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Feta in der Schwangerschaft: Darf ich Fetakäse essen?

Feta zerbröselt auf blauem Teller
© Pexels / Alesia Kozik

Wie bei vielen Käsesorten kommt es auf die Herstellungsart an, ob du Feta in der Schwangerschaft bedenkenlos genießen kannst. Worauf du beim Kauf achten solltest, liest du hier.

Feta, Balkankäse, Hirtenkäse, Schafskäse – wo liegt der Unterschied?

Feta ist seit 2002 ein geschützter Begriff. Gemeint ist damit ein in Salzlake eingelegter Käse, der traditionell aus Schafsmilch und/oder Ziegenmilch hergestellt wird und nur in Griechenland produziert werden darf.

Oft wird der Begriff Feta aber fälschlich synonym für Balkan- oder Hirtenkäse verwendet.

  • Balkankäse: wird traditionell in der Balkanregion aus Schafsmilch hergestellt. Abgepackte Produkte aus dem Supermarkt werden meist mit Kuhmilch gemacht.
  • Hirtenkäse: Der Salzlakenkäse wird nur aus Kuhmlich hergestellt statt mit Schafs- oder Ziegenmilch.

Schafskäse ist der Oberbegriff für alle Käsesorten, die mit Schafsmilch hergestellt werden – also auch Roquefort oder Pecorino.

Herstellungsart von Feta in der Schwangerschaft entscheidend!

Jeder Salzlakekäsen egal ob Feta, Balkan- und Hirtenkäse ist in der Produktion ähnlich. Bei all diesen Käsesorten presst man geronnene Milch und schichtet sie anschließend mit Salz und Molke auf. Nachdem der Käse während seiner Reifezeit Wasser lässt, wird schlussendlich ein halbfester Schnittkäse aus ihm.

Kommen wir nun zum entscheidenden Punkt: Wie wurde die Milch behandelt? Für die Frage, ob du zu Hirten- oder Fetakäse in der Schwangerschaft greifen darfst, ist es wichtig, ob Rohmilch oder pasteurisierte Milch bei der Herstellung verwendet wurde – ganz egal, ob der Käse aus Schafsmilch oder Kuhmilch.

Da Rohmilch nicht über 40 Grad Celsius erhitzt wird, birgt solcher Käse für dich und dein Baby das Risiko, an unangenehmen Lebensmittelinfektionen zu erkranken.

Vor allem Listerien im Käse können für dein Baby ernste Folgen haben. Sie können nämlich die Krankheit Listeriose auslösen, die beim Ungeborenen massiven Schaden anrichten kann.

Daher gilt: Auf Feta in der Schwangerschaft solltest du in jedem Fall verzichten, sobald er Rohmilch enthält!

Welcher Feta ist pasteurisiert?

Wenn du schwanger bist, solltest du auf Feta aus Rohmilch verzichten. Ist er aus pasteurisierter Milch gewonnen und entsprechend abgepackt, kannst du Schafskäse in der Schwangerschaft bedenkenlos essen. So erkennst du pasteurisierten Schafskäse: Bei abgepacktem Fetakäse aus dem Supermarkt findest du rasch heraus, ob er aus pasteurisierter Milch oder Rohmilch hergestellt ist. Ist Rohmilch enthalten, muss das nämlich auf der Zutatenliste ausgewiesen sein.

Pasteurisierte Milch
Was ist das?

Pasteurisierte Milch wurde in einem Verfahren – der Pasteurisierung – kurz erhitzt. Dadurch werden Keime und Mikroorganismen abgetötet und die Milch ist länger haltbar.

Vorsicht bei offen gelagertem Fetakäse in der Schwangerschaft

Und noch ein wichtiger Hinweis: Verzichte besser auf offen gelagerten Käse aus der Feinkostabteilung oder Restaurants – auch wenn er aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde – und greife lieber zu vakuumverpackten Sorten. Bei offener Lagerung ist der Käse anfälliger für Erreger, auch Listerien. Auch bei abgepacktem Käse gilt: Nach der Öffnung möglichst direkt verzehren.

Quellen

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