Geschwollene Beine in der Schwangerschaft: Hilfe und Infos zu Gefahren

Geschwollene Beine in der Schwangerschaft

Viele Frauen leiden nicht nur im Sommer unter dem Problem von Wasser in den Beinen, geschwollenen Füßen und schweren Beinen. Gerade in der Schwangerschaft haben viele Schwangere geschwollene Beine und Wasser in den Füßen. Hier findest du Tipps gegen geschwollene Beine und wichitge Hinweise, ab wann du einen Arzt aufsuchen solltest.

Frau hat geschwollene Beine mit Wassereinlagerungen
Geschwollene Beine mit Wassereinlagerungen sind eine der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. © Bigstock / Volodymyrshtun

Geschwollene Beine: Ursachen

Fast 80 Prozent der Schwangeren haben geschwollene Beine oder Ödeme. Damit gehört Wasser in den Beinen zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Ursache hierfür sind meist erweiterte Blutgefäße durch die Schwangerschaftshormone und ein erhöhter Blutdruck. Durch die Erweiterung der Blutgefäße kann sich Wasser schneller in den Zellzwischenräumen des Bindegewebes absetzen, was zu geschwollenen Füßen, Knöcheln oder zu Wassereinlagerungen in den ganzen Beinen führen kann.

Wasser in den Beinen: Gefährlich?

In den meisten Fällen haben geschwollene Beine keine ernsthafte Komplikation zur Folge, leidest du aber länger unter Wasser in den Beinen oder anderen Wassereinlagerungen, solltest du bei einem Arzt abklären lassen, ob folgende Erkrankungen ausgeschlossen werden können:

Präeklampsie

Präeklampsie, auch als Schwangerschaftstoxikose oder Schwangerschaftsvergiftung bekannt, ist eine Bluthochdruck-Erkrankung, bei der geschwollene Beine beziehungsweise andere Ödeme ein Syptom sein können. Wenn du zusätzlich zu den Wassereinlagerungen unter Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Übelkeit leidest, solltest du unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen!

Gestose

Unter Gestose versteht man verschiedene schwangerschaftsbedingte Krankheiten, im ersten Schwangerschaftsdrittel spricht man von Frühgestose. Anzeichen hierfür sind Bluthochdruck, Erbrechen, Schmerzen im rechten Oberbauch und geschwollene Beine. Auch hier gilt: Lieber schnell von einem Arzt abklären lassen!

Geschwollene Beine: Hilfe

  1. Viel trinken
    Auch wenn du viel Wasser einlagerst, trink dennoch ausreichend – besonders an heißen Tagen!
  2. Keine Entwässerungsmittel!
    Vermeide entwässernde Tees und Medikamente – sie verdicken das Blut, was Nachteile für Mutter und Kind mit sich bringen kann.
  3. Füße hoch legen
    Die Extremitäten sollten höher gelagert werden als das Herz, also Beine an die Wand, Körper auf den Boden, Bett oder Sofa.
  4. Stützstrümpfe
    Stützstrümpfe können für Linderung sorgen.
  5. Planschbecken
    Tauche die Füße an heißen Tagen immer mal wieder für eine Weile ins kühle Planschbecken oder in einen Eimer mit kühlem Wasser.

Video-Empfehlung

  1. Hilfe in der Nacht
    Nachts ein dickes Kissen unter die Füße legen oder ein gerolltes Handtuch am Bettende unter die Matratze stecken damit die Beine über Nacht abschwellen – allerdings muss man dann nachts eventuell noch öfter
    zur Toilette gehen.
  2. Fußgymnastik
    Wenn du bei der Arbeit viel sitzen musst, strecke zwischendurch die Beine aus und ziehe dann die Zehenspitzen mehrmals zum Körper an. So aktivierst du die Muskelpumpe um die Venen und transportierst das Blut wieder besser in den oberen Teil des Körpers.
  3. Salz oder kein Salz?
    Immer wieder liest man, dass eine salzarme Ernährung sinnvoll ist, doch ist die Medizin inzwischen zu einer gegenteiligen Meinung gelangt und empfiehlt salzige Nahrung, eiweißreiche Kost und viel Flüssigkeit. Lass dich von Ihrem Arzt bezüglich des Essverhaltens beraten, er kann deine Situation am besten einschätzen.

Geschwollene Hände

Auch Hände lagern in der Schwangerschaft Wasser ein und werden dadurch dick. Bei ersten Anzeichen von Wassereinlagerungen kann es daher sinnvoll sein, die Ringe von der Hand abzunehmen – bevor die geschwollenen Hände das unmöglich machen und der Ring sich im schlimmsten Fall nicht mehr abnehmen lässt. Einschnürende Ringe können sehr unangenehm sein!