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Die richtige Ernährung bei Sodrennen in der Schwangerschaft

Gemüse wie Paprika und Zwiebeln
Gemüse wie Paprika und Zwiebeln bei Sodbrennen lieber vermeiden
© Pexels / Angele J

Du bist schwanger und vor lauter Glücksgefühlen tanzt dein Herz? Ein vorfreudiges Kribbeln im Bauch gehört sicher auch dazu. Doch was, wenn aus dem sanften Kribbeln ein Brennen wird? Wir zeigen dir hier, wie du mit einer gezielten Ernährung das Sodbrennen in der Schwangerschaft lindern kannst.

Die richtige Ernährung kann helfen

Leidest du in der Schwangerschaft unter Sodbrennen, so ist dies eines der unangenehmen, begleitenden Symptome, auf welche du bestimmt gern verzichten würdest. Doch du kannst dir sicher sein: Du bist damit nicht allein, denn etwa 40 bis 80 Prozent aller schwangeren Frauen leiden im Verlauf der Schwangerschaft unter Sodbrennen.

Vielleicht hast du schon gehört, dass verschiedene Lebensmittel gegen Sodbrennen hilfreich sein können. Tatsächlich kann die richtige Ernährung in der Schwangerschaft Sodbrennen lindern.

Verändere doch zunächst erst einmal deine Mahlzeitengestaltung und die Lebensmittelauswahl. Probiere aus, welche der folgenden Tipps zu deinem Lebensstil passen, um möglichst auf die Gabe von Medikamenten zu verzichten.

Geeignete Lebensmittel gegen Sodbrennen

Die gute Nachricht ist: Du darfst grundsätzlich essen, was im Rahmen der Schwangerschaft erlaubt ist und was du gut verträgst. Hierfür kann es sinnvoll sein, wenn du für einige Tage ein Ernährungs- und Symptomtagebuch führst. Auf diese Weise kannst du herausfinden, welche Bestandteile deiner Ernährung zum lästigen Sodbrennen führen.

Getränke

Überprüfe zunächst deine Getränkeauswahl. Greife zu stillem Wasser oder milden Kräutertees wie Kamille, Fenchel oder Süßholzwurzel. Beziehe eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in die Planung deiner Ernährung ein.

Achte jedoch darauf, dass du während des Essens möglichst wenig trinkst, um das Volumen der Mahlzeit nicht noch mehr zu erhöhen.

Nahrungsmittel

Hast du beim Führen deines Tagebuchs herausgefunden, dass bei dir eine bestimmte Ernährung zu Sodbrennen führt? Dann lasse erst einmal genau diese Lebensmittel weg und beobachte deine körperlichen Reaktionen.

Für den akuten Fall solltest du stets ein Kaugummi zur Hand haben. Das Kauen verstärkt die Produktion des basischen Mundspeichels, welcher in der Lage ist, deine Beschwerden zu lindern. Achte jedoch darauf, dass es sich nicht um Pfefferminzkaugummi handelt. Pfefferminze kann den Schließmuskel des Mageneingangs entspannen und in der Folge den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre begünstigen.

Hast du Sodbrennen in der Schwangerschaft, so kann eine gezielte Ernährung Linderung verschaffen. Der Verzehr von trockenem Brot, zum Beispiel Weißbrot, aber auch Haferflocken, Mandeln oder Nüsse können dir dabei helfen, die unangenehmen Beschwerden abklingen zu lassen.

So individuell wie das Auftreten der Schwangerschaftsbeschwerden ist, so verschieden können auch die Lebensmittel sein, die dabei helfen, das lästige Brennen zu besänftigen. Einige Frauen berichten davon, dass ihnen der Verzehr von Milch und Milchprodukten guttut. Andere schwören auf Kartoffelsaft, der es durch seine basischen Eigenschaften ebenfalls schafft, die Magensäure zu neutralisieren und noch dazu ihre Produktion nicht noch weiter anzuregen.

Eher ungeeignete Lebensmittel

Du leidest unter Sodbrennen und fragst dich nun, wie du deine Ernährung gestalten kannst und ob es Produkte gibt, die du besser ganz vermeiden solltest? In der Tat gibt es einige Nahrungsmittel, die du vorübergehend aus deinem Speiseplan streichen solltest.

Ganz vorne stehen hier die Genussmittel wie alkoholische Getränke, Nikotin und Kaffee. Doch diese vermeidest du hoffentlich schon allein aufgrund der Schwangerschaft selbst oder schränkst den Genuss, im Falle des Kaffees, deutlich ein.

Des Weiteren darfst du folgende Tipps für dich umsetzen. Vermeide in deiner Ernährung, wenn du zu Sodbrennen in der Schwangerschaft neigst:

  • kohlensäurehaltige Getränke
  • tierische Fette und frittierte Speisen
  • säurehaltiges Obst wie Zitrusfrüchte und andere sehr saure Sorten
  • blähende Gemüsesorten, wie Zwiebeln, Paprika und Hülsenfrüchte
  • stark gewürzte oder scharfe Speisen
  • frisches Brot und frische Backwaren

Beachte zusätzlich stets die individuelle Verträglichkeit und trage sie in dein Tagebuch ein. So kannst du deinen Körper und seine Reaktionen im Verlauf deiner Schwangerschaft gut beobachten und noch besser kennenlernen.

: Ernährung für eine leichte Geburt?

Achte bei Sodbrennen in der Schwangerschaft neben der Ernährung auch allgemein auf deine Gewohnheiten: Lege regelmäßige Ruhepausen ein, nimm statt wenigen großen, lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu dir und lagere deinen Oberkörper beim Schlafen etwas erhöht.

Im Verlauf deiner Schwangerschaft wächst dein Bauch und deine Organe werden eingeengt. Kein Wunder, dass nicht mehr so viel Platz im Magen ist und es öfter mal drückt und brennt. Gehe behutsam mit deinem Körper um und finde für dich heraus, welche Tipps für dich geeignet sind. Im Zweifelsfall kann auch der Besuch beim (Frauen-)Arzt nicht schaden.

Quellen

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