Eileiterschwangerschaft: Was passiert mit meinem Körper?

Eileiterschwangerschaft: Was passiert in meinem Körper?

Endlich, ein positiver Schwangerschaftstest. Doch beim Arzt dann die niederschmetternde Diagnose: Eileiterschwangerschaft. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass sich die befruchtete Eizelle in den Eileitern einnistet?

Eine Frau beim Ultraschall
Eine Eileiterschwangerschaft wird meist sehr früh erkannt. © Bigstock / Alex Raths

Eileiterschwangerschaft: So kann es passieren

Bei einer Eileiterschwangerschaft, von Medizinern auch Tubargravidität genannt, nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter sondern in den Eileitern ein. Grund dafür kann zum Beispiel eine Verengung des Eileiters sein, sodass der Weg zur Gebärmutter verhindert ist. Auch Verwachsungen, entweder durch eine Blinddarmentzündung oder vorherige Operationen können Schuld sein. Jährlich sind in Deutschland rund 12.000 Frauen von einer Eileiterschwangerschaft betroffen.

Eileiterschwangerschaft-Symptome

Anfangs entwickelt sich eine Eileiterschwangerschaft wie eine normale Schwangerschaft. Doch aus Platzmangel und weil der Embryo nicht richtig ernährt werden kann, wird er sich ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr weiterentwickeln.

In der Frühschwangerschaft ist es für dich also kaum möglich, eine Eieiterschwangerschaft erkennen zu können. Das heißt, typische Schwangerschaftssymptome – wie das Ausbleiben der Periode oder Schwangerschaftsübelkeit – wirst du vielleicht noch wahrnehmen. Schließlich schüttet die befruchtete Eizelle trotzdem das Schwangerschaftshormon hCG aus, das dafür verantwortlich ist. Es gibt jedoch erste Warnzeichen, die du ernst nehmen solltest.

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Symptome Eileiterschwangerschaft

  • Starke einseitige Schmerzen im Unterbauch oder
  • auffällige Blutungen zwischen der sechsten und neunten Schwangerschaftswoche sollten dich alarmieren.
  • Auch leichtes Fieber und
  • eine gewisse Berührungsempfindlichkeit im Unterleib sind möglich.

Wichtig ist es, jetzt direkt zum Arzt zu gehen. Denn je später eine Eileiterschwangerschaft entdeckt wird, desto höher ist das Risiko, dass der Eileiter platzen kann. Das passiert im schlimmsten Fall zwischen der elften und 14. Schwangerschaftswoche und kann lebensgefährlich werden: starken inneren Blutungen, können den Körper in einen Schockzustand versetzen.

Eileiterschwangerschaft: OP notwendig?

Ob es sich um eine Eileiterschwangerschaft handelt oder nicht, kann der Arzt aber schon bei der ersten Ultraschalluntersuchung erkennen. Leider ist in diesem Fall ein Schwangerschaftsabbruch unabdinglich, da die Überlebenschancen für dein Kind kaum vorhanden sind. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Operativer Eingriff:
    Hier wird der Embryo durch einen Schnitt in der Bauchdecke entfernt. Ist der betroffene Eileiter zu stark geschädigt, wird er entfernt, sonst versucht der Arzt ihn zu erhalten.
  • Medikamente:
    Wird die Eileiterschwangerschaft frühzeitig erkannt, wenden Ärzte zur Behandlung auch Infusionen über die Venen an. Das Zellgift soll das Wachstum der Eizelle hemmen.
  • Abwarten:
    In manchen Fällen kann man auch auf natürlichem Wege die Schwangerschaft beenden, indem man die Eizelle sich von alleine abstoßen lässt. Dies sollte jedoch immer nur in Absprache und unter Aufsicht eines Arztes geschehen.

Ob du nach einer überstandenen Eileiterschwangerschaft wieder schwanger werden kannst, hängt davon ab, wie sehr deine Eileiter in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Doch wir können dich beruhigen: Schwanger nach Eileiterschwangerschaft ist möglich! Wenn beide Eileiter erhalten wurden, können 70 Prozent der Frauen auf natürlichem Wege erneut schwanger werden. Fehlt ein Eileiter liegt die Wahrscheinlichkeit immer noch bei bis zu 60 Prozent.

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