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Frischkäse in der Schwangerschaft: Darf ich ihn essen?

Frischkäse und Schwangerschaft: Geht das?
Frischkäse und Schwangerschaft: Geht das?
© Pixabay/ Bernadette Wurzinger

Frischkäse & Schwangerschaft schließen sich grundsätzlich nicht aus. Aber du solltest immer das Etikett checken. Hier erfährst du, worauf du bei Frischkäse in der Schwangerschaft achten musst.

Frischkäse & Schwangerschaft: Ist das erlaubt?

Wie steht es denn nun um den Frischkäse? Schwangerschaft und Käse ist ja so eine Sache.

Einige Käsesorten sind in der Schwangerschaft völlig unproblematisch, während andere Käsearten nicht verzehrt werden dürfen. Das liegt daran, dass Käse – vor allem Rohmilchkäse – bestimmte Bakterien enthalten kann, die zu einer Lebensmittelvergiftung oder Komplikationen in der Schwangerschaft führen können.

Darunter fallen auch die für das Baby gefährlichen Listerien. Eine Infektion kann beispielsweise eine Hirnhautentzündung oder eine Sepsis beim Ungeborenen verursachen. Vor allem aber steigt das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt.

Darf ich Frischkäse in der Schwangerschaft essen? Ist es für mich und mein Baby gefährlich? Grundsätzlich dürfen Schwangere Frischkäse essen – hier kommt es aber auf die Sorte an!

Welcher Frischkäse in der Schwangerschaft?

Beim Frischkäse in der Schwangerschaft gilt es auf ein paar Details zu achten.

Frischkäse und Frischkäsezubereitungen, die aus pasteurisierter beziehungsweise wärmebehandelter Milch hergestellt sind, dürfen Schwangere problemlos zu sich nehmen, so das Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg. Die gefährlichen Bakterien können in pasteurisierte Milch nämlich nicht überleben und werden durch die starke Erhitzung abgetötet.

Ist Frischkäse immer pasteurisiert?

So gut wie alle abgepackten Frischkäsesorten (z. B. Philadelphia, Bresso, Exquisa) in der Kühltheke im Supermarkt sind pasteurisiert und somit für Schwangere problemlos essbar. Darunter fallen auch körniger Frischkäse/Hüttenkäse und Ziegenfrischkäse.

Prinzipiell dürfen Schwangere Frischkäse also bedenkenlos essen.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Frischkäse in der Schwangerschaft, der aus offenen Gefäßen an der Frischetheke bezogen wird, sollte gemieden werden. Denn hier können sich Bakterien leichter auf dem Käse auszubreiten.

Wie lange ist Frischkäse offen haltbar? Vorsicht in der Schwangerschaft

Grundsätzlich solltest du geöffneten Frischkäse immer gut verschließen und kühlen. Außerdem solltest du ihn so schnell wie möglich essen – denn so können sich gar nicht erst Keime auf dem Käse bilden.

Tipp: Ganz auf der sicheren Seite bist du mit kleinen, vorportionierten Frischkäse-Stücken. Hier ist eine Verunreinigung mit Listerien ausgeschlossen.

Frischkäse: In der Schwangerschaft besonders auf Etikett achten

Achte bei Frischkäse trotzdem immer auf die Inhaltsangabe. Wenn Rohmilch im Produkt enthalten ist, muss das laut Lebensmittelverordnung auf dem Etikett mit „Rohmilch“ ausgewiesen werden. Das gilt übrigens für alle Milchprodukte.

Rohmilch ist in der Schwangerschaft tabu. Siehst du es auf der Zutatenliste, solltest du besser zu einem anderen Frischkäse greifen.

: Rohmilch ist in der Schwangerschaft tabu!

Rohmilchkäse besteht aus Milch, die auf maximal 40 Grad erhitzt wurde. Bei dieser Temperatur werden einige Krankheitserreger nicht abgetötet. Normalerweise ist das kein Problem – in der Schwangerschaft sollte deswegen aber auf Rohmilchprodukte verzichtet werden.

Übrigens gibt es auch Ausnahmen dieser Regel: Obwohl Parmesan aus Rohmilch besteht, darfst du diesen in der Schwangerschaft essen. Warum das so ist und worauf du trotzdem achten solltest, liest du in unserem Artikel zum Thema.

Käse in der Schwangerschaft: Lieferant von Nährstoffen

Auf (Frisch-)Käse musst du in deiner Schwangerschaft als nicht verzichten. Ganz im Gegenteil. Käse hat viele Nährstoffe (zum Beispiel Magnesium und Kalzium), die deinem Baby bei seiner Entwicklung helfen.

Quellen

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