Bin ich schwanger? Anzeichen einer Schwangerschaft

Bin ich schwanger? Anzeichen für eine Schwangerschaft

Bin ich schwanger? Das ist die entscheidende Frage, die entweder in freudiger Erwartung oder mit Sorge gestellt wird. Frauen, die sich ein Baby wünschen, möchten am Zyklusende wissen, ob sie schwanger sind. Sie können die Antwort ebenso wenig erwarten, wie Frauen, die eine Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt nicht geplant hatten und nun Gewissheit haben wollen.

In diesem Artikel findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen:

  • Wie merke ich, dass ich schwanger bin?
  • Woran merkt man, dass man schwanger ist?
  • Ab wann merkt man, dass man schwanger ist?

Im Video haben wir zum Einstieg, die sieben häufigsten Anzeichen für eine Schwangerschaft zusammengefasst. Doch dein Körper sendet dir noch weiter Signale.

Bin ich schwanger? Das sind die Top 7 Anzeichen einer Schwangerschaft

Bin ich schwanger? Wie merke ich, dass ich schwanger bin?

Es gibt einige Schwangerschaftsanzeichen, die einzeln oder gemeinsam auftreten können – aber nicht müssen. Sie können dir gegebenenfalls eine Antwort darauf geben, ob du schwanger bist. Doch neben solchen Symptomen gibt es auch Frauen, die berichten, sie hätten ein warmes Glühen im Unterbauch gehabt. Manche meinen, sie hätten es einfach von Anfang an gespürt. Ebenso gibt es auch Fälle in denen Frauen erst nach mehreren Wochen oder gar am Ende der 40. SSW gemerkt haben, dass sie schwanger sind.

Was letztendlich die Frage „Bin ich schwanger?“ beantwortet, kann von Frau zu Frau verschieden sein. Es variiert sogar bei einer Frau von Schwangerschaft zu Schwangerschaft. Dennoch sollen hier einige häufige Gemeinsamkeiten genannt werden, die darauf hinweisen können, dass du schwanger bist:

Woran merkt man, dass man schwanger ist? 10 körperliche Anzeichen

  • Die Menstruation bleibt aus
    Sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, wir das Schwangerschaftshormon hCG (Humanes Choriongonadotropin) gebildet und die Eierstöcke bekommen das Signal, dass ab sofort keinen Eisprung mehr stattfinden muss. Ein Eisprungkalender kann dir dabei helfen, deinen Zyklus und deinen Eisprung besser im Blick zu haben. Doch, dass die Periode überfällig ist muss nicht zwingend an einer Schwangerschaft liegen.
  • Die Basaltemperatur ist über einen längeren Zeitraum erhöht
    Bin ich schwanger oder nicht, dass kann dir auch die Basaltemperatur Dabei handelt es sich um die morgentliche Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen. Bist du schwanger, ist diese über mindestens zwei Wochen leicht (0,2 bis 0,6 Grad) erhöht. Dafür sorgt das Hormon Progesteron, das der Körper bei einem Eisprung ausschüttet. Wird die Eizelle befruchtet, bleibt der Hormonwert weiterhin erhöht.
  • Pralle Brüste
    Woran merkt man, dass man schwanger ist? An prallen Brüsten. Das hast du sicher auch schon öfter gehört oder gelesen. Tatsächlich kann es sein, dass die Brüste durch den Anstieg von Östrogen, Progesteron und HCG größer und empfindlicher werden, eventuell ist auch eine dunklere Färbung der Brustwarzen erkennbar.
  • Der Geruchssinn ist sensibler
    Wie merke ich, dass ich schwanger bin? Eventuell auch mit der Nase. Manche Schwangere berichten, dass sie von Anfang an einen sehr sensiblen Geruchssinn hatten. Das bedeutet auch Abneigungen gegen bekannte Gerüche können auftreten. Auf dieses Anzeichen kannst du achten.
  • Schwangerschaftsübelkeit
    Übelkeit am Morgen ist bei vielen Frauen der Moment, ab wann man merkt, dass man schwanger ist. Die Übelkeit kann auch am gesamten Tag auftreten und wird eventuell auch durch Gerüche ausgelöst. Bist du schwanger, ist dafür ebenfalls das Hormon hCG verantwortlich.
  • Starke Müdigkeit
    Du bist dauernd müde und hast ein besonders großes Schlafbedürfnis mit wenig Erholungswert.
  • Stärker durchblutete Schamlippen
    Dadurch kann eine livide (bläuliche) Färbung der inneren Schamlippen entstehen.
  • Schwindel, Reizbarkeit und übermäßiger oder geringer Appetit
  • Ziehen im Unterleib
    Durch die vermehrte Durchblutung und das Wachstum der Gebärmutter kann ein leichtes Ziehen im Unterleib entstehen.
  • Häufiges Wasserlassen bzw. verstärkter Harndrang

Wie merkt man, dass man schwanger ist, wenn man noch keinen Schwangerschaftstest gemacht hat, bleibt in einer so frühen Phase der Schwangerschaft also leider nur Spekulation. Denn dies alles sind Symptome, die der Körper aussendet, aber nicht zwingend eine Schwangerschaft zur Ursache haben müssen. Es sind also Anzeichen, die ebenso auf einen Infekt, Stress oder ein Hormonungleichgewicht hinweisen könnten. Es kann genauso sein, dass du schwanger bist, ohne dass eines dieser Symptome auftritt. Auf die drängende Frage „Bin ich schwanger?“ hat also nur der Frauenarzt oder ein Schwangerschaftstest eine eindeutige Antwort.

Ab wann merkt man, dass man schwanger ist? Nachweis der Schwangerschaft

Die meisten Frauen würden wohl sagen, dass das Ausbleiben der Menstruation und eventuell auch die Morgenübelkeit der Moment ist, woran man merkt, dass man schwanger ist. Doch eine sichere Antwort liefert nur ein positiver Test.

Bin ich schwanger oder nicht, sagt am besten der Bluttest beim Arzt (kann auch der Hausarzt sein) aus. Der Test ermittelt den sogenannten hCG -Wert (= Humanes Chorion-Gonadotropin-Wert) in deinem Blut, da dieses Hormon beim gesunden Menschen nur vorkommt, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Ob du schwanger bist, kann dein Arzt bereits acht Tage nach der Befruchtung in deinem Blut feststellen. Außerdem ist ein Ultraschallbild, auf dem der Embryo zu erkennen ist, ein sicherer Beweis für eine bestehende Schwangerschaft – auch wenn du von allem typischen Schwangerschaftssymptomen vielleicht noch gar nichts merkst. Dein Körper stellt ab dem Moment der Befruchtung auf Schwangerschaft um. Sei froh, wenn du erst etwas später Schwangerschaftsbeschwerden bekommst. Lästige Morgenübelkeit braucht wirklich keiner!

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

Du bist schwanger: Das solltest du jetzt beachten

Hinter der Frage „Bin ich schwanger?“ steht ein „Ja“ mit Ausrufezeichen, dann solltest du nicht zögern. Wenn der Schwangerschaftstest zuhause ein positives Ergebnis zeigt und die oben genannten Symptome auftreten, solltest du zügig einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren, denn es gibt noch ein paar wichtige Dinge abzuklären, zum Beispiel:

  • Hat sich das Ei an der richtigen Stelle eingenistet?
    Eine Eileiterschwangerschaft(Häufigkeit ist 1:1000 Schwangerschaften) muss ausgeschlossen werden.
  • Gibt es Anzeichen für eine Mehrlingsschwangerschaft?

Auch der körperliche Zustand der Mutter muss untersucht werden, etwa ob Fehlbildungen im Becken oder bei der Gebärmutter vorliegen oder ob Myome vorhanden sind. Die Überprüfung von körperlichen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Krampfadern ist ebenso wichtig, wie die Frage nach Vorerkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme, kürzlich erfolgten Röntgenuntersuchungen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit und anderen Faktoren, die Mutter oder Kind gefährden könnten.

Auch die Schwangerschaftswoche (SSW) muss ermittelt werden, um den voraussichtlichen Geburtstermin zu errechnen. Unser Schwangerschaftskalender zeigt dir, wie sich dein Baby in den kommenden Wochen bis zur Geburt entwickelt.

Bei einigen Frauen ist die berufliche Beschäftigung in der Schwangerschaft nicht möglich, weil die Tätigkeit dem Kind schaden könnte (bei stark körperlichen Tätigkeiten, bei Umgang mit Chemikalien oder Strahlung) – hier spricht der Frauenarzt ein Beschäftigungsverbot aus.

Außerdem muss der Verlauf zunächst in der Akte und bald auch im Mutterpass dokumentiert werden. Regelmäßige Blutuntersuchungen, Gewichtkontrollen, Blutdruckmessungen und Urinkontrollen werden dich bis zur Geburt begleiten.

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Konflikte mit der Schwangerschaft

Auch in Zeiten zuverlässiger Verhütung kommt es immer wieder vor, dass Frauen unbeabsichtigt schwanger werden. Nicht selten wird die Nachricht dennoch positiv aufgenommen.

Doch bei manchen Frauen ist die Ausgangssituation besonders schwierig und der Gedanke das Kind auszutragen, ist mit Angst, Sorge oder Ablehnung belegt. Oft sind es Probleme in der Partnerschaft, eine unklare Vaterschaft, finanzielle Sorgen, geringes oder hohes Alter der Frau, hohe Belastung durch bereits vorhandene Kinder, psychische oder berufliche Gründe, fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten als Mutter oder vorangegangene traumatische Erlebnisse. Hinter der Frage „Woran merkt man, dass man schwanger ist?“ kann also auch die Hoffnung stehen, eben nicht schwanger zu sein.

Für Frauen mit Kinderwunsch ist eine Ablehnung einer Schwangerschaft meist unverständlich, doch hat jede Frau in Deutschland die Möglichkeit, sich auch gegen ein Kind zu entscheiden. Kaum einer Frau fällt eine solche Entscheidung leicht und oft trägt sie lange an der seelischen Belastung. Auch ein Kind hat ein Recht darauf, gewünscht zu sein und bei seiner Geburt Eltern vorzufinden, die bereit sind, es mit Liebe und Geduld aufzuziehen. Eine Schwangere mit solchen inneren Konflikten findet Rat und Hilfe bei Beratungsstellen wie zum Beispiel Pro Familia. Dort werden alle Möglichkeiten erklärt: Von finanziellen Hilfen, wenn das Kind ausgetragen wird, über Adoptionsverfahren bis hin zur Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs. Dabei wird kein Druck auf die Frau ausgeübt, die Entscheidung bleibt ganz bei ihr.

Ich bin schwanger: Wann sollte man vom Baby erzählen?

Ist das Thema „Bin ich schwanger?“ geklärt, steht die nächste große Frage an: Wann soll ich allen von der Schwangerschaft erzählen? Der Erste, der von der Schwangerschaft erfahren sollte, ist für gewöhnlich der Vater des Kindes. Wem und wann man es dann erzählt, kann jeder selbst entscheiden. Tatsache ist jedoch, dass einige Schwangerschaften durch eine Fehlgeburt in den erste 12 Wochen zu Ende gehen. Diese Sorge veranlasst viele Paare, die gute Nachricht erst nach der 12. SSW zu verkünden. Doch bei starken Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen ist es meist schwer, das Geheimnis so lange für sich zu behalten. Wir haben hier auch schon ein paar Ideen, wie du deine Schwangerschaft verkünden kannst.

Den Arbeitgeber solltest du früh genug einweihen, sodass er sich auf deinen Mutterschutz einrichten kann. Auch hast du während der Schwangerschaft einen besonderen Kündigungsschutz. Sollte eine Kündigung ausgesprochen werden, bevor der Arbeitgeber von der Schwangerschaft weiß, kannst du ihm noch 14 Tage nach dem Kündigungsschreiben die Schwangerschaft bekannt geben und somit die Kündigung unwirksam machen.

Mutterschutzgesetz: Welche Rechte habe ich?

Während der Schwangerschaft und in den 4 Monaten danach hast du Kündigungsschutz, ebenso im gesamten Zeitraum, in dem du Elternzeit nimmst. Allerdings kann der Arbeitgeber in bestimmten Fällen Ausnahmen erwirken.

Grundsätzlich sind Frauen nicht verpflichtet, den Arbeitgeber sofort zu informieren, aber er sollte aus Fairness die Möglichkeit haben, rechtzeitig Ersatz zu finden, das Mutterschaftsgesetz einzuhalten und Rücksicht auf den Zustand der Schwangeren zu nehmen. Dies gilt auch für Arbeitskollegen, deren Rücksicht und Verständnis in den nächsten Wochen sicher wichtig ist.