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Mutterpass – Wofür du ihn brauchst und was all die Abkürzungen bedeuten

Dein Mutterpass begleitet dich durch deine Schwangerschaft – und auch darüber hinaus. Aber das hellblaue Heftchen ist gefüllt mit Abkürzungen und medizinischen Begriffen – da den Durchblick zu behalten ist kaum möglich. Hier findest du die wichtigsten Infos aus dem Mutterpass – sowie Antworten auf deine Fragen.

Manchmal sind die ganzen Abkürzungen im Mutterpass ganz schön verwirrend.
Manchmal sind die ganzen Abkürzungen im Mutterpass ganz schön verwirrend.
© Pixabay/ Mylene2401

Wann bekommt man den Mutterpass?

Sobald dein Arzt deine Schwangerschaft sicher festgestellt hat, wird dir der Pass ausgehändigt. Das passiert meistens nicht gleich beim ersten Termin beim Gynäkologen. In der Regel bekommen Mütter den Mutterpass zwischen der siebten und zwölften Schwangerschaftswoche. Wenn du schon vorher einen Blick darauf werden willst, kannst du dir auf der Seite vom Gemeinsamen Bundesauschuss den kompletten Mutterpass runterladen.

Wofür brauche ich eigentlich einen Mutterpass?

Im Mutterpass notiert dein Arzt die Ergebnisse der empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen während deiner Schwangerschaft. Hier werden Ergebnisse aus Ultraschalluntersuchungen, Bluttests, Daten zur Embryonalentwicklung so wie relevante Gesundheitsdaten von dir gesammelt. Dadurch können bestimmte Risikofaktoren beispielsweise gut erkannt und beobachtet oder behandelt werden. Außerdem weißt du dadurch, wie deine Schwangerschaft verläuft.

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Muss ich meinen Mutterpass immer dabeihaben?

Die Infos, die in dem blauen Heft stehen, können in einer Notfall-Situation sehr hilfreich sein. Wenn deine Schwangerschaft zum Beispiel noch nicht sichtbar ist, können Ersthelfer und der Notdienst das durch den Pass erkennen und dich richtig behandeln. Auch während deiner Geburt sind die eingetragenen Daten aus dem Mutterpass wichtig.

Deswegen rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Heft immer dabeizuhaben.

Mutterpass verloren – was nun?

Weil du den Pass immer dabeihaben musst, kann es auch mal passieren, dass du ihn verlegst oder ganz verlierst. Hier solltest du nicht warten und dir schnellstmöglich einen neuen Mutterpass bei deinem Arzt oder deiner Hebamme besorgen – sie können die Daten auch gleich nachtragen.

Übrigens: Du musst deinen Mutterpass nicht vorzeigen

Als Schwangere bist du nicht verpflichtet, dein Schwangerschaftsheft gegenüber deinem Arbeitgeber vorzulegen. Laut § 5 des Mutterschutzgesetzes musst du deinem Arbeitgeber lediglich deine Schwangerschaft und den errechneten Tag der Entbindung mitteilen, sobald du ihn kennst.

Auch vor Behörden musst du deinen Mutterpass nicht vorzeigen – die Daten darin gelten nämlich als vertraulich.

Was mache ich nach der Geburt mit dem Heft?

Auch nach der Geburt solltest du deinen Mutterpass nicht einfach wegwerfen. „Die Daten [können] auch für weitere Schwangerschaften von Bedeutung sein“, erklärt die BZgA. So können deine Ärzte dann bei deiner zweiten Schwangerschaft sofort sehen, welche Probleme oder Risikofaktoren besonders beachtet werden müssen.

Seite für Seite durch den Mutterpass: Abkürzungen, Untersuchungen und Befunde

AK, HB und BPD – In dem Heft wimmelt es nur so von Abkürzungen, Eintragsfeldern und Tabellen. Darin werden alle wichtigen Untersuchungen und Befunde während deiner Schwangerschaft vermerkt. Für deinen Arzt oder deine Hebamme sind die Abkürzungen leicht zu verstehen. Damit du nicht im Dunklen bleibst findest du hier die wichtigsten Infos aus deinem Pass – einfach erklärt.

Wenn du eine noch genauere Beschreibung willst, findest du hier einen interaktiven Mutterpass von HiPP. Da kannst du auf die einzelnen Begriffe klicken und bekommst eine Erklärung.

Seiten 2-6: Alles über dich!

Im ersten Teil vom Mutterpass finden sich nur Informationen zu deinem gesundheitlichen Stand. Hier wird zum Beispiel deine Blutgruppe, sowie das Ergebnis des Rhesus-Antikörpersuchtests (AK-Suchtest) notiert…

© Gemeinsamer Bundesausschuss
© Gemeinsamer Bundesausschuss

Seiten 7-9: Verlauf

Dein Schwangerschaftsverlauf: Das sogenannte Gravidogramm zeigt dir auf einen Blick alle Ergebnisse deiner Vorsorgeuntersuchungen – bis hin zur Geburt….

Seiten 10-14: Enwicklung

So entwickelt sich dein Baby: Auf diesen Seiten werden die Ergebnisse von den drei Ultraschall-Untersuchungen notiert…

Seiten 15 und 16: Die Geburt

Geburt und erste Untersuchungen: Die letzten beiden Seiten von deinem Mutterpass werden ausgefüllt, wenn dein Baby schon auf der Welt ist

Wenn dir trotzdem noch Begriffe oder Abkürzungen nicht klar sind, kannst du dich auch immer an deinen Frauenarzt oder deine Hebamme wenden – sie beantworten gerne alle deine Fragen.

Quellen