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Entbindungstermin berechnen: Formel & ET-Rechner

Wer seinen Entbindungstermin berechnen will, braucht diese einfache Formel. Der erste Tag der letzten Regel dient als Berechnungsgrundlage. Du kannst dir hier aber auch automatisiert dein ET berechnen lassen: Direkt zum automatisierten ET-Rechner.

Wann kommt das Baby? Jetzt Entbindungstermin berechnen
Wann kommt das Baby? Jetzt Entbindungstermin berechnen
© Pexels/ isaac taylor

Schnell den Entbindungstermin berechnen mit dem ET-Rechner

Eine schnelle Möglichkeit sich den Entbindungstermin berechnen zu lassen sind sogenannte ET-Rechner beziehungsweise Geburtsterminrechner. Dafür musst du nur den ersten Tag deiner letzten Periode wissen.

Unser Schwangerschaftsrechner funktioniert nach dem gleichen Prinzip, berechnet dir aber zusätzlich noch deine aktuelle Schwangerschaftswoche.

Lass dir jetzt mit nur einem Klick den Entbindungstermin berechnen.

Wichtig: Der ET-Rechner funktioniert nur bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen. Zudem sorgen verschiedene Faktoren, wie etwa ein unregelmäßiger Zyklus, dafür, dass die Bestimmung des Geburtstermins eher Pie mal Daumen ist.

Ist dein Zyklus regelmäßig, dauert aber länger als 28 Tage oder ist kürzer, kannst du recht einfach mit der sogenannten Naegele-Regel einen ungefähren Entbindungstermin berechnen.

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Entbindungstermin berechnen: Formel nach Franz Naegele

Ein großes Problem, wenn du den exakten Entbindungstermin berechnen willst: Nur selten ist bekannt, wann genau die Befruchtung eingetreten ist. Deshalb nehmen auch Ärzte den ersten Tag des letzten Zyklus als Berechnungsgrundlage. Den voraussichtlichen Entbindungstermin (ET) berechnen sie nach der sogenannten Naegele-Regel, benannt nach dem deutschen Arzt und Geburtshelfer Franz Naegele.

ET berechnen nach Naegele-Regel

Nach der Naegele-Regel wir der Entbindungstermin wie folgt berechnet.

ET berechnen: 1. Tag der letzten Menstruation – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr

So gilt diese Regel aber nur für einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen. Weißt du mit Sicherheit, dass dein Zyklus länger ist (oder kürzer) rechnest du die entsprechende Abweichung noch dazu (bzw. ziehst sie ab).

Du rechnest: 1. Tag der letzten Menstruation – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr +/− [Abweichung des Zyklus in Tagen]

Wie berechnet man den Geburtstermin?

Um die Naegele-Regel zu verstehen, musst du wissen, dass eine Schwangerschaft rein rechnerisch mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung beginnt, also 14 Tage vor der eigentlichen Befruchtung. Wenn du also den Entbindungstermin berechnen willst ziehst du von diesem Tag zunächst drei Monate ab. Warum drei Monate? Das ist die Differenz von neun Schwangerschaftsmonaten und zwölf Kalendermonaten. Das heißt, du gehst zunächst ein paar Monate (- 3 Monte) in die Vergangenheit, um am Ende ein Jahr in die Zukunft springen zu können (+ Jahr).

„Eine Erklärung dafür, warum 7 Tage addiert werden – ob damit die Zeit der Menstruation berücksichtigt werden soll oder der Weg auf die angenommene Schwangerschaftsdauer von 280 Tagen lediglich rechnerisch erleichtert werden soll, wurde noch nicht gefunden“, erklären Christine Loytved, Claudia Bosch, Claudia Berger, Karen Gutjahr in dem Artikel „Was meinte Naegele mit seiner Regel?“, der in der Fachzeitschrift „Die Hebamme“ erschienen ist.  Zur Einordnung: Naegele hat seine Regel vor etwa 200 Jahren aufgestellt. Darum wird bis heute viel über die Genauigkeit diskutiert. Doch bislang konnte keine Studie die Naegele-Regel widerlegen, sodass sie bis heute ihre Gültigkeit besitzt.

Entbindungstermin berechnen mittels Scheitel-Steiß-Länge (SSL)

Es ist nicht immer möglich, dass du mit einer einfachen Formel den Entbindungstermin berechnen kannst. Etwa, wenn du nicht weißt, wann deine letzte Monatsblutung war oder wenn du einen sehr unregelmäßigen Zyklus hast. Dann funktioniert auch ein ET-Rrechner nicht.

Ärzte bestimmen den ungefähren Geburtstermin in so einem Fall vor allem über den Entwicklungsstand des Embryos beziehungsweise des Fötus im Babybauch. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. erklärt in ihren Standards zur Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft, dass die wichtigsten Kenngrößen dafür zum einen die sogenannte Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Babys sei und zum anderen sein Kopfdurchmesser. Beides wird bei den Ultraschalluntersuchungen regelmäßig gemessen.

Als SSL bezeichnen Ärzte die Länge deines Babys gemessen vom höchsten Punkt des Kopfes bis zu seinem Steiß. Wie auch später zur Körpergröße und zum Gewicht des Babys gibt es auch für die SSL gewisse Normkurven, an Hand derer dein Frauenarzt das Alter deines Ungeborenen bestimmen und damit einen ungefähren Entbindungstermin berechnen kann.

Aber: „Der errechnete Geburtstermin kann nur einen Anhaltspunkt darstellen. Es gibt eine individuelle Schwangerschaftsdauer. Nur etwa 4% aller Schwangerschaften enden wirklich am errechneten Termin!“, geben auch die Frauenärzte im Netz erklären in einem Artikel über die Schwangerschaftsdauer zum Bedenken. Daher gibt es immer wieder Bestrebungen von Wissenschaftlern, die bevorstehende Geburt genauer vorauszusagen.

Entbindungstermin berechnen: bekannte Probleme

40 Wochen oder nur 38 oder gar 42? Niemand weiß zu Beginn der Schwangerschaft genau, wie lange es wirklich dauern wird, bis das Baby zu Welt kommt – ganz egal wie oft du von einem Geburtsterminrechner den Entbindungstermin berechnen lässt.

Natürlich hofft man, dass es nicht zu früh kommt – zu lange Zeit lassen soll es sich aber auch nicht. Rund um die Geburt gibt es schließlich so viel zu planen und vielleicht auch zu organisieren. Da ist zum Beispiel der Partner, der möglichst dabei sein soll und daher entsprechend Termine und Urlaub planen will. Vielleicht muss jemand bei diesem Ereignis Geschwisterkinder hüten und daher verfügbar sein. Wie soll man das planen, wenn das Kind sowohl zwei Wochen vor als auch zwei Wochen nach dem errechneten Entbindungstermin zu erwarten ist?

Geburtstermin genauer bestimmen

Die Grundlagen nach denen sich der Entbindungstermin berechnen lässt, wird derzeit auch für die Ermittlung von Mutterschutzfristen und Vorsorgeuntersuchungen verwendet und daran wird sich wohl vorerst auch nichts ändern. Wissenschaftler haben jedoch Untersuchungen bei Risikoschwangeren vorgenommen, um eine drohende Frühgeburt vorherzusehen. Einige Ärzte haben daraufhin versucht, sich diese Idee zunutze zu machen, um herauszufinden, ob dies auch für eine genauere Bestimmung der bevorstehenden Geburt anwendbar ist.

Zur Risikobewertung einer möglichen Frühgeburt hatten die Ärzte einen transvaginalen Ultraschall verwendet, um die Länge des Gebärmutterhals zu messen. Der Hintergrund hierfür ist, dass sich der Gebärmutterhals (Cervix) während der Schwangerschaft verhärtet, um zu verhindern, dass das Baby in den Geburtskanal rutscht. Naht die Geburt, wird der Gebärmutterhals wieder weicher, was dazu führt, dass sich dieser verkürzt. Dies gilt als Anzeichen, dass die Geburt bald erfolgt, aber wie bald?

Quellen