Rauchen in der Schwangerschaft: Diese Folgen sind für das Kind wahrscheinlich

Rauchen in der Schwangerschaft: Diese Folgen für das Baby sind wahrscheinlich

Rauchen in der Schwangerschaft sollte tabu sein. Doch leider ist das nicht immer so. Wie sehr das Ungeborene bei jeder Zigarette leidet, siehst du im Video. Ließ außerdem, welche Langzeitfolgen dein Kind erwarten können und wie du schwanger das Rauchen schnell stoppen kannst.

Was Rauchen während der Schwangerschaft deinem Kind antut

Rauchen in der Schwangerschaft: Auch Langzeitschände möglich

Dein Kind ist vom ersten Moment der Schwangerschaft über die Nabelschnur mit dir verbunden. Das heißt, alles, was du zu dir nimmst gelangt auch in den Kreislauf deines Kindes. Die Nabelschnur kann aber leider nicht zwischen guten und schlechten Stoffen filtern, das heißt, dass Rauchen in der Schwangerschaft auch den Körper deines Kindes belastet.

Das Nikotin und Kohlenmonoxid in den Zigaretten sorgen dafür, dass die Durchblutung in der Plazenta gestört wird und das Kind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann. Das kann sein Wachstum und eine normale Entwicklung erheblich beeinträchtigen.

Doch Rauchen in der Schwangerschaft kann im schlimmsten Fall zu weiteren Schäden bei deinem Kind führen:

  • höhere Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt
  • angeborene Herzfehler
  • gefährliches Untergewicht bei der Geburt
  • erhöhtes Risiko des plötzlichen Kindstods
  • Entzugserscheinungen nach der Geburt möglich
  • Ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko, an Asthma oder Allergien zu erkranken
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • geringere Lungenkapazität
  • mögliche Spaltbildung an Kiefer, Gaumen oder Lippe

Auch die Spätfolgen sind erschreckend: Kinder leiden noch lange an den Folgen, wenn ihre Mütter schwanger rauchen. Laut einer Langzeitstudie, die Dr. Scott Montgomery, ein schwedischer Arzt, 2002 in der medizinischen Fachzeitschrift BMJ veröffentlichte, leiden diese Kinder im Erwachsenenalter eher unter krankhaftem Übergewicht oder Diabetes. In der Studie wurden Schwangere seit 1958 untersucht und ihre Kinder im Alter von 33 Jahren.

Doch die Langzeitfolgen zeigen sich bei Kinder nicht erst im Erwachsenenalter. Bereits während der Schulzeit zeigen Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben, Verhaltensauffälligkeiten. Laut Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie in München gehören dazu Auffälligkeiten wie: Aufmerksamkeitsdefizite, Hyperaktivität und eine Störung in der Beziehung zu Gleichaltrigen.

Video-Empfehlung

Rauchen in der Schwangerschaft: Der beste Zeitpunkt, um aufzuhören

Der beste Zeitpunkt, mit dem Rauchen aufzuhören ist, wenn du einen konkreten Kinderwunsch hast. Je eher du deinen Körper vom Nikotin entwöhnst, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kind noch etwas von den Schadstoffen abbekommt. Außerdem erhöht es deine Chancen schwanger zu werden, wenn du die Zigaretten aus deinem Leben verbannst.

Auch wenn es schwer ist: Es ist besser, von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufzuhören, als den Konsum langsam zu verringern. Und gibt es überhaupt einen schöneren Grund mit dem Rauchen in der Schwangerschaft aufzuhören, als ein gesundes Baby?

So kannst du schwanger mit dem Rauchen aufhören

Gerade für Langzeitraucher ist der plötzliche Verzicht auf Nikotin schwer. Doch es gibt einige Tipps, um dir das Rauchen in der Schwangerschaft schnell abzugewöhnen:

  • Sorge für Alternativen:
    Greife das nächste Mal besser zum Kaugummi, als zur Zigarette, denn auch so bist du für eine Zeit beschäftigt.
  • Bitte deine Mitmenschen um Unterstützung
    Das kann sowohl der Partner sein, der auch aufhört zu rauchen, als auch die Kollegen, die nicht mehr im Pausenraum rauchen werden.
  • Gehe an die frische Luft:
    Bewegung, frische Luft und Ablenkung haben schon immer geholfen.
  • Belohne dich für rauchfreie Tage:
    Vielleicht mit einem Stück Schokolade oder eine Massage deines Partners?
  • Hole dir professionelle Hilfe:
    Wenn du das Gefühl hast, gar nicht mehr weiterzukommen, kann dir auch dein Arzt oder bestimmte Beratungsstellen professionell zur Seite stehen.

Übrigens: Auch das Passivrauchen kann schädlich für dein Kind sein. Zwar nicht in dem Ausmaß, als wenn die Mutter selber raucht, gemieden werden sollten Situationen, in denen du Zigarettenrauch ausgesetzt bist, trotzdem.