Räucherlachs in der Schwangerschaft: Genießen oder verzichten?

Räucherlachs in der Schwangerschaft: Genießen oder verzichten?

Fisch ist gesund – eigentlich! Doch bei Räucherlachs in der Schwangerschaft gibt es wichtige Regeln, die du beachten solltest. Hier findest du alle Infos zum Thema Lachs und Räucherlachs in der Schwangerschaft, wichtige Infos zur Listeriose- oder Toxoplasmosegefahr und eine Übersicht, in welchen Zubereitungsarten du Lachs auch in der Schwangerschaft genießen kannst.

Räucherlachs in der Schwangerschaft sollte vermieden werden
Räucherlachs & Schwangerschaft: Ist das eine Gefahr für dein Baby? © Bigstock / nblx

Räucherlachs & Schwangerschaft: Wie groß ist die Gefahr?

Eine gute Nachricht vorweg: Lachs in der Schwangerschaft ist kein Problem. Vielleicht hast du gerade in der Schwangerschaft großen Appetit auf Lachs? Ungewöhnlich wäre das nicht, denn der Meeresbewohner ist reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren, die für die Entwicklung deines Babys wichtig sind. Doch jetzt das große Aber: Für Lachs gilt dasselbe, das auch für alle anderen Fischsorten gilt: Nicht jede Zubereitungsart ist für Schwangere unbedenklich! Wie steht es also um Räucherachs in der Schwangerschaft?

Räucherlachs & Schwangerschaft: Ein No-Go!

Unzureichend erhitzt, birgt Fischgenuss gerade in der Schwangerschaft eine ernstzunehmende Gefahr: Listeriose– oder Toxoplasmoseerreger können auf die werdende Mama und das Ungeborene übergehen und für erheblichen Schaden sorgen. Diese beiden Krankheiten sind der Grund, weshalb du auf Räucherlachs in der Schwangerschaft verzichten solltest. Ganz gleich, wie groß deine Gelüste auch sein mögen!

Räucherlachs & Schwangerschaft: Hohe Listeriose und Toxoplasmose Gefahr

Vor allem für das Ungeborene kann eine Ansteckung mit den Erregern ernstzunehmende Folgen haben, wie unter anderem ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen, Gehirnhautentzündung oder eine Beeinträchtigungen des Sehvermögens. Grund genug also, um auf Räucherlachs in der Schwangerschaft sicherheitshalber zu verzichten!

Da Krankheitserreger wie Toxoplasmoseerreger oder Listerien erst abgetötet werden, wenn das jeweilige Lebensmittel über zwei Minuten lang auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt wird, sollte auf den Genuss von Räucherlachs während der Schwangerschaft verzichtet werden. Dasselbe gilt auch für alle anderen rohen oder zu wenig erhitzten Fisch-, Fleisch- oder Wurstsorten sowie Rohmilchprodukte.

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Lachs in der Schwangerschaft: Die Zubereitungsart macht’s!

Doch lass dir gesagt sein: Auf Lachs brauchst du deswegen trotzdem nicht zu verzichten! Zwar solltest du Räucherlachs in der Schwangerschaft meiden, Lachs schmeckt aber auch in anderen Zubereitungsvarianten hervorragend. Und sobald der Fisch gut durchgebraten beziehungsweise gekocht wurde, stellen Listeriose und Toxoplasmose so gut wie keine Gefahr mehr dar. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sich nach dieser Faustregel richten: Den Lachs bei über 75-80 Grad mindestens drei bis vier Minuten von jeder Seite gut durchbraten.

Hier findest du eine Übersicht der Zubereitungsarten, die erlaubt, beziehungsweise vermieden werden sollten:

So kannst du Lachs in der Schwangerschaft essen

  • Gebratener Lachs
    Achte darauf, dass Filet oder Lachssteak gut durchzubraten
  • Gekochter Lachs
    Nicht zu kurz kochen lassen, der Fisch muss durch sein
  • Gedünsteter Lachs
    Nicht zu „schonend“ dünsten, am besten mit einer Wasserdampftemperatur über 70 Grad. Achte auch hier darauf, dass der Fisch gut durchgekocht ist
  • Gedämpfter Lachs
    Hier gelten dieselben Regeln wie beim Dünsten
  • Lachs im Ofen

So zubereitet solltest du Lachs in der Schwangerschaft unbedingt vermeiden

  • Räucherlachs
  • Roher Lachs, etwa in Sushi
  • Graved Lachs
  • Roher, eingelegter Lachs