Frühschwangerschaft – Das musst du jetzt wissen!

Frühschwangerschaft – Das solltest du jetzt wissen

Was bedeutet der Begriff Frühschwangerschaft, was kommt in dieser Zeit auf dich zu und was gilt es in der heiklen Phase der ersten Schwangerschaftswochen zu beachten? Von uns bekommst du alle Antworten.

Ein Frau mit Lockenkopf lächelt glücklich. Dennoch wird die Vorfreude auf ein Baby während der Frühschwangerschaft durch einige Sorgen oft ein wenig gedämpft.
Was bedeutet eigentlich Frühschwangerschaft genau und worauf solltest du jetzt achten? Wir bringen Licht ins Dunkel! ©Unsplash/Ariana Prestres

Du hast gerade erfahren, dass du schwanger bist. Die Freude über die Frühschwangerschaft ist riesig, doch gleichzeitig mischt sich auch Sorge unter den Emotionsmix: Mache ich etwas falsch? Ist mein Kind gesund? Diese Sorgen – besonders die Angst, das Kind zu verlieren – sind vor allem bei Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, ganz normal.

Was ist die Frühschwangerschaft eigentlich?

Die ersten drei Monate einer Schwangerschaft, in denen in deinem Körper zwar eine Menge, von außen sichtbar aber noch wenig bis gar nichts passiert, nennt man Frühschwangerschaft. Es ist auch die Phase, die emotional sehr durchwachsen sein kann. Die Angst, das Kind zu verlieren, ist vergleichsweise groß, da das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, in dieser ersten Phase der Schwangerschaft am größten ist. Gleichzeitig müssen du und dein Partner den Gedanken verarbeiten, zum ersten Mal oder wieder Eltern zu werden – ein einschneidendes Erlebnis! Viele Frauen quälen Schwangerschaftssymptome, wie Müdigkeit oder Übelkeit – und das ausgerechnet in der Phase, in die Meisten die Schwangerschaft noch für sich behalten wollen. Was für eine Zeit! Aber: Sie geht vorüber, offiziell endet die Frühschwangerschaft mit dem ersten Tag der 13. SSW. Und damit endet oft auch das emotionale Chaos – zumindest vorerst. Doch Schritt für Schritt:

Die Frühschwangerschaft beginnt mit der Befruchtung der Eizelle. Ab diesem Moment stellt sich der weibliche Körper innerhalb kürzester Zeit auf Schwangerschaft um. Da fortan nicht nur du, sondern auch der Embryo von den Körpersystemen versorgt werden muss, wird dein Stoffwechsel beschleunigt und die Blutmenge wird erhöht, die Gebärmutter wächst und Sehnen, Bänder, Darm- und Beckenbodenmuskulatur bereiten sich auf das zusätzliche Gewicht und die Geburt vor.

Hier kannst du genau nachlesen, was in den ersten Schwangerschaftswochen in deinem Körper geschieht und wie sich dein Kind entwickelt: 1. SSW | 2. SSW | 3. SSW | 4. SSW | 5. SSW | 6. SSW7 SSW | 8. SSW | 9. SSW | 10. SSW | 11. SSW | 12. SSW |

Das sind die Top 7 Schwangerschaftssymptome in der Frühschwangerschaft

Mit diesen Symptomen musst du in den ersten Schwangerschaftswochen rechnen

Das sicherste Anzeichen für eine Frühschwangerschaft kennst du bereits: Es ist das Ausbleiben der monatlichen Blutung. In den folgenden Wochen werden dich vermutlich aber noch weitere Schwangerschaftssymptome begleiten. Dazu gehören Spannungsgefühle in den Brüsten und eine bislang nicht bekannte Müdigkeit. Auch Übelkeit, die übrigens nicht nur morgens, sondern den ganzen Tag über auftreten kann, und Heißhungerattacken gehören zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft.

Und damit sind wir mit der Liste an Symptomen noch längst nicht am Ende. Viele schwangere Frauen klagen in den ersten drei Monaten über Rückenschmerzen. Auch so unangenehme Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung, Durchfall und Sodbrennen können als Frühschwangerschaftssymptom auftreten. Ebenso wie vaginaler Ausfluss, Kreislaufprobleme, Kurzatmigkeit und Schwindel. All diese Symptome sind vielleicht unangenehm, in der Regel aber vollkommen normal und kein Grund zur Sorge. Bist du dennoch unsicher, sprich einfach deinen Frauenarzt darauf an, er kann dir jederzeit weiterhelfen.

Vorsicht ist hingegen bei Blutungen geboten. Die könnten auf eine drohende Fehlgeburt hinweisen und sollten auf jeden Fall mit dem Gynäkologen abgeklärt werden. Das gilt auch für starke oder anhaltende Unterleibsschmerzen. Sie müssen nichts Schlimmes bedeuten, sollten aber ebenfalls schnellstmöglich untersucht werden.

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So verhältst du dich in der Frühschwangerschaft richtig

Viele werdende Mütter kennen besonders die Sorge, in der Frühschwangerschaft etwas falsch zu machen und das Kind dadurch zu gefährden. So risikoreich die ersten zwölf Schwangerschaftswochen für den Embryo auch sind, du brauchst dich deshalb nicht zu Hause verkriechen. Die Möglichkeit einer Fehlgeburt kannst du leider nicht verhindern. Es gibt aber ein paar Dinge, auf die du achten und an die du dich halten solltest, um das Risiko zu minimieren.

An erster Stelle steht ab der Frühschwangerschaft der regelmäßige Gang zum Arzt. Die Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, da der Arzt hier feststellt, ob mit dem Embryo und dir alles in Ordnung ist und die Entwicklung erwartungsgemäß voranschreitet.

Wichtig ist außerdem eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Zusätzlich solltest du Folsäure einnehmen, da der Bedarf während der Schwangerschaft so hoch ist, dass du ihn allein über deine Mahlzeiten kaum decken kannst. Zudem gibt es einige Lebensmittel, von denen du in der gesamten Schwangerschaft besser die Finger lassen solltest. Dazu gehören Rohmilchkäse, rohe oder nicht ganz hartgekochte Eier, rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch und roher Fisch – kurzum: rohe tierische Produkte, da sie Toxoplasmose- und Listeriose-Erreger enthalten könnten. Bedenke bitte, dass hierzu auch verarbeitete Produkte zählen, die rohe Bestandteile enthalten, etwa Tiramisu (rohe Eier) oder Teewurst (rohes Fleisch).

Auf Alkohol, Zigaretten und jede andere Form von Drogen solltest du ab sofort komplett verzichten. All dies kann sich negativ auf das Wachstum und die Gesundheit deines Kindes auswirken – und auf deine Gesundheit sowieso.

Beim Thema Sport scheiden sich die Geister. Trainierst du regelmäßig, musst du während der Schwangerschaft nicht damit aufhören. Es gibt aber Ausnahmen. Besprich deinen Sportplan am besten mit deinem Arzt und deinem Trainer. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist bei einer intakten Frühschwangerschaft ohne erhöhtes Risiko aber in jedem Fall gesund für dich und dein ungeborenes Kind und auch Schwimmen, Yoga und Radfahren tun euch beiden gut.