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Hinterwandplazenta: Was bedeutet das für mich?

© Pexels/ Amina Filkins

Eine Hinterwandplazenta haftet an der hinteren Gebärmutterwand. Ob das Nachteile- oder sogar Vorteile hat, erfährst du hier. Außerdem: Infos & Tipps für die Geburt.

Welche Plazenta ist normal?

Die Plazenta kann an verschiedenen Stellen der Gebärmutterwand haften – je nachdem, wo sich das befruchtete Ei eingenistet hat.

In der Regel bildet sich die Plazenta gegenüber dem Muttermund, an der oberen/hinteren Wand der Gebärmutter. Man spricht hier oft von einer Normalposition.

Jedoch gibt es auch andere Plazenta-Lagen.

: Übrigens

Die Lage der Plazenta kann sich während der Schwangerschaft auch noch verändern!

Was ist eine Hinterwandplazenta?

Wenn sich das Ei im hinteren Teil der Gebärmutter einnistet, dann entwickelt sich eine Hinterwandplazenta. Der Mutterkuchen befindet sich dann also an der hinteren Gebärmutterwand, die in Richtung deines Rückens zeigt.

Diese Lage der Gebärmutter kommt neben der Normalposition recht häufig vor.

Was ist der Unterschied zwischen Vorderwandplazenta und Hinterwandplazenta?

Nistet sich das Ei vorne in der Gebärmutter ein, also auf der Seite Richtung Bauchnabel, handelt es sich um eine Vorderwandplazenta. Diese Plazenta-Lage ist jedoch etwas seltener.

Was das für dich und deine Schwangerschaft bedeutet, kannst du hier nachlesen.

: wichtige Informationen

Lage der Plazenta: Ultraschall gibt Auskunft

Ob du eine Vorderwand- oder Hinterwandplazenta hast, untersucht dein Arzt im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge per Ultraschall.

: diese Termine sind Pflicht!

Welche Plazenta-Lage bei dir vorliegt, kannst du auf den Seiten 10 und 11 vom Mutterpass nachlesen. Hier wird die Abkürzung HW für eine Hinterwandplazenta benutzt. So sind Ärzte und Hebammen bei der Geburt perfekt vorbereitet.

Hinterwandplazenta: Gut oder schlecht?

Solange das Baby durch die Plazenta ausreichend versorgt wird, bestehen bei einer Hinterwandplazenta keine besonderen Risiken für Mutter oder Kind.

Im Gegensatz zur Vorderwandplazenta, bei der du die Kindsbewegungen vielleicht später spürst, kannst du bei einer Hinterwandplazenta mit Bewegungen um die 18. SSW rechnen.

Viele Schwangere mit einer Hinterwandplazenta fragen sich auch, ob sie auf dem Rücken liegen dürfen oder ob die Plazenta sonst (vor allem nachts) auf die Hohlvene drückt (Vena Cava Syndrom).

Generell können auch diese Schwangere auf dem Rücken liegen – kommt es zu Symptomen wie Übelkeit, Atemnot oder Schwindel, sollte die Lage jedoch geändert werden.

Generell gilt für alle Schwangere der Rat, nachts auf der linken Seite zu schlafen.

Wie bei den anderen Plazenta-Lagen kann es natürlich auch bei der Hinterwandplazenta zu Störungen wie einer Plazentainsuffizienz kommen. Das hat aber nichts mit der Position des Mutterkuchens zu tun.

Geburt mit Hinterwandplazenta

Bei einer Hinterwandplazenta kannst du in der Regel sowohl natürlich als auch mit einem Kaiserschnitt gebären.

Wichtiger als die Lage der Plazenta ist hier die Höhe. Denn: Hast du eine Hinterwandplazenta, die auch noch sehr tief liegt (placenta praevia), dann ist vielleicht der Muttermund teilweise oder ganz von der Plazenta verdeckt. In diesem Fall muss meist ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.

: Antworten auf deine Fragen

Was passiert mit der Hinterwandplazenta nach der Geburt?

Hast du eine Hinterwandplazenta, bleibt diese bei der Geburt meist unbeschadet und wird als Nachgeburt geboren.

Dann hast du die Wahl:

  • Soll die Plazenta von der Klinik entsorgt werden? (Ausnahme: Geburtshäuser dürfen das nicht. Hier musst du die Entsorgung selbst übernehmen.)
  • Willst du die Plazenta behalten? Zum Beispiel, um sie im Garten zu vergraben, einen Abdruck davon zu machen oder, um sie zu essen.

Quellen

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