Darf ich Ricotta in der Schwangerschaft essen?

Ricotta Schwangerschaft
Ist Ricotta für Schwangere unbedenklich?
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Gerade der Verzehr von Käse sorgt oft für Unsicherheiten in der Schwangerschaft. Ricotta braucht dir aber keine Sorgen zu machen. Wer auf ein paar Merkmale achtet, kann sich die geliebte Käsesorte bedenkenlos schmecken lassen.

Für Schwangere ist Ricotta kein Tabu

Die gute Nachricht für alle Käse-Fans: In den meisten Fällen ist Ricotta in der Schwangerschaft erlaubt. Der wird nämlich bei seiner Herstellung mehrmals über 70 Grad Celsius erhitzt. Das tötet den Großteil an Bakterien ab – auch Listerien. Eine Listeriose, die auch auf dein Baby übertragen werden könnte, ist damit äußerst unwahrscheinlich. Zumindest, wenn du dich an ein paar Vorgaben hältst!

Bevorzuge Ricotta aus dem Supermarkt

Ein Ricotta-Käse, den du eingepackt im Supermarkt kaufen kannst, ist für Schwangere am unbedenklichsten. Bei der Herstellung von Ricotta wird die Masse zweimal über 70 Grad erhitzt und anschließend so verpackt, dass nachträglich keine Keime mehr eindringen können. Du darfst Ricotta als Schwangere also bedenkenlos essen.

Sollte in einem Produkt doch noch Rohmilch enthalten sein, sind die Produzenten außerdem verpflichtet, das zu kennzeichnen. Dies muss deutlich auf der Verpackung zu erkennen sein.

Verzichte auf frischen Ricotta vom Markt

Etwas anders ist es bei Ricotta vom Käsestand auf dem Markt oder aus der Frischetheke. Zwar ist dieser sehr wahrscheinlich auch bei der Herstellung ausreichend erhitzt worden, aber das Risiko sitzt mit in der Auslage.

Oft sind die Käse in der Kühltheke nicht oder nicht ausreichend verpackt, sondern werden offen verkauft. Da sich Listerien-Bakterien auch bei Kühlschranktemperaturen gut vermehren können, ist es möglich, dass sich diese in der Kühltheke im Ricotta einlagern. Wer als Schwangere Ricotta direkt verzehren möchte, sollte also lieber eine abgepackte Variante wählen.

: Listerien im eigenen Kühlschrank

Du solltest einen pasteurisierten Ricotta auch nicht zu lange offen in deinem Kühlschrank lagern. Kaufe in der Schwangerschaft lieber kleine Portionen, die du bei Bedarf frisch öffnen kannst.

Ricotta-Tortellini, Saucen und andere Fertigprodukte

Völlig bedenkenlos kannst du auch in der Schwangerschaft Ricotta-Fertigprodukte wie gefüllte Tortellini, Ricotta-Sauce oder eine TK-Pizza mit Ricotta-Käse essen. Diese Lebensmittel werden alle vor dem Verzehr noch einmal gründlich erhitzt, sodass keine Bakterien überleben.

Das Gleiche gilt auch bei einem Besuch im Restaurant: Mit Ricotta gefüllte Cannelloni, Lasagne oder Pasta mit Ricotta-Creme wird beim Kochen ausreichend erhitzt. Du darfst sie als Schwangere also bedenkenlos genießen.

Keine Panik vor Listerien im Ricotta

Auch wenn du eine Infektion in der Schwangerschaft nach Möglichkeit vermeiden solltest, musst du nicht gleich in Panik verfallen, wenn du versehentlich etwas aus der Frischetheke gegessen oder dem Heißhunger nach einem Stück Käse nachgegeben hast, das schon ein paar Tage im Kühlschrank lag.

Die Chance, dass du dich dabei gleich mit Listerien angesteckt hast, ist tatsächlich sehr gering. Laut dem Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts gab es in den Jahren 2021 und 2022 nur etwa 66 Listeriose-Fälle – darunter war nur eine Schwangere.

Hast du dennoch Sorge, kannst du natürlich immer deinen Arzt oder deine Ärztin um Rat fragen.

Quellen