Nachgeburt, die letzte Phase der Geburt: Ist sie schmerzhaft?

Nachgeburt, die letzte Phase der Geburt

Erst wenn auch die Nachgeburt vom Körper ausgestoßen wird, ist die Geburt wirklich geschafft. Diese letzte Phase ist für die Mutter noch einmal extrem wichtig. Lies hier alle Infos über diese.

Mutter mit Neugeborenem
Das Baby ist da, jetzt fehlt noch die Nachgeburt © Bigstock/ Rob Hainer

Was ist die Nachgeburt?

In einer letzten Phase der Geburt muss auch die Nachgeburt geboren werden. Die Nachgeburt besteht aus der Plazenta, den Häuten der Fruchtblase, die dein Baby während der Schwangerschaft geschützt und versorgt haben und der Nabelschnur. Im Schnitt dauert dieser Vorgang zehn bis 30 Minuten, bis sie sich vollständig vom Körper gelöst hat und ausgestoßen wurde. Die Dauer ist abhängig davon, wie stark die Nachgeburtswehen sind.

Ist die Nachgeburt schmerzhaft?

Auch wenn hier von Wehen die Rede ist, brauchst du keine Angst haben: Die Nachgeburt ist für die meisten Frauen nicht schmerzhaft. Dein Körper wird mit sanften Kontraktionen die Plazenta ausscheiden. Um die Ablösung etwas zu beschleunigen wird der Mutter häufig ein leichtes Wehenmittel, meist das Hormon Oxytocin, gespritzt, um möglichen stärkeren Blutungen aus der Gebärmutter zu verhindern.

Während der Schwangerschaft war der Mutterkuchen mit der Schleimhaut des Uterus verwachsen. Löst er sich, entsteht in der Gebärmutter eine Wunde. Je leichter sich die Nachgeburt löst und je schneller sich die Gebärmutter wieder zusammenziehen kann, desto kleiner fällt die Wunde aus. Trotzdem wird sie noch einige Wochen nach der Geburt ein Sekret absondern, den sogenannten Wochenfluss.

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Nachgeburt muss vollständig sein

Die Hebamme wird kontrollieren, ob die Nachgeburt vollständig ist. Plazenta und auch die Häute der Fruchtblase müssen sich komplett gelöst haben. Die Kontrolle durch die Hebamme ist deswegen so wichtig, um eine sogenannte Plazentaretention ausschließen zu können.

In diesem Fall verbleibt ein Teil der Nachgeburt (manchmal auch die ganze) in der Gebärmutter. Das kann Infektionen und schwere Blutungen verursachen. In diesem Fall muss die Gebärmutter ausgeschabt werden. Aber auch das hört sich schlimmer an, als es ist. Solche Fälle sind natürlich Ausnahmen. Vertraue bei der Geburt einfach ganz auf deinen Körper und die Erfahrung deiner Hebamme.