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Schleimpfropf: Abgang, Aussehen & Funktion

Der Schleimpfropf schützt die Gebärmutter und dein Baby während der Schwangerschaft. Ist der Schleimpfropf abgegangen, steht die Geburt meist kurz bevor. Infos, wie du den Abgang erkennst und was dann zu tun ist.

Schleimpfropf abgegangen-Was tun?
Schleimpfropf abgegangen-Was tun?
Unsplash / Sergiu Vălenaș

Schleimpfropf: natürlich Schranke aus Zervixschleim

Die Drüsen des Gebärmutterhalses sondern permanent ein natürliches Sekret ab – den Zervixschleim. Normalerweise hat dieser die Funktion, den Spermien während deiner fruchtbaren Phase den Weg Richtung Eizelle zu erleichtern.

Sobald du schwanger bist – also bereits in der Frühschwangerschaft – produzieren die Gebärmutterhals-Drüsen sehr zähen Schleim. Daraus bildet sich der Schleimpfropf. Für die Schwangerschaft ist er eine wichtige natürliche Keimschranke.

Darum ist der Schleimpfropf in der Schwangerschaft so wichtig

Der Schleimpfropf verschließt den Muttermund fest und dichtet die Gebärmutter ab, sodass keine Krankheitserreger aufsteigen können. Der Pfropf ist also eine Art Schutzschild für dein Ungeborenes. Ist der Schleimpfropf abgegangen, gibt er den Weg für das Baby frei: ein sicheres Anzeichen, dass es mit der Geburt bald los geht. Ab wann du damit rechnen kannst, erfährst du im nächsten Absatz.

Schleimpfropf Abgang: Wann kannst du damit rechnen?

Will das Baby auf die Welt kommen, hat der Pfropf ausgedient. Leichte, oft nicht spürbare Vorwehen lockern den Muttermund. „Wenn der Muttermund langsam weiter wird, geht ein Schleimpfropf ab (…). Als blutiger Ausfluss oder Schleim kann er sich dann bemerkbar machen und darauf hindeuten, dass die Geburt in ein paar Tagen oder vielleicht auch schon eher bevorsteht“, schreiben Prof. Dr. med. Franz Kainer und Annette Nolden in dem Schwangerschaftsratgeber „Das große Buch der Schwangerschaft“. Wann genau sich der Schleimpfropf gelöst haben wird, kann bei jeder Schwangerschaft anders sein. In der Regel wird das tatsächlich um den errechneten Geburtstermin passieren, also in der 40. SSW.

In diesem Kurzvideo siehst du, wann und warum sich der Schleimpfropf löst:

 

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Ein Beitrag geteilt von Pregnancy · Baby · Beyond (@mommastobe_) am Apr 4, 2018 um 9:54 PDT

Geht die Geburt los, wenn der Schleimpfropf abgegangen ist?

Du musst nicht sofort ins Krankenhaus düsen, wenn sich der Schleimpfropf gelöst hat. Haben keine Wehen eingesetzt und hattest du auch keinen Blasensprung, musst du dich noch etwas gedulden. Oft dauert es noch ein paar Tage, bis die Geburt wirklich losgeht. Hebamme Jana Friedrich vom Hebammenblog bestätigt in einem Blogbeitrag über den Geburtsbeginn: „Wenn du auf deiner Binde klaren, oder leicht blutigen Schleim vorfindest, dann brauchst du gar nichts tun. Bis zur Geburt kann es noch einige Tage dauern.“

Lass dich also nicht verunsichern: Viele Frauen merken es gar nicht, wenn der Schleimpfropf abgegangen ist. Nicht immer ist der Schleimpfropf-Abgang deutlich spürbar beziehungsweise sichtbar. Er ist meist völlig schmerzlos und es kann gut passieren, dass du ihn einfach verpasst. Zumal sich der Schleimpfropf nicht unbedingt auf ein Mal sondern nach und nach in Teilen löst – beim ganz normalen Gang auf die Toilette kann das auch einfach übersehen werden.

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Schleimpfropf Aussehen: Farbe, Menge und Konsistenz

Wie der Schleimpfropf aussehen kann, ist unterschiedlich. Sowohl Menge, Konsistenz als auch Schleimpfropf-Farbe können bei jeder Frau anders sein. Die Konsistenz ist – wie der Name schon sagt – schleimig, schmierig oder leicht gallertartig.

Was für eine Farbe hat der Schleimpfropf?

Die häufigsten Färbungen sind:

  • weißlich-trüb
  • hellrosa
  • dunkelrot
  • hellbraun

Die Färbung kommt daher, dass sich der Zervixschleim mit etwas Blut vermischt hat. Das ist ganz normal und ist ein Anzeichen dafür, dass sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet. Je heller die Färbung des Schleimpfropfs desto frischer das Blut.

Hier sind vier verschiedene Beispiele, wie der Schleimpfropf aussehen kann. Du siehst, Farbe, Konsistenz und Menge können sehr unterschiedlich sein:

Sei also nicht verunsichert, falls du dieses „Startsignal“ nicht bemerkst. Dein Frauenarzt wird bei der nächsten gynäkologischen Untersuchung besser feststellen können, ob der Schleimpfropf abgegangen ist oder nicht.

Zeichnungsblutung nach Schleimpfropf-Abgang

Achte stattdessen auf die Zeichnungsblutung. Diese hellrote Blutung fällt etwas schwächer aus als deine normale Regelblutung, ist aber deutlich zu erkennen. Sie ist vollkommen harmlos und tritt meist einige Tage vor der Geburt auf und ist ein Zeichen dafür, dass sich der Muttermund weitet und „reift“. Dadurch lösen sich die Eihäute vom Rand des Muttermundes, was zu den leichten Blutungen führen kann.

Oft wird die Zeichnungsblutung durch den Abgang des Schleimpfropf ausgelöst. Wenn du dir unsicher bist, kontaktiere auf jeden Fall immer einen Arzt.

Frühzeitiger Abgang Schleimpfropf

Hast du das Gefühl, dass sich dein Schleimpfropf noch vor der 37. SSW gelöst hat, solltest du das deinem Arzt oder deiner Hebamme mitteilen. Das muss zwar nicht unbedingt bedeutet, dass du jetzt vorzeitige Wehen bekommst, jedoch ist das für den Gynäkologen beziehungsweise deine Hebamme eine wichtige Information. Sie werden dich jetzt vielleicht genauer beobachten wollen.

Quellen