Geburt: ein Überblick über Vorbereitung, Ablauf, Wehen & Wochenbett

Geburt: Dein Überblick rund um die Entbindung

Wir geben dir hier einen Gesamtüberblick rund um die Geburt, den großen Tag X, der euch endlich zu Eltern macht.

Was du hier findest:

Bild eines Babys direkt nach der Geburt
Geburt: Überblick über wichtige Fragen zur Entbindung © Unsplash/ Christian Bowen

Geburt: wichtige Fragen kurz beantwortet

Die wichtigsten Fragen rund um die Geburt beantworten wir dir im ersten Teil „FAQ rund um die Geburt“. Zum Beispiel: Wie lange dauert eine natürliche Geburt durchschnittlich?

Geburt Baby: Vorbereitung, Ablauf und Wochenbett

Mit einem Klick auf den entsprechenden Button bekommst du weitere Informationen: Zum Beispiel über den Ablauf einer Geburt (inklusive Video), wie du dich auf den großen Tag vorbereiten kannst und was dich in der ersten Zeit nach der Entbindung erwartet.

Unser Link-Tipp zur Einstimmung, wie wunderschön eine Geburt ist: „Preisgekrönte Geburtsbilder: faszinierende Einblicke in die Geburt.“

FAQ rund um die Geburt

  • Dauer: Wie lange dauert eine Geburt durchschnittlich?
    Jede Geburt ist anderes und hat auch ein individuelles Tempo. Du solltest dich also nicht auf eine Zeit festlegen, nach der die Entbindung endlich geschafft ist. Grundsätzlich wir jedoch davon ausgegangen, dass sich der Muttermund ungefähr einen Zentimeter pro Stunde öffnet. Bevor das Baby auf die Welt kommen kann, muss er sich zehn Zentimeter geöffnet haben. Der weitere Geburtsverlauf dauert dann nochmal bis zu zwei Stunden.
    ➽ Bei Erstgebärenden dauert die Geburt durchschnittlich zwölf bis 14 Stunden.
    ➽ Ab dem zweiten Kind dauert die Geburt durchschnittlich sieben bis acht Stunden.

Vorbereitung auf die Geburt

Am besten kannst du dich auf die Geburt vorbereiten, indem du dir Ruhe gönnst. Tanke deine Energiereserven auf und schone dich und deinen kugelrunden Babybauch. Vielleicht hast du auch schon darüber gelesen, Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung zu trinken. Ihm wird nachgesagt, dass er bei der Öffnung des Muttermunds unterstützt und dadurch die Entbindung leichter und kürzer macht.

Wesentlich wichtiger ist, dass du deine Kliniktasche soweit gepackt hast, dass ihr im Ernstfall nur noch die letzten Kleinigkeiten wie Zahnbürste & Co dazu werfen könnt.

Video-Empfehlung

Deinen Entbindungstermin hast du sicher im Kopf und hast ihn vielleicht sogar rot im Kalender markiert. Aber wusstest du, dass nur etwa vier Prozent der Kinder auch zum errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen? Die meisten Babys genießen noch ein paar extra Tage in Mamas Bauch. Und das ist – zumindest für das Baby – auch vollkommen in Ordnung. Erst, wenn die 42. Schwangerschaftswoche abgeschlossen ist, kann es kritisch werden, dann spricht man von Übertragung.

Die Extra-Tage stören das Baby kaum, die werdende Mama aber sehr wohl. Die meisten Schwangeren empfinden die letzten Wochen der Schwangerschaft als äußerst unangenehm und jeder zusätzliche Tag zehrt an den Nerven. Da klingt es verlockend, dem Baby etwas auf die Sprünge zu helfen.

Letztendlich entscheidet aber doch das Baby, wann es ausziehen möchte. Dass es aber bald soweit ist und die Geburt kurz bevorsteht, kannst du auch an diesen Anzeichen erkennen:

5 Anzeichen, dass die Geburt los geht

Wichtig: Auch wenn Hollywood uns gerne anderes vormacht, im Normalfall platzt die Fruchtblase erst, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist. Informiere dich in nachfolgendem Artikel darüber, was bei einem vorzeitigen Blasensprung zu tun ist und wie du ihn erkennen kannst. Denn ja, auch dass das Fruchtwasser im Schwall abgeht, ist eher selten der Fall.

Ablauf einer Geburt: Das passiert in deinem Körper

Bevor du dein Kind endlich in den Händen halten kannst, steht dir noch ein großes Stück Arbeit bevor. Wir sind ehrlich: Die Geburt eines Kindes verlangt dir Extremleitungen ab. Aber das Faszinierende ist, wie gut dein Körper auf diesen Moment vorbereitet ist. Du solltest also auf jeden Fall Vertrauen in ihn haben.

In diesem Video siehst du, was in deinem Körper bei der Geburt passiert und wie die Wehen auf deine Gebärmutter wirken:

Natürlich entspricht das Video nur der trockenen Theorie. Die Geburt ist ein intensives und emotionales Erlebnis. Vielleicht hat du Angst vor dem, was dich erwartet und ob du den Strapazen gewachsen bist. Wahrscheinlich wirst auch du bei der Entbindung irgendwann an den Punkt kommen, an dem du denkst: Ich mag nicht mehr, ich schaff das nicht! Hebamme Jana Friedrich kann beruhigen: „Nur wenige Frauen gehen wohl ohne diesen kurzen Hänger durch die Geburt. Meist ist das ein Zeichen dafür, dass die Geburt schon weit vorangeschritten ist und das Baby bald kommt“, schreibt sie in ihrem Buch „Jede Geburt ist einzigartig: 50 Geschichten über die elementarste Erfahrung des Lebens“. Vertraue deinem Körper und lass dich von deiner Hebamme leiten.

Die Entbindung mit einem Kaiserschnitt

Wie du dein Baby zur Welt bringst, ist deine Entscheidung. Es gibt verschiedene Gründe, warum sich Frauen für einen Kaiserschnitt entscheiden – manchmal wird er auch aus medizinischen Gründen notwendig. Bevor du dich jedoch für einen Wunschkaiserschnitt entscheidest, solltest du dich vorab genau informieren und das Für und Wider abwägen. Hier haben wir die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst:

Der Partner bei der Geburt

Die Geburt ist für dich rein körperlich natürlich die wesentlich intensivere Erfahrung, doch auch für deinen Partner ist sie eine extreme Situation. Er sieht deine Anstrengung und dass du Schmerzen hast und kann dir doch weder das eine noch das andere abnehmen. Wie sich ein Papa bei der Geburt fühlt, das beschriebt unser Autor Markus Noldes in diesem Artikel.

Ein paar Tipps, wie dich dein Partner bei der Entbindung unterstützen kann, haben wir in diesem Video zusammengefasst.

Tipps für den Partner bei der Geburt

Die erste Zeit nach der Geburt: Infos zum Wochenbett

Ist das Baby auf der Welt, ist das für dich das lang ersehnte Ziel und du wirst dein Kleines endlich in die Arme schließen dürfen. Für dein Neugeborenes stehen aber schon kurz nach der Geburt die ersten wichtigen Untersuchungen an: der sogenannte Apgar-Test. Mehr Infos dazu liest du hier:

Während du nur noch Augen für dein Baby hast, muss dein Körper noch einmal durch eine letzte Wehen-Phase. Aber keine Angst, diese ist fast schmerzfrei. Durch leichte Kontraktionen stößt dein Körper die Plazenta ab und scheidet sie als Nachgeburt aus. Warum sich deine Hebamme und Ärzte dafür ebenso sehr interessieren wie für das Baby, kannst du in nachfolgendem Artikel nachlesen:

„Nach einer normalen Entbindung bleiben Sie noch für etwa zwei Stunden zusammen mit Ihrem Baby im Kreißsaal. In dieser Zeit überprüft die Hebamme in regelmäßigen Abständen den Zustand Ihres Kreislaufs und kontrolliert, ob starke Nachblutungen auftreten. (…) Wenn Sie schon fit genug dazu sind, dürfen Sie in diesen beiden Stunden aufstehen, zur Toilette gehen, sich waschen und sogar duschen“, schreiben Franz Kainer und Annette Nolden in dem Ratgeber „Das große Buch der Schwangerschaft“. Endlich Zeit und Ruhe, sich kennenzulernen!

Weiterführende Themen:

 


Quellen:

  • Kainer, Franz; Nolden, Annette: Das große Buch zur Schwangerschaft, Gräfe und Unzer Verlag: München 2009, S. 312 ff
  • Höfer, Silvia; Szász, Nora: Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach, Gräfe und Unzer Verlag: München 2012
  • Friedrich, Jana: Jede Geburt ist einzigartig: 50 Geschichten über die elementarste Erfahrung des Lebens; mvg Verlag: München 2019
  • Ramsayer, Beate: Die physiologische Geburt (Evidenz & Praxis). Elwin Staude Verlag: Hannover 2013, S. 49-69
  • Berufsverband der Frauenärzte im Netz; Dr. med. Farrokh, André: Geburtsphasen, In: Frauenärzte im Netz
    https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/geburt/geburtsphasen/ (letzer Abruf: April 2019)
  • Gaca, Anja Constance: Fragen an die hebamme: Wielange dauert die Geburt?, In: von guten Eltern
    https://www.vonguteneltern.de/fragen-an-die-hebamme-3-wie-lange-dauert-die-geburt/ (letzer Abruf: April 2019)