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Ingwer in der Schwangerschaft richtig dosieren

Wie steht es um Ingwer? Schwangerschaften können unter einer falschen Dosierung leiden. Ingwer ist ein natürlicher Helfer bei Erkältungen und Übelkeit, in der Schwangerschaft ist er trotzdem nur im richtigen Maß unbedenklich, weil er auch wehenfördernd wirken kann. Hier erfährst du, ob und wie viel Ingwer in der Schwangerschaft gegessen werden darf.

Ingwer hat viele wertvolle Inhaltstoffe
Ingwer hat viele wertvolle Inhaltstoffe
© pixabay/ congerdesign

Ingwer in der Schwangerschaft: Ja oder nein?

Ingwer gilt als sehr gesund. Der Knolle werden gesundheitsförderliche Eigenschaften zugeschrieben. So wirkt sie antibakteriell und soll sogar gegen Viren helfen. Sie wird daher häufig bei Erkältungen eingesetzt. Außerdem ist Ingwer reich an Vitamin-C, diversen Mineralien (Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphor, Kalium) und ätherischen Ölen. Deswegen wird er auch als natürlicher Helfer bei Verdauungsproblemen und Übelkeit eingesetzt. Typische Beschwerden, die viele Schwanger kennen. In Form von Tee oder Kapseln wird Ingwer in der Schwangerschaft daher häufig empfohlen. Allerdings gibt es da einen Haken. 

Ob Ingwer bei leichten Formen der Schwangerschaftsübelkeit wirklich hilft, wurde in einigen Studien nachgewiesen, in anderen nicht. Eine genaue Aussage kann man also nicht treffen. Aber Ausprobieren kann nicht schaden, oder? Das ist der nächste Haken. Die im Ingwer enthaltenen Scharfstoffe wie Gingerol fördern die Durchblutung und regen den Kreislauf an. An und für sich ist das eine gute Sache. Allerdings kann das auch zum Problem werden. So können die Scharfstoffe im Ingwer in der Schwangerschaft wehenfördernd wirken. Zusätzlich kann es zu Problemen kommen, wenn man zu viel Ingwer isst. Nebenwirkungen wie Blähungen, Durchfall oder Sodbrennen sind dann möglich. Auch ohne Überdosierung treten während der Schwangerschaft häufig Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Sodbrennen auf. 

Ingwer Schwangerschaft: Steigt das Risiko einer Fehlgeburt? 

Laut dem Pharmakovigilanz – und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin wurde in mehreren klinischen Studien mit über 900 Schwangeren kein erhöhtes Fehlbildungs- oder Abortrisiko festgestellt. Sofern der Ingwer nicht überdosiert wird.

Wieviel Ingwer in der Schwangerschaft ist erlaubt?

Martin Smollich, Leiter der Arbeitsgruppe Pharmakonutrition am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck empfiehlt, dass Schwangere höchstens 1,5 Gramm Ingwer pro Tag zu sich nehmen sollen und auch nicht länger als zwei Wochen am Stück. Nur dann ist er hinsichtlich einer möglichen embryonalen Toxizität nachweislich unbedenklich. 

Generell sollten Schwangere ihren Ingwerkonsum einschränken und zumindest in der Frühschwangerschaft lieber auf die Knolle verzichten. Ingwer ganz aufgeben müssen sie aber nicht unbedingt. Hier gilt es mit dem Frauenarzt oder der Hebamme zu sprechen, denn gerade die wehenfördernde Wirkung von Ingwer kann zum Ende der Schwangerschaft genutzt werden. Zum Beispiel in der Form von Tees oder Tabletten. Übrigens kann zur Geburtsvorbereitung auch Himbeerblättertee helfen. Bei Ingwerpräparaten aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt sollte auch vorher der Arzt oder die Hebamme um Rat gebeten werden und der Beipackzettel studiert werden 

Ingwer gehört auch immer zum Sushi dazu. Doch muss ich wirklich immer auf Sushi in der Schwangerschaft verzichten? Das erfährst du hier. 

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Quellen