Babybauch: Wann sehe ich schwanger aus? Alle SSW im Überblick

Babybauch: Ab wann wächst mein Bauch und wie werde ich aussehen?

Wie wird mein Babybauch aussehen? Wenn man noch keine Wölbung sehen kann, ist es oft schwer sich vorzustellen, wie sich der Schwangerschaftsbauch entwickeln wird. Hier bekommst du alle wichtigen Infos über alle Bauch-Veränderungen, erfährst, ab wann sich der Bauch endlich wölbt und ab wann du Umstandskleidung brauchst.

Im Video siehst du eine faszinierende Collage einer Frau, die in 1.000 Bildern ihre Babybauch-Entwicklung in jeder SSW dokumentiert hat:

 

9 Monate in 1.000 Bildern: Wie wird mein Bauch aussehen?

Babybauch: Warten auf die erste Wölbung

Viele Frauen können es kaum erwarten, den Babybauch stolz zu zeigen und suchen ungeduldig nach ersten äußerlichen Beweisen der Schwangerschaft. Symptome wie Übelkeit, Kreislaufprobleme und Müdigkeit sind schon da – aber wo ist der Schwangerschaftsbauch?!

Du weißt noch nicht, in welcher SSW du bist? Unser Schwangerschaftskalender zeigt dir Woche für Woche in anschaulichen Grafiken, was in deinem Babybauch vor sich geht und versorgt dich mit wichtigen Infos rund um deine Schwangerschaft. Zum Beispiel wie genau die Entwicklung eines Embryos abläuft und ab wann du mit ersten Kindsbewegungen rechnen kannst:

Zum Schwangerschaftskalender

Ab wann sieht man den Babybauch?

Von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern wächst dein Baby schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft – Bauch oder auch nur die erste zarte Wölbung sind aber leider noch lange nicht zu sehen.

12. SSW: Der Babybauch wird langsam sichtbar

Beim ersten Kind kann man etwa ab der 12. SSW damit rechnen, dass der Babybauch sichtbar und fühlbar wird. Dann ist dein Baby schon so „groß“ – es sind etwa fünf Zentimeter – , dass sich die Gebärmutter dem anpassen muss. Sie füllt das kleine Becken weitgehend aus und sucht Platz in andere Richtungen. Du wirst sie bald oberhalb deines Schambeins ertasten können. Man spricht dabei vom sogenannten Fundusstand. Der ist auch für deine Hebamme ein wichtiger Messwert für die Entwicklung deines Babys. Darum wird dein Babybauch jetzt regelmäßig vermessen und die Werte neben der Gewichtszunahme in der Schwangerschaft in den Mutterpass eingetragen. Auch in unserem Schwangerschaftskalender kannst du nachlesen, wo du in der jeweiligen Schwangerschaftswoche dein Baby ertasten kannst.

Ob der Bauch aber direkt ab der 12. SSW auch wirklich „sichtbar“ ist, hängt von der eigenen Statur und Figur ab. Ab dem zweiten Kind ist die erste Wölbung schon etwa ab der achten Woche zu erwarten.

Vier Monte schwanger: Bauch deutlich zu sehen

Oft ist erst zwischen der 16. und 25. Woche deiner Schwangerschaft ein Bauch sichtbar. Zum Ende des sechsten Schwangerschaftsmontas ist der Babybauch dann als solcher zu erkennen. Monat für Monat wird der Bauch jetzt größer und runder. Im Durchschnitt wächst ein Schwangerschaftsbauch bis zur Geburt auf einen Umfang von 100 Zentimetern bis 120 Zentimeter heran – gemessen wird auf Höhe des Bauchnabels. Jeder schwangere Bauch ist aber natürlich anders und die Frage „ab wann sieht man den Babybauch“ kann daher nie pauschal beantwortet werden. Bei Zwillingen oder Drillingen wächst der Bauch zum Beispiel deutlich schneller.

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Der Körper einer Frau ist doch das größte Wunder ! Wir können ein Lebewesen in uns wachsen lassen und tragen 9 Monate lang 2 Herzen in uns 🤰 . Allein die Tatsache, in wie weit sich der Körper in dieser Zeit verändert und sich nach der Geburt von Monat zu Monat wieder in seinen Ursprung zurück verwandelt (mehr oder weniger 🙈), ist unglaublich! . Aber auch wenn wir sicherlich nicht mehr genau so aussehen, wie vor einer Schwangerschaft, haben wir doch absolut Großes gemeistert !! ♡ . Daher hier einmal zum #dickbauchdienstag Monat 2 bis 9 meiner 2. Schwangerschaft #womensday war zwar schon vor ein paar Tagen, aber in diesem Sinne: "Wir sind schon toll" 😅😁🥰 . #pregnant #pregnancy #schwanger #schwangerschaft #babybump #potd #women #woman #babygirl #babyboy #babyinside #gravidez #gravida #love

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Generell gilt: Bei Übergewicht kann es schwieriger sein, die Gebärmutter zu ertasten und auch der Babybauch wird vielleicht erst später sichtbar sein. Untergewichtige Frauen können die Gebärmutter vielleicht besser ertasten und schon früher einen kleinen Schwangerschaftsbauch erkennen.

Das passiert im Schwangerschaftsbauch

Der Babybauch besteht nicht nur aus „Baby“. Auch die Plazenta wächst und das Fruchtwasser in der Fruchtblase, welches dein Baby vor äußeren Stößen schützt, nimmt an Volumen zu. Auch diese Veränderungen führen dazu, dass der Schwangerschaftsbauch stetig größer wird. Ein tolles Gefühl, dem Bauch beim Wachsen zuzusehen. Weniger schön, dass mit dem Bauchumfang meist auch die Beschwerden größer werden.

Wenn der Babybauch Probleme macht

Mit fortschreitender Schwangerschaft wächst der Bauch meist zu einer stattlichen Größe und bereitet zunehmend Beschwerden. Bücken wird schwieriger, Schuhe binden fast unmöglich (bedenke das schon mal beim Schuhkauf in der Frühschwangerschaft!) und manchmal sind auch Verspannungen und Rückenschmerzen die Folge davon, dass die ganze Körperbalance verändert und zugleich der Bandapparat gelockert ist. Dein Baby fordert viel Platz! Deine Mutterbänder schmerzen, vermutlich fällt das Atmen nun schwerer da die Lunge im Schwangerschaftsbauch nach oben gedrückt wird und weniger Volumen hat. Auch der Berufsverband der Frauenärzte e.V. erklärt auf ihrer Website Frauenärzte im Netz in einem Info-Artikel über die verschiedenen Schwangerschaftsdrittel. „Dieses Trimenon [Anm. d. Red: gemeint ist das 3. Trimester] ist für die Schwangere meist das beschwerlichste. Die Organe im Bauchraum werden durch die wachsende Gebärmutter langsam eingeengt bzw. verdrängt. Darauf lassen sich typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Verstopfung (Obstipation), Kurzatmigkeit) oder der vermehrte Harndrang zurückführen.“

Diese Animation zeigt, wie sehr das Baby deine Organe verschiebt: Animation des Museum Of Science+Industy in Chicago.

How a woman’s internal organs move when she’s pregnant

Schwangerschaft: Bauch und Körper entwickeln sich unterschiedlich

Wie groß ein Babybauch wird, ist wie gesagt von Frau zu Frau unterschiedlich. Manchen sieht man die Schwangerschaft bis zum Ende kaum an, andere Frauen sehen schon im fünften Monat aus, als müssten sie bald entbinden. Auch die Bauchform ist verschieden und hängt unter anderem vom Becken ab. Das Bindegewebe spielt ebenfalls eine Rolle.

Mythos Bauchform: Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Der Mythos, ein runder oder schmaler Bauch sage etwas über das Geschlecht des Babys aus, ist falsch. Egal ob Junge oder Mädchen: Von Schwangerschaft zu Schwangerschaft kann der Babybauch unterschiedlich geformt sein und meist wird der Schwangerschaftsbauch mit jedem Kind etwas größer. Eine entscheidende Rolle spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft natürlich auch die Lage des Kindes im Bauch. Positioniert es sich quer, wird der Bauch breiter aussehen, liegt es vertikal, wirkt er schmaler.

Video-Empfehlung

Babybauch-Fotos: Babybauchshooting, Gipsabdruck oder Bauch bemalen?

Viele Frauen wollen gut dokumentieren, wenn sich in der Schwangerschaft Bauch und Körper verändern. Ein Gipsabdruck vom Babybauch ist zum Beispiel eine beliebte Möglichkeit. Auch das Messen und Dokumentieren des Bauchumfangs ist eine Idee und macht Vergleiche zu weiteren Schwangerschaften möglich. Am einfachsten ist es aber natürlich immer noch, mit dem Smartphone Fotos zu machen oder in einem Babybauch-Shooting diese wunderschöne Zeit professionell festhalten zu lassen.

Hier ein paar süße Inszenierungen als Anregungen:

 

 

 

Babybauch pflegen: Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Schwangerschaftsstreifen sind bei vielen Frauen eine Sorge, wenn es um den wachsenden Bauch geht. Ein gutes Bindegewebe wird nicht so leicht reißen wie ein schwaches. Aber auch der „Trainingszustand“ der Schwangeren kann eine Rolle spielen: Mit starken Bauchmuskeln kann der Körper dem Druck von innen besser Stand halten. Ein sanftes Bauchmuskeltraining in der Frühschwangerschaft kann hierbei also helfen. Jedoch ist zu empfehlen, bevorzugt die schräge Bauchmuskulatur zu trainieren. Eine gute Übung gegen Dehnungsstreifen sind daher Situps bei denen die rechte Hand und der linke Fuß aufeinandertreffen – beziehungsweise umgekehrt. Bevor du diese oder andere sportliche Aktivitäten durchführst, solltest du dich darüber jedoch mit deinem Frauenarzt absprechen. Im Video siehst du hilfreiche Tipps, wie du Schwangerschaftsstreifen am Babybauch vorbeugen kannst:

7 Tipps zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen

„Letztlich kann zwar kein Pflegeöl oder Kosmetikprodukt verhindern, dass die Haut einreißt, wenn sie durch das Wachstum des Bauches zu sehr überdehnt wird. Aber ein gutes Pflegeprodukt kann die Elastizität der Haut erhöhen. Vor allem Öle mit Vitamin E haben eine positive Wirkung auf die Bindegewebselastizität.“, erklärt die Hebamme Anja Constance Gaca auf ihrem Blog „von guten Eltern“. Ihrer Meinung gehe es bei der Babybauch-Pflege aber ohnehin nicht primär darum, Dehnungsstreifen vorzubeugen. Vieler solle sich jede Schwangere die Zeit bewusst für das Baby nehmen, den Bauch streicheln und mit ihm reden.

Wann brauche ich Umstandskleidung?

„Ab wann braucht man Umstandskleidung?“ fragen sich viele Schwangere. Die Hosen werden als erstes eng. Doch viele Umstandshosen sind dann noch zu weit und rutschen – oder sie verraten zu früh „das kleine Geheimnis“. Über diese Phase helfen offene Knöpfe und weite Oberteile hinweg. Letztere braucht man oft auch schon wegen der neuen Oberweite.

Wer Sorge hat, dass eine unglückliche Bewegung den Blick auf die offene Hose frei gibt, kann sich mit ein paar kleinen Tricks aushelfen: Bauchbänder und Hosenerweiterungen helfen! Schwangeren-Leggins in Kombination mit einem Hemdkleid können ebenfalls eine dezente Lösung sein, den kleinen Babybauch noch ein bisschen länger zu verstecken.

Häufige Fragen zum Babybauch

  1. „Statt einen Bauch zu bekommen, nehme ich ab.“
    Manche Frauen verlieren in den ersten Schwangerschaftswochen Gewicht, z.B. weil sie durch Übelkeit weniger essen oder oft erbrechen müssen. In diesen Fällen sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob Mutter und Kind ausreichend versorgt werden. In den meisten Fällen ist eine vorübergehende Gewichtsabnahme in den ersten Schwangerschaftswochen harmlos. Im Bedarfsfall können über Infusionen Flüssigkeit und Nährstoffe zugefügt werden. Doch das passiert sehr selten. Schwangere leiden dann meist unter einer besonderen Form der Schwangerschaftsübelkeit: der sogenannten Hyperemesis gravidarum. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Herzogin Kate Middleton.
  2. „Meine Freundin ist zwei Wochen weiter als ich und hat einen kleinen Bauch! Was stimmt da nicht?“
    Vermutlich kein Grund zur Sorge! Der Bauchumfang ist nicht an die Schwangerschaftswoche gebunden. Bei jeder Frau wächst der Babybauch im eigenen Tempo. Manchmal stagniert das Wachstum sogar und dann wieder – praktisch über Nacht – ist der Bauch deutlich größer. Wenn du das genau beobachten willst, miss und notiere täglich morgens deinen Bauchumfang.
  3. „Ich habe einen Babybauch, aber der Schwangerschaftstest ist negativ.“
    Es ist möglich, dass die Schwangerschaft bereits so fortgeschritten ist, dass der Schwangerschaftstest die Schwangerschaft nicht mehr anzeigt. Das für den Test relevante Hormon ß-HcG verringert sich nach einigen Wochen, so dass der Test es eventuell nicht mehr anzeigen kann. Ein Bauch ist aber kein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Zum einen kann eine Gewichtszunahme durch vermehrtes Essen, Hormoneinnahme, Stress oder weniger Bewegung ausgelöst werden und nach einem Babybauch aussehen. Zum anderen gibt es medizinische Ursachen, die mit Symptomen einhergehen, die an einen Schwangerschaftsbauch erinnern. Zu solchen Problemen gehören zum Beispiel Zysten am Eierstock die recht groß werden können.
  4. „Mein Bauch ist so groß, Leute fragen schon ob ich Zwillinge erwarte. Bekomme ich ein besonders großes Baby?“
    Ob dein Baby besonders groß sein wird, hängt von anderen Faktoren ab: etwa wie gut es von der Gebärmutter versorgt wird. Ein großer Babybauch deutet jedenfalls nicht unbedingt auf ein großes Baby hin. Es kann auch bedeuten, dass du viel Fruchtwasser oder eine große Plazenta hast. Vielleicht hast du auch viel Flüssigkeit eingelagert. Es gibt so viele Gründe. Und wenn Zwillinge per Ultraschall ausgeschlossen sind, dann fällt diese Erklärung wohl auch aus.

Schwangerschaft: Bauch und Körper als großes Wunder

Weil er für alle sichtbar ist, bleibt in jeder Schwangerschaft „Bauch“ das Interessanteste. Doch eigentlich passiert das Spannende hinter der Bauchdecke. Es ist wirklich jedes Mal ein kleines Wunder, wie in 40 Wochen ein kleiner Mensch in deinem Babybauch entsteht.

Noch mehr Informationen rund um Schwangerschaft und „Mama werden“ findest du auch auf dein-schwangerschaftskalender.de.

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Quellen:

Berufsverband der Frauenärzte e.V.; Dr. Scharrel, Doris (2018): Kindliche und mütterliche Entwicklung in den Schwangerschaftsdritteln. In: Frauenärzte im Netz. https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/schwangerschaftsdrittel/ (letzter Zugriff März 2019)

Gaca, Anja Constance (2017): Liebevolle Pflege für den Bauch – vor und nach der Geburt. In: von guten Eltern . https://www.vonguteneltern.de/liebevolle-pflege-fuer-den-bauch-vor-und-nach-der-geburt/ (letzter Zugriff März 2019)

Janh-Zöhrens, Ursula (2011): Entspannt erleben: Schwangerschaft und Geburt. Hrsg. Deutscher HebammenVerband e.V. Trias.

Prof. Dr. med. Kainer, Franz; Nolden, Annette (2009): Das große Buch zur Schwangerschaft – Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag

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