4D-Ultraschall: So kann ich mein Baby "live" sehen

4D-Ultraschall: Kann ich mein Baby „live“ treffen?

Eine Ultraschalluntersuchung ist das Highlight vieler werdenden Eltern. Manche von ihnen scheuen keine Kosten und Mühen und lassen einen 4D-Ultraschall durchführen. Lies hier, was diese Untersuchung so besonders macht.

Bilder des 4D-Ultraschalls werden auf die Monitore übertragen
Der erste 4D-Ultraschall ist ein besonderer Moment für werdende Eltern. © Medical Prudens via Pixabay

4D-Ultraschall: So sieht’s aus

Die Möglichkeiten des Ultraschalls sind vielseitig: Es gibt den konventionellen 2D-Ultraschall, viele Eltern entscheiden sich mittlerweile aber für den 3D-Ultraschall, der ihnen bereits eine räumliche Darstellung ihres Ungeborenen, inklusive aller Körperteile und Organe bietet.

Und eine weitere Perspektive erlangen Eltern durch den 4D-Ultraschall. Im Video siehst du, wie Bilder dieses Ultraschalls aussehen können:

Video eines Babys mithilfe von 4D-Ultraschall

4D-Ultraschall: Dein Baby in Echtzeit

Der 4D-Ultraschall geht noch einen Schritt weiter. Die vierte Dimension ist hier die Zeit. Bei dieser Art des Ultraschalls werden die Bewegungen des Babys in Echtzeit auf die Monitore der Gynäkologen übertragen. Ermöglicht wird dies durch einen beweglichen Schallkopf, der fünf bis sieben Bilder pro Sekunde macht. Für viele Eltern eine besonders emotionale Art und Weise ihr Baby das erste Mal zu sehen.

4D-Ultraschall: Ab wann?

Die Zeit zwischen der zwölften und 16. Schwangerschaftswoche eignet sich am ehesten für einen 4D-Ultraschall, wenn man das gesamte Baby beobachten möchte, da es zu diesem Zeitpunkt noch klein genug ist, um komplett erfasst zu werden. Die Zeit zwischen der 25. und 33. Schwangerschaftswoche empfiehlt sich für die Untersuchung von einzelnen Körperteilen und Organen.

Muss ein 4D-Ultraschall sein?

Zwar können mithilfe des 3D- und 4D-Ultraschalls frühzeitig Aussagen über körperliche Besonderheiten gemacht werden, Mediziner sind aber noch geteilter Meinung über die Notwendigkeit des „Live-Ultraschalls“.

Dr. Krisztian Lato, Frauenarzt am Universitätsklinikum Ulm sieht die Vorteile der Methode besonders in der Früherkennung von Gehirn-Fehlbildungen und in dem positiv-psychologischen Effekt, den Eltern durch die anschauliche Darstellung ihres Kindes bekommen.

Video-Empfehlung

Andere winken ab: Der Medizinische Dienst des Bundes der Krankenkassen (MDS) stuft die Untersuchung als überflüssig ein. Um mögliche Fehlbildungen zu erkennen, reiche auch ein 3D-Ultraschall aus. Auch chromosomale Besonderheiten, wie zum Beispiel das Down Syndrom kann aber auch der 4D-Ultraschall nicht zeigen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) spricht sich klar gegen die Nutzung von 4D-Ultraschall ohne einen medizinischen Hintergrund aus. Eltern würden die Methode demzufolge häufig als „Babyfernsehen“ zweckentfremden. Letztendlich muss aber jeder für sich entscheiden, ob er sich für diese Untersuchung entscheidet.

4D-Ultraschall: Kosten

Die 4D-Ultraschall-Kosten variieren unter Frauenärzten und können bis zu 250€ betragen. Manche Ärzte berechnen auch Kosten pro Bild.

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