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Babybauch: Ab wann wächst der Bauch und wie werde ich aussehen?

Wann sieht man den Babybauch? Wenn man noch keine Wölbung sehen kann, ist es schwer vorstellbar, wie sich der Schwangerschaftsbauch entwickeln wird. Hier bekommst du alle wichtigen Infos über deine Bauch-Veränderungen. Du erfährst, ab wann der Bauch wächst und ab wann du Umstandskleidung brauchst.

So wächst dein Babybauch.
So wächst dein Babybauch.
freestocks.org / Unsplash

Ab wann sieht man den Bauch in der Schwangerschaft?

Beim ersten Kind kann man etwa ab der 12. SSW damit rechnen, dass der Babybauch sichtbar und fühlbar wird. Dann ist dein Baby schon so „groß“ – es sind etwa fünf Zentimeter –, dass sich die Gebärmutter dem anpassen muss. Sie füllt das Becken weitgehend aus und sucht Platz in andere Richtungen.

Du wirst sie bald oberhalb deines Schambeins ertasten können. Man spricht dabei vom sogenannten Fundusstand. Der ist auch für deine Hebamme ein wichtiger Messwert für die Entwicklung deines Babys. Darum wird dein Babybauch jetzt regelmäßig vermessen und die Werte neben der Gewichtszunahme in der Schwangerschaft in den Mutterpass eingetragen.

Ob der Bauch aber direkt ab der 12. SSW auch wirklich „sichtbar“ ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Dein Gewicht und Größe
  • Gewicht und Größe deines Babys
  • Trainingszustand
  • Hautbeschaffenheit
  • Erste Schwangerschaft? Ab dem zweiten Kind ist die erste Wölbung schon früher (etwa ab der achten Woche) zu erwarten.

Du weißt noch nicht, in welcher SSW du bist? Unser Schwangerschaftskalender zeigt dir Woche für Woche in anschaulichen Grafiken, was in deinem Babybauch vor sich geht und versorgt dich mit wichtigen Infos rund um deine Schwangerschaft.

 

Zum Beispiel wie genau die Entwicklung eines Embryos abläuft und ab wann du mit ersten Kindsbewegungen rechnen kannst:

Vier Monate schwanger: Bauch deutlich zu sehen

Oft ist erst zwischen der 16. und 25. Woche deiner Schwangerschaft ein Bauch sichtbar. Zum Ende des sechsten Schwangerschaftsmonats ist der Babybauch dann als solcher zu erkennen.

Wann wächst der Bauch am meisten? Monat für Monat wird der Bauch jetzt größer und runder. Im Durchschnitt wächst ein Schwangerschaftsbauch bis zur Geburt auf einen Umfang von 100 Zentimetern bis 120 Zentimeter heran – gemessen wird auf Höhe des Bauchnabels.

Gänsehaut-Moment: So sieht es aus, wenn ein Baby in der Fruchtblase geboren wird

Wenn der Babybauch Probleme macht

Mit fortschreitender Schwangerschaft wächst der Bauch meist zu einer stattlichen Größe und bereitet zunehmend Beschwerden. Bücken wird schwieriger, Schuhe binden fast unmöglich (bedenke das schon mal beim Schuhkauf in der Frühschwangerschaft!) und manchmal sind auch Verspannungen und Rückenschmerzen die Folge davon, dass die ganze Körperbalance verändert und zugleich der Bandapparat gelockert ist.

Gegen diese Schwangerschaftsbeschwerden kannst du verschiedenste Dinge versuchen. Bei Rückenschmerzen hilft manchmal zum Beispiel schon eine kleine Pause oder etwas Wärme.

Dein Baby fordert viel Platz! Deine Mutterbänder schmerzen, vermutlich fällt das Atmen nun schwerer, da die Lunge im Schwangerschaftsbauch nach oben gedrückt wird und weniger Volumen hat.

Auch der Berufsverband der Frauenärzte e.V. erklärt:

„Dieses Trimenon [Anm. d. Red: gemeint ist das 3. Trimester] ist für die Schwangere meist das beschwerlichste. Die Organe im Bauchraum werden durch die wachsende Gebärmutter langsam eingeengt bzw. verdrängt. Darauf lassen sich typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Verstopfung (Obstipation), Kurzatmigkeit) oder der vermehrte Harndrang zurückführen.“

Warum haben manche Frauen einen kleinen Babybauch?

Jeder schwangere Bauch ist anders und die Frage „Wann sieht man den Babybauch“ kann nie pauschal beantwortet werden. Bei Zwillingen oder Drillingen wächst der Bauch zum Beispiel deutlich schneller.

Generell gilt: Bei Übergewicht kann es schwieriger sein, die Gebärmutter zu ertasten und auch der Bauch wird vielleicht erst später sichtbar sein. Untergewichtige Frauen können die Gebärmutter vielleicht besser ertasten und schon früher einen kleinen Schwangerschaftsbauch erkennen.

Bauchformen: Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Der Mythos, ein runder oder schmaler Bauch sage etwas über das Geschlecht des Babys aus, ist falsch. Egal ob Junge oder Mädchen: Von Schwangerschaft zu Schwangerschaft kann der Babybauch unterschiedlich geformt sein. Ein spitzer Babybauch oder ein hoher, tiefer oder runder Babybauch hat also nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ein hoch sitzender Babybauch entsteht oft, wenn Frauen ein kleineres Becken haben.

Und meist wird der Babybauch mit jedem Kind etwas größer. Eine entscheidende Rolle spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft natürlich auch die Lage des Kindes im Bauch. Positioniert es sich quer, wird der Bauch breiter aussehen, liegt es vertikal, wirkt er schmaler.

Babybauch-Fotos: Bauchshooting, Gipsabdruck oder bemalen?

Viele Frauen wollen gut dokumentieren, wenn sich in der Schwangerschaft Bauch und Körper verändern. Ein Gipsabdruck vom Babybauch ist zum Beispiel eine beliebte Möglichkeit.

Auch das Messen und Dokumentieren des Bauchumfangs ist eine gute Idee und macht Vergleiche zu weiteren Schwangerschaften möglich. Am einfachsten ist es aber natürlich immer noch, mit dem Smartphone Fotos zu machen oder in einem Babybauch-Shooting diese wunderschöne Zeit professionell festhalten zu lassen.

Auch das Messen und Dokumentieren des Bauchumfangs ist eine gute Idee und macht Vergleiche zu weiteren Schwangerschaften möglich. Am einfachsten ist es aber natürlich immer noch, mit dem Smartphone Fotos zu machen oder in einem Babybauch-Shooting diese wunderschöne Zeit professionell festhalten zu lassen.

Babybauch pflegen: Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Schwangerschaftsstreifen sind bei vielen Frauen eine Sorge, wenn es um den wachsenden Bauch geht. Ein gutes Bindegewebe wird nicht so leicht reißen wie ein schwaches. Aber auch der „Trainingszustand“ kann eine Rolle spielen: Mit starken Bauchmuskeln kann der Körper dem Druck von innen besser Stand halten. Ein sanftes Bauchmuskeltraining in der Frühschwangerschaft kann hierbei helfen.

Jedoch ist zu empfehlen, bevorzugt die schräge Bauchmuskulatur zu trainieren. Bevor du sportliche Aktivitäten durchführst, solltest du dich darüber jedoch mit deinem Frauenarzt absprechen.

Hebamme Anja Constance Gaca erklärt auf ihrem Blog „von guten Eltern“, ob bestimmte Produkte Dehnungsstreifen vorbeugen können:

„Letztlich kann zwar kein Pflegeöl oder Kosmetikprodukt verhindern, dass die Haut einreißt, wenn sie durch das Wachstum des Bauches zu sehr überdehnt wird. Aber ein gutes Pflegeprodukt kann die Elastizität der Haut erhöhen. Vor allem Öle mit Vitamin E haben eine positive Wirkung auf die Bindegewebselastizität.“

Wann brauche ich Umstandskleidung?

„Ab wann braucht man Umstandskleidung?“ fragen sich viele Schwangere. Eine genaue Angabe gibt es hier allerdings nicht – denn auch hier spielt das individuelle Bauch-Wachstum eine Rolle.

Meistens werden Hosen als erstes zu eng. Doch viele Umstandshosen sind dann noch zu weit und rutschen. Über diese Phase helfen offene Knöpfe und weite Oberteile hinweg. Letztere braucht man oft auch schon wegen der neuen Oberweite. Wer Sorge hat, dass eine unglückliche Bewegung den Blick auf die offene Hose frei gibt, kann sich mit ein paar kleinen Tricks aushelfen: Bauchbänder und Hosenerweiterungen helfen! Günstiger Trick: Einfach einen Haargummi durch das Knopfloch der Hose fädeln und so den Knopf schließen. Schwangeren-Leggins in Kombination mit einem Hemdkleid können ebenfalls eine dezente Lösung sein, den kleinen Babybauch noch ein bisschen länger zu verstecken.

Häufige Fragen zum Babybauch

  1. „Statt einen Bauch zu bekommen, nehme ich ab.“
    Manche Frauen verlieren in den ersten Schwangerschaftswochen Gewicht, z.B. weil sie durch Übelkeit weniger essen oder oft erbrechen müssen. Dann sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob Mutter und Kind ausreichend versorgt werden. In den meisten Fällen ist eine vorübergehende Gewichtsabnahme in den ersten Schwangerschaftswochen harmlos. Im Bedarfsfall können über Infusionen Flüssigkeit und Nährstoffe zugefügt werden. Doch das passiert sehr selten. Schwangere leiden dann meist unter einer besonderen Form der Schwangerschaftsübelkeit: der sogenannten Hyperemesis gravidarum. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Herzogin Kate Middleton.
  2. „Meine Freundin ist zwei Wochen weiter als ich und hat einen kleinen Bauch! Was stimmt da nicht?“
    Vermutlich kein Grund zur Sorge! Der Bauchumfang ist nicht an die Schwangerschaftswoche gebunden. Bei jeder Frau wächst der Bauch im eigenen Tempo. Manchmal stagniert das Wachstum sogar und dann wieder – praktisch über Nacht – ist der Bauch deutlich größer. Wenn du das genau beobachten willst, miss und notiere täglich morgens deinen Bauchumfang.
  3. „Ich habe einen Babybauch, aber der Schwangerschaftstest ist negativ.“
    Es ist möglich, dass die Schwangerschaft bereits so fortgeschritten ist, dass der Schwangerschaftstest die Schwangerschaft nicht mehr anzeigt. Das für den Test relevante Hormon ß-HcG verringert sich nach einigen Wochen, sodass der Test es eventuell nicht mehr anzeigen kann. Ein Bauch ist aber kein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Zum einen kann eine Gewichtszunahme durch vermehrtes Essen, Hormoneinnahme, Stress oder weniger Bewegung ausgelöst werden und nach einem Babybauch aussehen. Zum anderen gibt es medizinische Ursachen, die mit Symptomen einhergehen, die an einen Schwangerschaftsbauch erinnern. Zu solchen Problemen gehören zum Beispiel Zysten am Eierstock.
  4. „Mein Bauch ist so groß, Leute fragen schon ob ich Zwillinge erwarte. Bekomme ich ein besonders großes Baby?“
    Ob dein Baby besonders groß sein wird, hängt von anderen Faktoren ab: etwa wie gut es von der Gebärmutter versorgt wird. Ein großer Babybauch deutet jedenfalls nicht unbedingt auf ein großes Baby hin. Es kann auch bedeuten, dass du viel Fruchtwasser oder eine große Plazenta hast. Vielleicht hast du auch viel Flüssigkeit eingelagert. Es gibt so viele Gründe. Und wenn Zwillinge per Ultraschall ausgeschlossen sind, dann fällt diese Erklärung wohl auch aus.

Quellen