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Ist Parmesan in der Schwangerschaft erlaubt?

Parmesan Schwangerschaft: Eine Bedrohung?
© Bigstock / Tanya Sid

Ganz verboten ist Parmesan in der Schwangerschaft nicht. Allerdings solltest du auf ein paar wichtige Details achten, um sicher zu gehen.

Warum heißt es: „kein Parmesan in der Schwangerschaft“?

Parmesan wird aus Rohmilch hergestellt. Bestimmt hast du schon gehört, dass Schwangere bei Käsesorten, die aus Rohmilch hergestellt werden, vorsichtig sein sollten. Auf manche Sorten wie z. B. Camembert sollten sie sogar ganz verzichten.

Dadurch, dass die Milch bei der Herstellung von solchem Käse nur bis maximal 40 Grad Celsius erhitzt wird, stellen sie ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelinfektionen in der Schwangerschaft dar.

: wichtig zu wissen
Was Listeriose gefährlich macht

Allen voran Listeriose, die für dein ungeborenes Baby schlimme Schäden nach sich ziehen kann.

Es gibt jedoch Ausnahmen: Nicht alle Käsesorten aus Rohmilch sind für Schwangere bedenklich! Dazu gehört auch der Parmesan.

Darum darf man Parmesan in der Schwangerschaft trotzdem essen

Parmesan gehört zu den Rohmilch-Käsesorten, die lange reifen. Genauso wie Emmentaler zählt er zu den Hartkäsesorten mit einer Reifezeit von zwölf bis siebzehn Monaten.

Das Gute: Durch die lange Lagerung sinkt sein Wassergehalt ebenso wie der pH-Wert. Gleichzeitig steigt sein Salzgehalt. Unter diesen Bedingungen haben Bakterien wie Listerien keine Chance, sich auszubreiten.

Die Wahrscheinlichkeit dich und dein Baby mit Listeriose anzustecken, ist also verschwindend gering. Demnach kannst du Parmesan in der Schwangerschaft bedenkenlos essen.

Doch trotzdem solltest du auf einige Dinge unbedingt achten.

Reifegrad von Parmesan in der Schwangerschaft wichtig

Je länger die Reifezeit von Hartkäse, desto geringer das Risiko von Listerien. Ab circa 16 Monaten kannst du dir ziemlich sicher sein, dass der Käsegenuss sicher ist.

An folgenden Bezeichnungen erkennst du die Dauer der Lagerung:

  • 12 Monate lang gereiften Parmesan nennt man „nuovo“
  • 24 Monate lang gereiften Parmesan nennt man „vecchio“
  • 36 Monate lang gereiften Parmesan nennt man „stravecchio“
  • 48 Monate lang gereiften Parmesan nennt man „stravecchione“
  • 72 Monate lang gereiften Parmesan nennt man „extra stravecchione“

Während der Schwangerschaft Parmesan richtig lagern

Wenn du schwanger bist solltest du beim Umgang mit Lebensmitteln noch strenger auf die Hygiene achten. Du kannst folgende Vorkehrungen treffen, um Bakterien wirklich keine Chance zu geben:

  • Richtige Lagerung
    Bei Parmesan wie bei allen anderen Milchprodukten solltest du auf entsprechende Kühlung und Hygiene achten.
  • Verpackung
    Kaufe keinen offenen Parmesan! In der Schwangerschaft solltest du besser zu luftdicht verpackten Sorten greifen.
  • Besser kein fertig geriebener Parmesan
    Es ist auch besser, wenn du den Parmesan erst vor dem Verzehr frisch reibst. Das senkt das Risiko für eine Keimbelastung nochmals.
  • Käserinde entfernen
    Ganz wichtig in der Schwangerschaft: Parmesan nur ohne Rinde essen. Denn an dieser Stelle ist die Gefahr für Bakterien generell erhöht.

Parmesan in der Schwangerschaft gute Kalziumquelle

Appetit auf Käse kommt in der Schwangerschaft besonders häufig vor und die Lust auf Parmesan stellt da keine Ausnahme dar. Kein Wunder, Käse versorgt dich mit Nährstoffen, die für die Entwicklung deines Babys besonders wichtig sind. Allen voran Kalzium, Kalium und Magnesium. Außerdem sind Parmesan und andere Käsesorten gute Eiweißlieferanten.

Quellen

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