Hautpflege in der Schwangerschaft: So übersteht sie die Strapazen

Samtweich, strahlend, streifenfrei: Hautpflege in der Schwangerschaft

Vierzig Wochen dauert eine Schwangerschaft im Durchschnitt. Vierzig Wochen, in denen sich so einiges tut. Nicht nur der wachsende Babybauch ist eine besondere Veränderung, denn auch die Bedürfnisse der Haut wandeln sich. Wie du deine Haut während der Schwangerschaft am besten pflegst und worauf du hierbei achten solltest.

Hautpflege in der Schwangerschaft
So übersteht deine Haut die Strapazen der Schwangerschaft © Pixabay/ Daniel Reche

Strahlender Teint für werdende Mütter: Gesichtspflege

Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft sorgen in vielen Fällen für eine ebenmäßige und reine Gesichtshaut. Daher gilt auch auch die Anti-Baby-Pille für Frauen mit Akne als hilfreich, denn sie simuliert das hormonelle Geschehen einer Schwangerschaft. Auf die leichte Schulter nehmen solltest du deine Gesichtspflege jedoch nicht. Denn manchmal sind es gerade die Hormone, die für Unreinheiten und Pickel sorgen.

 

Grundsätzlich solltest du dir beim Zusammenstellen deiner Pflegeroutine überlegen, welche Bedürfnisse deine Gesichtshaut hat. Ist sie während der Schwangerschaft fettiger? Trockener? Oder neigt sie zu Unreinheiten? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen darüber, welche Produkte du an deine Haut lassen solltest und welche nichts im Badregal verloren haben. Hast du fettige Schwangerschaftshaut, greife zu Cremes und Lotionen, die bei geringem Fettgehalt Feuchtigkeit spenden. Bei trockener Haut eignen sich Produkte, die gleichermaßen auf Fett und Feuchtigkeit setzen.

Gesichtsreinigung nicht vergessen

Keinesfalls verzichten solltest du in der Schwangerschaft auf eine sorgfältige Reinigung deiner Gesichtshaut. Abendliches Abschminken ist das A und O, wenn es um einen reinen und strahlenden Teint geht. Am besten nutzt du hierfür ein mildes Waschgel ohne

  • Alkohol,
  • künstliche Duftstoffe
  • und Tenside,

da diese deine Haut irritieren können. Nach der Gesichtswäsche darf die Haut dann gerne mit einem milden Gesichtswasser – erneut ohne Chemie – abgetupft werden. Eine passende Creme rundet die Routine ab.

Neigt deine Haut in der Schwangerschaft zu Unreinheiten, gönne dir einmal wöchentlich ein sanftes Peeling. Hierbei werden überschüssige Hautschüppchen entfernt und die Poren gereinigt. Zusätzlich sinnvoll kann auch ein Dampfbad mit Kamille sein. Fülle einfach eine Schale mit heißem Wasser und lege einen Beutel Kamillentee hinein. Dein Gesicht hältst du dann etwa zehn Minuten über den Dampf und wäschst die Haut später mit deinem Reinigungsgel. Die Wärme des Dampfs öffnet die Poren, während Kamille ihre entzündungshemmende und beruhigende Wirkung entfaltet.

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Ein weiterer wichtiger Punkt in Bezug auf die Gesichtspflege während der Schwangerschaftsmonate sind mögliche Pigmentveränderungen. Die Haut neigt aufgrund der hormonellen Veränderungen sehr viel stärker zur Bildung von Pigmenten, was sich in Form dunkler Flecken zeigt. Da Sonnenlicht diesen Effekt noch verstärkt, trage tagsüber am besten ein Make-Up mit Lichtschutzfaktor oder creme dich gründlich mit einer Sonnencreme für das Gesicht ein.

Streifenfrei und zart: Die Haut am Bauch pflegen

Kaum ein Bereich deines Körpers wird während der Schwangerschaft so stark beansprucht wie die zarte Haut über dem Bauch. Ein Umfang von ganzen 100 Zentimetern und mehr ist keine Seltenheit, weswegen das Gewebe stark gedehnt wird. Die lästige Folge dieser Beanspruchung sind häufig Dehnungsstreifen. Um diesen Streifen möglichst vorzubeugen, solltest du deinen Bauch während der Schwangerschaft intensiv pflegen.

Mit behutsamen Massagen darfst du hier gerne schon zum Ende des ersten Trimesters beginnen. Drücke jedoch nicht zu fest, um eventuelle Frühwehen zu vermeiden. Am sinnvollsten ist es, die Bauch-Haut morgens und abends mit einem reichhaltigen Öl zu massieren. Hierfür bieten sich vor allem natürliche Öle an, die die Haut schonen und zeitgleich pflegen. Einige Tipps, welche Öle besonders reichhaltig sind, findest du zum Beispiel hier. Beide Varianten duften gut und pflegen die Haut auf natürliche Weise. Gib einfach einen Teelöffel Öl in deine Hand und massiere es dann in kleinen Kreisen sanft ein. Auch Zupfmassagen, bei denen die Haut zwischen die Finger genommen und behutsam gezupft wird, sollen gegen Schwangerschaftsstreifen helfen.

Und bist du ohnehin bereits mit Öl und Massage beschäftigt, pflege am besten auch gleich deinen Busen. Auch er wächst während der Schwangerschaft und kann unter Umständen zu Dehnungsstreifen neigen. Mit sanften Massagen hältst du die Haut geschmeidig und beugst den violetten Rissen vor.

Samtweiche Hände und Füße

Mit Gesichtspflege und einer sorgfältigen Behandlung der Haut an Bauch und Busen tust du bereits viel für dein Wohlbefinden. Der letzte Punkt, der nun noch fehlt sind Hände und Füße. Auch sie können sich während der Schwangerschaft verändern. Trockene und spannende Haut an Händen und Füßen ist keine Seltenheit, die durch Wassereinlagerungen zum Ende der Schwangerschaft noch verstärkt werden kann.

Möchtest du auch hier für eine rundum perfekte Hautpflege sorgen, brauchst du sowohl Peeling als auch Creme. Für ein Peeling musst du nicht einmal das Haus verlassen, denn sogenannte „Sugar Scrubs“ lassen sich mit gewöhnlichen Zutaten aus der Küche schnell zubereiten. Serendipity-Blog hat schöne Rezepte zusammengestellt.

Nach dem gründlichen Peeling und auch zwischendurch cremst du Hände und Füße sorgfältig ein. Für die Hände empfiehlt sich eine Creme, die ausreichend Feuchtigkeit spendet und bei Schwangerschaften im Winter dank eines vergleichsweise hohen Fettgehalts für einen Schutzfilm vor Kälte sorgt. Auch Fußcreme darf gerne reichhaltig sein, denn so beugst du nicht nur spannender und juckender Haut vor, sondern schlägst auch lästiger Hornhaut ein Schnippchen.

Sei jedoch vorsichtig, wenn es um die Fußsohlen geht, denn nach dem Cremen sind sie für einige Minuten etwas glitschig. Gerade auf dem Fliesenboden im Badezimmer kann das gefährliche Stürze begünstigen. Am besten ist es, wenn du dich bequem zurücklehnst und deinen Partner die Arbeit machen lässt. Nichts ist wohltuender als eine schöne Fußmassage nach einem langen Tag. Und ganz nebenbei nehmt ihr euch dann wertvolle Zeit miteinander, bevor euer Baby für eine turbulente Zeit sorgt.