zur 41. SSW hinausziehen. Erst ab der 42. SSW wird von einer Übertragung – das Risiko, dass es durch eine Unterversorgung der Plazenta zu einer Todgeburt kommt – gesprochen.

Außerdem: Es kann auch sein, dass sich dein Arzt verrechnet hat, oder dein Zyklus durcheinandergekommen ist. Dann ist dein berechneter Entbindungstermin falsch – und der tatsächliche Geburtstermin wäre vielleicht erst in ein paar Tagen.

Ich habe den ET überschritten – was jetzt?

All die Wochen hast du auf diesen Termin hin gefiebert und nun passiert … gar nichts! Viele Frauenärzte tendieren bereits dazu, statt eines Entbindungstermins, eine Entbindungswoche zu nennen. So wird nicht auf ein einzelnes Datum gefiebert, das ohnehin nur bei etwa fünf Prozent der Frauen tatsächlich der Entbindungstermin ist.

Mit welchen unterschiedlichen Methoden der Geburtstermin bestimmt werden kann, liest du in unserem Artikel zum Entbindungstermin berechnen.

Trotzdem ist es verständlich, wenn du am Ende deiner Schwangerschaft endlich dein Baby sehen und im Arm haben möchtest und enttäuscht bist, wenn sich dieser Zeitpunkt verzögert. Aber muss in der SSW 41 die Geburt schon eingeleitet werden? Und ist das ratsam? Was ist, wenn es in der 41. SSW keine Anzeichen für die Geburt gibt?

41. SSW und keine Anzeichen: Muss die Geburt eingeleitet werden?

Auch, wenn du deinen errechneten Entbindungstermin schon überschritten hast und sich noch keine Anzeichen zeigen, heißt das nicht zwangsläufig, dass die Geburt eingeleitet werden muss. Viele Kinder kommen in oder nach der 41. SSW auf natürliche Weise zur Welt. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) gibt die Empfehlung, „ab 41+0 SSW eine Geburtseinleitung anzubieten, spätestens ab 41+3 SSW zu empfehlen.“ – das heißt, dass die aktive Einleitung erst ab dem Ende der 41. Schwangerschaftswoche angeboten wird.

Dein Arzt wird dich in der SSW 41 öfter zu Vorsorgeuntersuchungen bestellen. In diesen Untersuchungen überprüft er, ob deine Plazenta noch ihre Aufgaben erfüllt und noch genug Fruchtwasser vorhanden ist. Außerdem werden mit dem CTG mögliche Wehen und die Werte deines Kindes genau beobachtet.

Die Geburt wird meistens nur eingeleitet (oder ein Kaiserschnitt durchgeführt), wenn…

  • deine Plazenta nicht mehr genug Sauerstoff oder Nährstoffe transportiert.
  • nicht mehr genug Fruchtwasser vorhanden ist.
  • deine Werte auffällig sind.
  • die Größe/ das Gewicht ein Risiko für dich darstellen könnte.
  • die Werte deines Babys auffällig sind.
  • du immer wieder sehr schwache Wehen hast.
  • nach einem Blasensprung keine Wehen aufgetreten sind.

Wann kann man die Geburt einleiten? Bei einer Geburtseinleitung wirst du ins Krankenhaus eingewiesen. Dort wird ein vaginales Zäpfchen verabreicht. Manchmal setzen schon wenig später die Wehen ein – aber meistens wird es am nächsten Tag noch einmal wiederholt werden müssen, bevor sich etwas tut.

Tipps zum Wehen fördern in der SSW 41

Wenn du in der 41. Schwangerschaftswoche selbst etwas tun willst, um der Geburt natürlich auf die Sprünge zu helfen, gibt es viele Dinge, die du tun kannst. Hier eine kleine Auflistung:

  • Spazierengehen und Treppensteigen – übertreibe es damit aber nicht
  • Regelmäßig Geschlechtsverkehr haben
  • Brustwarzenstimulation – hier wird Oxytocin ausgeschüttet, das wehenfördernd wirken soll
  • Himbeerblättertee nach Absprache mit deiner Hebamme trinken
  • Ein warmes Bas nehmen: Geheimtipp von den Hebammen Anja und Marie: Kaffeesahne und Nelkenöl für ein wehenförderndes Bad. „Benutze für dein Bad 4 Tropfen Nelkenöl mit 250 ml Kaffeesahne und gib dies in eine volle Badewanne. Bade hier 20 min bei 37 Grad.“
  • Eine wehenfördernde Bauchmassage

Wichtig: Vorsicht vor Wehencocktails. Das enthaltende Rizinusöl wirkt abführend und kann zu sehr starken spontanen Wehen führen. Wenn du einen Wehencocktail verwenden willst, sprich mit deiner Hebamme darüber. Auch, wenn du in der 41. SSW andere Medikamente einnehmen willst, die wehenfördernd wirken sollen, solltest du das nicht ohne ärztliche Absprache tun.

Vorbereitung auf die Geburt: Was du sonst noch tun kannst

Habe jemanden bei dir

Ab der SSW 41 sollte dein Partner oder das Telefon immer in deiner Nähe sein. Manche Kinder, die sich mit den Wehen Zeit lassen, kommen dafür dann umso schneller auf die Welt.

Entspanne dich

Dass sich in der 41. SSW Sorgen und grüblerische Gedanken häufen, ist verständlich. Trotzdem solltest du diese vermeiden – große Sorgen wirken meistens eher kontraproduktiv.

Lass dich nicht stressen oder verunsichern. Wie es so schön heißt: Es ist noch kein Baby dringeblieben. Wie und wann auch immer dein Baby geboren wird, wir wünschen dir dafür alles Gute und freuen uns, dass wir dich in deinen Schwangerschaftswochen begleiten durften.

Bald geht es los und wenn der Nachwuchs dann da ist, entwickelt sich dein Baby schnell weiter. In unserem Newsletter bekommst du passend zu der Entwicklungswoche deines Babys eine E-Mail mit allen wichtigen Informationen zu Größe, Gewicht und was dein Baby können sollte. Hier geht es zur Anmeldung!

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Quellen