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Einnistungsblutung: Wie erkenne ich die Einnistung?

Getrocknete Frucht mit roten Kern
Einnistungsblutung oder Periode: Wo sind die Unterschiede
©Pexels/Pixabay

Die Einnistungsblutung wird oft mit der Periode verwechselt. Wie du sie voneinander unterscheiden kannst, wie lange sie dauert und wie stark sie sein kann, erfährst du hier.

Was ist eine Einnistungsblutung?

Nach der Befruchtung wandert die Eizelle (Blastozyste) durch den Eileiter Richtung Gebärmutter und nistet sich dort in der Gebärmutterschleimhaut ein.

Dabei kann es passieren, dass kleine Blutgefäße beschädigt werden, was eine leichte Blutung zur Folge haben kann. Diese Blutung nennt man Einnistungsblutung oder auch Nidationsblutung.

Einnistungsblutung: Wann tritt sie ein?

Die befruchtete Eizelle heftet sich etwa 5- 6 Tage nach der Befruchtung an die Gebärmutterschleimhaut. Wann die Einnistungsblutung dann genau stattfindet, variiert ein wenig: Meist tritt sie Ende der Einnistung auf, also etwa zwischen dem siebten und zehnten Tag nach der Befruchtung.

Kommt es bei jeder Einnistung zu Blutungen?

Die Einnistungsblutung kann unterschiedlich stark ausfallen – das ist von Frau zu Frau vollkommen unterschiedlich.

Hat man also immer eine Einnistungsblutung? Nein. Oftmals verläuft sie sehr schwach und nur im Inneren des Körpers. Es kann also durchaus sein, dass sie zwar stattfindet, du sie aber gar nicht bemerkst. Generell haben nur 15-25 Prozent aller Frauen überhaupt Blutungen in der Schwangerschaft.

Bei einer Mehrlingsschwangerschaft ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gefäße verletzt werden höher – die Nidationsblutung kann dann stärker sein.

Gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel sind verschiedene Schmierblutungen möglich. Während diese auch bedenklich sein können, besteht bei der Einnistungsblutung kein Grund zur Sorge. Sie schadet weder dir noch deinem Nachwuchs. Du musst auch per se nichts gegen sie unternehmen.

Aber: Sollte sie stärker werden oder plötzliche Schmerzen auftreten, solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen.

Einnistungsblutung auch bei Eileiterschwangerschaft?

Auch bei einer Eileiterschwangerschaft kann es zu einer Einnistungsblutung kommen. Deren auftreten gibt nämlich keine Auskunft über den Ort der Einnistung.

: Was passiert in meinem Körper?

Achtung: Eine Eileiterschwangerschaft ist „eine akute und lebensbedrohliche Erkrankung“, so der Berufsverband der Frauenärzte. Für dein Kind sind die Überlebenschancen kaum vorhanden, daher ist ein Schwangerschaftsabbruch hier leider unvermeidbar.

Symptome: Wie erkenne ich eine Einnistungsblutung?

Einnistungsblutung: Farbe und Konsistenz

Bei der Nidationsblutung handelt es sich im Normalfall um frisches und damit hellrotes Blut. Die Einnistungsblutung kann aber auch eher bräunlich sein: Manchmal sammelt sich das Blut noch einige Tage in der Gebärmutter und tritt dann erst aus. Ist dies der Fall, gerinnt es in der Zeit und die Farbe geht dann eher in eine braune Richtung.

Unterschied: Einnistungsblutung oder Periode

Manche Frauen berichten, dass sie trotz Periode schwanger geworden sind. Allerdings schließen sich Periode und Schwangerschaft gegenseitig aus.

Da die Nidationsblutung oft in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche auftritt, kommt es immer wieder vor, dass Frauen sie mit einer verfrühten Periode verwechseln. Anhand dieser Merkmale kannst du die beiden Blutungen voneinander unterscheiden:

Periode Einnistungsblutung
Stärke mittel bis stark schwach, Schmierblutung
Zeitpunkt etwa 14 Tage nach dem Eisprung sieben bis zehn Tage nach der Befruchtung
Dauer drei bis fünf Tage ein bis zwei Tage
Farbe dunkelrot bis braun hellrot oder auch bräunlich
Schmerzen wie gewohnt keine bis leichte

Um sicherzugehen, dass es sich um eine Einnistungs- und nicht um die Monatsblutung handelt, achte auch auf andere Schwangerschaftsanzeichen. Ein ziemlich sicheres Zeichen ist zum Beispiel eine erhöhte Basaltemperatur über mindestens 18 Tage.

: den Eisprung bestimmen

Einnistung Schmerzen: Wie intensiv ist die Einnistungsblutung?

Manche Frauen geben an, bei der Einnistung einen Schmerz, den sogenannten Nidationsschmerz, zu spüren, vergleichbar mit Regelschmerzen. Wissenschaftlich belegt ist dieser Schmerz nicht, da die Einnistung eigentlich schmerzfrei abläuft.

: Wann und wo spürt man ihn?

Welche Risiken birgt eine Nidationsblutung?

Eine Einnistungsblutung ist weder für dein Kind noch für dich gefährlich. Falls du dir aber nicht sicher bist, was der Grund für deine Blutung sein könnte, solltest du dich zur Sicherheit an deinen Frauenarzt wenden.

Wie lange dauert eine Einnistungsblutung?

Da nur kleine Gefäße verletzt werden, klingt eine Einnistungsblutung in den meisten Fällen rasch ab. In der Regel dauert sie nur etwa ein bis zwei Tage. In seltenen Fällen – wie bei einer Mehrlingsschwangerschaft – kann sie auch etwas länger anhalten.

FAQ

Kann man nach der Einnistungsblutung einen Schwangerschaftstest machen?

Quellen

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